{"id":4097,"date":"2017-10-14T13:55:21","date_gmt":"2017-10-14T06:55:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.interhq.org\/book\/?p=4097"},"modified":"2017-10-14T13:55:21","modified_gmt":"2017-10-14T06:55:21","slug":"master-nonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.interhq.org\/book\/?p=4097","title":{"rendered":"Master Nonne Maharatana Upasika Chandra Khonnokyoong \u0e1b\u0e23\u0e30\u0e27\u0e31\u0e15\u0e34\u0e04\u0e38\u0e13\u0e22\u0e32\u0e22"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4523\" src=\"http:\/\/www.interhq.org\/book\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/10\/Cover-Khun-Yai-1-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"380\" height=\"379\" \/><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center\">Read | <a href=\"https:\/\/interhq.org\/download\/book\/german\/khunyai-history-german.pdf\">Download<\/a><\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;1 Vorwort&#8221; el_id=&#8221;1507964156503-e86895d7-dbec&#8221;]Die meisten Menschen sind in ihrem Leben pausenlos mit Sinnesfreuden besch\u00e4ftigt, verbringen den ganzen Tag damit, an die Verlockungen von Essen, Sinneslust und Macht zu denken. Wenn die Absichten einer Person unrein sind, verleiten sie diese zu unreiner Rede und Handlung, machen sie selbsts\u00fcchtig und zu einer Marionette ihrer Emotionen.<\/p>\n<p>Der Lebensstil einer Person, die bereit ist, gegen den Strom des Weltlichen und des Banalen zu schwimmen, ist anspruchsvoll. Er erfordert eher ein \u00dcben als Reden und ein Bewusstsein, das von Reiner Energie (Boonya) und G\u00fcte erf\u00fcllt ist \u2013 den Kennzeichen einer Person, die das Aus\u00fcben von Meditation ihr ganzes Leben lang gepflegt hat. Es kann ein Leben vollkommener Keuschheit erfordern \u2013 die Sorte Leben, zu der sogar in der Gemeinschaft Buddhistischer M\u00f6nche hinaufgeschaut wird. Es ist schwierig, eine Person mit solch reinen Absichten irgendwo auf der Welt zu finden \u2013 und die Chance, eine solche Person zu finden, vermindert sich mit den vorbeiziehenden Jahren und dem aktuellen Trend der Gesellschaft in Richtung materieller Werte.<\/p>\n<p>Eine solche Person allerdings, lebte einst auf dieser Erde in Form einer Buddhistischen Nonne, genannt MASTER NONNE (Maharatana Upasika Chandra Khonnokyoong), die Gr\u00fcnderin des Tempels Wat Phra DHAMMAKAYA, der einer der gr\u00f6ssten Buddhistischen Tempel in Thailand ist. \u201aMASTER NONNE\u2018 ist ein Titel und bedeutet \u201aGeachtete Meisterin im fortgeschrittenen Alter\u2018 \u2013 ein Name, mit dem ihre engsten Sch\u00fcler ihr Referenz erwiesen.<\/p>\n<p>Dieses Buch ist die Geschichte ihres Lebens \u2013 einer Frau, bei der jeder Atemzug mit guten Taten erf\u00fcllt und jeder mentale Augenblick auf das Nirvana gerichtet war \u2013 ihre Haupttugenden waren Dankbarkeit,\u00a0Respekt, Reinlichkeit, Disziplin, Mitgef\u00fchl, Ausdauer und ein guter Freund f\u00fcr andere zu sein.<\/p>\n<p>Unter der F\u00fchrung des GREAT MASTER TEACHERs von Wat Paknam widmete die MASTER NONNE ihr Leben dem Studium des DHAMMAKAYA Wissens \u2013 und wurde aufgrund dessen eine Person, die das Leben anderer Menschen zu spirituellem Reichtum f\u00fchrte, sowohl in dieser als auch in der n\u00e4chsten Welt, indem sie das Bewusstsein von Menschen in Richtung Nirvana anhob, den Fussspuren Buddhistischer Lehrer folgend. Sie teilte etwas mit anderen, das f\u00fcr die meisten schwierig zu geben ist, n\u00e4mlich innere Heilkraft, die durch jahrzehntelanges Selbsttraining herangereift war. Sie war f\u00fcr viele ihrer StudentInnen mehr als die eigenen Eltern, denn sie gab ihnen die spirituelle Dimension f\u00fcr ihr Leben \u2013 indem sie das DHAMMAKAYA Wissen von seinem Begr\u00fcnder bis zum heutigen Tag in m\u00fcndlicher \u00dcberlieferung weitergab. Das Wissen, das sie \u00fcbermittelte, ist im Herzen einer Gemeinschaft von Millionen von Meditierenden auf der ganzen Welt, die sich aktuell daf\u00fcr einsetzen, sich zu vervollkommnen und der Welt durch Meditation Frieden zu bringen. Die MASTER NONNE sagte einmal, \u201eObwohl ich Single bin, habe ich K\u00fcken rund um die Welt.\u201c Tats\u00e4chlich haben ihr Mitgef\u00fchl und ihr Beispiel Menschen aller Gesellschaftsschichten erreicht, wie es bereits ihr Name \u201aChandra\u2018 sagt: der Mond, dessen sanftes Licht jedermanns Herz entz\u00fcckt.<\/p>\n<p>In der Thail\u00e4ndischen Gesellschaft ist es oft hart f\u00fcr Menschen, aus ihrem sozialen Kontext auszubrechen, in den sie geboren wurden, wenn sie nicht wirklich aussergew\u00f6hnlich sind. Nur indem man Gemeinschaft mit Weisen pflegt, oder aussergew\u00f6hnlich viel Gutes tut, kann diese Aufw\u00e4rtsbewegung bewirkt werden. Die MASTER NONNE hatte das, was es f\u00fcr diese Verwandlung brauchte. Ihre drahtige und betagte Erscheinung t\u00e4uschte \u00fcber ihre Macht hinweg, negative Verhaftungen im Bewusstsein zu besiegen. Ihr Analphabetentum liess nichts ahnen von der ausserordentlichen spirituellen Weisheit. Ihre beiden runzligen H\u00e4nde liessen nicht vermuten, welch majest\u00e4tisch grossen Tempel sie mit ihnen geschaffen hatte. Infolge ihrer Tugenden war die MASTER NONNE wie eine sch\u00f6ne Lotus Blume, die aus im Schlamm eingebetteten Wurzeln hervor wuchs. Obwohl sie nicht in der Lage war zu lesen und zu schreiben, war das f\u00fcr sie kein Hindernis, h\u00f6chstes Wissen zu erlangen \u2013 was ihr erlaubte, sogar weit gebildetere Sch\u00fclerInnen zu lehren, als sie selbst es war. In Thailand eine Nonne zu sein, geh\u00f6rt oftmals nicht zu den am meisten und hochgeachtetsten Besch\u00e4ftigungen, doch die MASTER NONNE erf\u00fcllte ihre Verantwortlichkeiten so vollkommen, dass sie am Ende ihres Lebens von den M\u00f6nchsgemeinschaften rund um die Welt akzeptiert wurde.<\/p>\n<p>Diese Biografie ihres ausserordentlichen Lebens ist ein Zeugnis der G\u00fcte, die wir durch sie erfahren haben \u2013 und obwohl das in keiner\u00a0Weise den vollen Grad an Dankesschuld zur\u00fcckgeben kann, den wir f\u00fcr sie empfinden, kann es doch dazu dienen, zuk\u00fcnftige Generationen, die keine Chance hatten, sie pers\u00f6nlich zu erleben, \u00fcber ihr heilsames Leben zu informieren, als ein Beispiel f\u00fcr die, die noch kommen werden.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;2 Die Felder von Nakorn Chaisri&#8221; el_id=&#8221;1507964506970-087675eb-18e6&#8243;]<strong>Socati puttehi puttima<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gomiko gohi tatheva socati<\/strong><\/p>\n<p><strong>Upadhihi narassa socana<\/strong><\/p>\n<p><strong>Na hi so socati yo nirupadhiti<\/strong><\/p>\n<p>Diejenigen, die Kinder haben, werden wegen ihrer Kinder Sorgen haben.<\/p>\n<p>Diejenigen, die Ochsen haben, werden wegen ihrer Ochsen Sorgen haben.<\/p>\n<p>Solche Anhaftungen sind der Ursprung der menschlichen Sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><em>Nandana Sutta (S.i.108)<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war Tagesanbruch in den Reisfeldern von \u201aJahrhundertwende\u2018 Nakorn Chaisri. Eine Gruppe junger M\u00e4nner, gekleidet mit H\u00fcten aus getrockneten Palmenbl\u00e4ttern und Arbeitsklamotten, grau-braun gef\u00e4rbter Kleidung bis zur Taille, die sie als Bauern kennzeichneten, eilten den ausgetretenen Weg hinunter, der dem oberen Ende des Deiches folgte, das die Reisfelder unterteilte. Gestern waren sie denselben Weg entlang gerannt, aber heute waren sie ein paar Minuten fr\u00fcher aufgestanden. Mit einer ungew\u00f6hnlichen Darbietung von Enthusiasmus, die Felder als Erste zu erreichen, bogen sie um die letzte Ecke von einem Flicken des Flickenteppichs von Saaten, der immer komplett frei von Unkraut gehalten wurde \u2013 einer Fl\u00e4che, die immer mehr Ertrag brachte als die der Nachbarn. \u201eNicht schon wieder!\u201c t\u00f6nte der entt\u00e4uschte Schrei der Jungen, als sie die schmale Silhouette eines M\u00e4dchens sahen, das bereits zweifach geb\u00fcckt &#8211; Gesicht zur Erde, R\u00fccken zum Himmel \u2013 Unkraut aus ihrer Ernte zupfte. Egal wie fr\u00fch sie morgens auch ankamen, sie war immer zuerst da.<\/p>\n<p>Und jeder Schritt dieses jungen M\u00e4dchens mit dem geraden R\u00fccken und dem schnellen Schritt war sanft und voller Bewusstheit. Selbst wenn sie sass, lehnte sie nicht mit dem R\u00fccken an der Stuhllehne an. Sie war erf\u00fcllt von Energie, trotz ihrer mageren Erscheinung. Ihre H\u00e4nde waren die grossen H\u00e4nde einer Arbeiterin, nicht die kleinen und\u00a0eleganten wie von manchen anderen Frauen. Die Haut ihres Gesichts war straff und glatt. Ihre Augen glitzerten und reflektierten das Mitgef\u00fchl und die Aufrichtigkeit in ihrem Herzen. Es waren diese Art Augen, die jedermann in ihren Bann zog, der sie traf.<\/p>\n<p>Sie nannten sie \u201aChandra\u2018<sup>1<\/sup>, der Familienname war \u201aKhonnokyoong\u2018<sup>2\u00a0<\/sup>\u2013 die Tochter einer Familie, die nur m\u00e4ssig mit Mitteln ausgestattet war. Der Familie geh\u00f6rten f\u00fcnfunddreissig \u201arai\u2018<sup>3<\/sup>. Sie war am fr\u00fchen Donnerstagmorgen des 20. Januars 1909 geboren. Es war die Zeit, zu der die M\u00f6nche auf ihre Almosenrunde gingen \u2013 was traditionellerweise voraussagte, dass sie ihr ganzes Leben lang w\u00fcrde hart arbeiten m\u00fcssen. Ihr Vater wurde Ploy genannt und ihre Mutter Pan. Sie war die f\u00fcnfte Tochter in einer Familie mit neun Kindern. Ihr Vater stammte aus einer relativ armen Familie, verglichen mit derjenigen der Mutter.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>1\u00a0<\/sup>Bedeutung \u201ader Mond\u2018<\/p>\n<p><sup>2\u00a0<\/sup>Bedeutung \u201aPfauenfeder\u2018<\/p>\n<p><sup>3\u00a0<\/sup>3,14 acres<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Chandra hatte keine Chance auf eine offizielle Bildung, weil es damals noch keine staatliche Schulbildung gab. Wie f\u00fcr die meisten M\u00e4dchen ihrer Zeit war es normal, dass ihnen h\u00e4usliche Pflichten auferlegt wurden anstatt ihnen zu erlauben, in die Schule zu gehen. Chandra pflegte beides, ihr Zuhause und das Feld \u2013 was grosse\u00a0Kraft von ihr verlangte. Vom Charakter her war Chandra sehr seri\u00f6s und wenig anspruchsvoll. Vor Sonnenaufgang stand sie gew\u00f6hnlich um drei oder vier Uhr morgens auf und f\u00fchrte die B\u00fcffel zum Grasen hinaus auf das Weideland. Die Morgen und Nachmittage verbrachte sie mit Pflanzen und J\u00e4ten im Reisfeld. Mittags, nach der Sonnenposition \u00fcber ihrem Kopf gesch\u00e4tzt, brachte sie die Mahlzeit zu den Arbeitern hinaus aufs Feld. Sie und ihre Freunde \u00fcbernahmen die Wasserb\u00fcffel jeden Abend zum Waschen, bevor sie sie in die Einz\u00e4unung zur\u00fcck brachten. Zur Erntezeit arbeitete sie kontinuierlich von der Morgen-bis zur Abendd\u00e4mmerung. Ihre Ernsthaftigkeit war offensichtlich f\u00fcr diejenigen, die auf benachbarten Grundst\u00fccken arbeiteten. Sie waren beeindruckt von ihrem Fleiss und respektierten sie daf\u00fcr. Sie erntete den Ruf als die Fleissigste im Dorf.<\/p>\n<p>Sie war beliebt bei ihren Freunden, die es liebten mit ihr zu spielen. Sie kam mit allen gut aus, weil sie sich nie auf jemandes Seite stellte. Sie spielte gleichm\u00e4ssig mit ihnen allen. H\u00e4ufig spielten sie das \u201aEbbe-Flut-Spiel\u2018, bei dem sie \u00fcber ein Springseil h\u00fcpften, das entweder noch oder tief gehalten wurde. Aus Spass sagte einer ihrer Freunde \u201aFlut\u2018 und \u201aEbbe\u2018 und zog dabei Chandra\u2019s Ohr hoch und runter anstelle des Seiles, so dass er sie verletzte \u2013 doch im Ganzen gesehen war ihre Kindheit freudig. Auch liebte sie es, zu schwimmen. Jedes Mal wenn sie einen Teich sah, dachte sie ans Schwimmen. Das waren die pr\u00e4genden Jahre f\u00fcr ihren Charakter, voll Mut, Natur, Esprit\u00a0und unbegrenzter Freiheit. Sie war fr\u00f6hlich, impulsiv und lebhaft. Ihr Vater sagte gew\u00f6hnlich, dass unter all seinen Kindern Chandra am meisten f\u00fcr Aufregung sorgte.<\/p>\n<p>Ein B\u00fcffel, Aen und ihr Hund, Kiaw, wurden unter allen Tieren als ihre Lieblingstiere angesehen. Sie liebte sie alle gleichermassen. Sie sorgte gut f\u00fcr sie alle und spielte mit ihren B\u00fcffeln, die auf dem Reisfeld arbeiteten. Als diese alt wurden, verloren sie ihre Z\u00e4hne und wurden arbeitsuntauglich. Sonstwo h\u00e4tte man solch altes Vieh geschlachtet, doch Chandra f\u00fctterte sie t\u00e4glich weiter mit frischem Gras bis sie einen nat\u00fcrlichen Tod starben.<\/p>\n<p>Die Eltern lehrten ihre Kinder, zu sich selbst und zu anderen ehrlich und fleissig zu sein, und niemals Zeit zu verschwenden. Das b\u00e4uerliche Leben gew\u00f6hnte Chandra an harte Umst\u00e4nde und Ausdauer, denn sie musste ihren Eltern den ganzen Tag lang bei der Arbeit helfen. Wenn sie arbeitete, zeigte sie nie Zeichen von Lustlosigkeit und hielt trotz Schwierigkeiten immer durch. Indem sie ihren Eltern auf diese Weise half, verbesserte sich ihr finanzieller Status in der Gemeinde fortschreitend. Sie geriet niemals bei jemandem in finanzielle Schulden. Das Fehlen einer Chance auf Schulbildung verminderte keineswegs ihren Wunsch zu lernen \u2013 sie machte aus den weiten Reisfeldern ihrer Jugend ein Klassenzimmer.<\/p>\n<p>Chandra liebte das Leben inmitten der offenen Felder von Nakorn Chaisri. Wenn sie das Meer der Reisfelder mit ihren ruhigen \u00c4hren betrachtete, die sich auszudehnen schienen soweit das Auge reichte, f\u00fchlte sie eine besondere Zufriedenheit in sich, als wenn etwas in ihrem Inneren frei gelassen w\u00fcrde. Morgens schien der karminrote Sonnenkugel am Horizont so nah, als k\u00f6nnte man sie ber\u00fchren. Wie alle Kinder fragte sie sich, woher die Sonne kam. Obwohl sie jeden Tag die Sonne sah wie alle anderen auch, wanderten ihre Gedanken ihre Umgebung betreffend weit \u00fcber die der anderen hinaus. Sie wagte es, dar\u00fcber nachzudenken, die Sonne zu erreichen. Wohl kaum wusste sie zu dieser Zeit, dass ihre Tr\u00e4ume wahrer sein w\u00fcrden als sie es sich jemals vorgestellt hatte\u2026 sie begann in fr\u00fchem Alter wahrzunehmen, dass sie die Welt nicht gleich sah wie alle anderen. Sie hatte kein Interesse, sich mit feinen Kleidern herauszuputzen oder Parfum zu tragen, wie die anderen Dorfm\u00e4dchen ihres Alters. Sie trug nie den Schmuck, den sie besass. Sie wurde \u00e4lter, arbeitete fleissig und \u00fcberreichte alles, was sie verdiente, ihrer Mutter. Wenn junge M\u00e4nner versuchten um sie zu werben, probierten sie eine Konversation \u00fcber dies oder jenes zu beginnen. Sie antwortete einfach mit \u201eIch weiss nicht\u201c. Sie wies sie nicht \u00e4rgerlich von sich, weil sie wusste, dann w\u00fcrden sie auf ihr herumhacken. Sie sagte einfach \u201eIch weiss nicht\u201c, und schenkte ihnen keine weitere Beachtung. Dann gaben sie sie gew\u00f6hnlich bald auf. Sie machte ihnen nicht die leiseste Hoffnung und behielt die vollkommene Kontrolle \u00fcber die Situation.<\/p>\n<p>Chandra fragte ihren Vater immer wieder, ob er nicht Angst habe vor der schlechten Tat, Tiere auf dem Hof zu t\u00f6ten. Er antwortete dann, \u201eIch t\u00f6te nur, um die Familie mit Nahrung zu versorgen. Ich verkaufe nie Fleisch, um Geld zu verdienen und ich gehe regelm\u00e4ssig an den heiligen Buddhistischen Feiertagen in den Tempel, um Gutes zu tun.\u201c Er dachte, dass gutes Tun sein schlechtes Tun irgendwie ausgleichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Obwohl das Familienleben im Allgemeinen friedlich und harmonisch verlief, trank ihr Vater gewohnheitsm\u00e4ssig seine zehn satang\u2019s<sup>4\u00a0<\/sup>Alkohol t\u00e4glich mit den anderen M\u00e4nnern. Die Kinder respektierten seine Art, da er im Allgemeinen \u2013anders als andere Trinker \u2013 nicht aggressiv nach Hause kam, sie verw\u00fcnschend oder sie schimpfend<sup>5<\/sup>. Wenn die Eltern ihre Kinder verfluchten, war das doppelt traumatisch, denn die Kinder waren daran gebunden, das Wort ihrer Eltern zu akzeptieren. Auf diese Weise hatten thail\u00e4ndische Eltern eine grosse Verantwortung, ihren Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Chandra\u2019s Vater war gutm\u00fctig wenn er n\u00fcchtern war, doch zettelte er mit ihrer Mutter Streit an, wenn er betrunken war.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>Ungef\u00e4hr eine halbe Flasche<\/p>\n<p><sup>5 <\/sup>In der Vergangenheit hatten thail\u00e4ndische Kinder aus Respekt gegen\u00fcber den Eltern zu ertragen, wie auch immer ihre Eltern sie behandelten. Sie glaubten, dass die Worte der Eltern heilig waren und akzeptierten sie ohne einen Zweifel an ihrem Wahrheitsgehalt. Der Glaube an die unvermeidliche Wiedergeburt und an Karma, wurde ebenfalls ohne Zweifel akzeptiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Umst\u00e4nde in diesem Kontext von elterlichem Respekt weckten Chandra im Alter von zw\u00f6lf Jahren zu ihrer spirituellen Berufung auf. Es war ungef\u00e4hr sieben Uhr am Abend. Der Vater hatte sein gew\u00f6hnliches Mass an Alkohol getrunken und lag, wie es seine Gewohnheit war, in der tiefgelegten H\u00e4ngematte neben dem Haus. Benebelt vom Trinken murmelte er zusammenhangsloses Zeug im Fl\u00fcsterton vor sich hin. Mutter und Kinder waren im Haus. Die Mutter hatte einige Redewendungen in der Hinterhand, um den Vater genau unter diesen Umst\u00e4nden zu verspotten, nur damit er in die N\u00fcchternheit zur\u00fcckkehrte. Sie \u00e4usserte dann, \u201eDer Spatz schmarotzt im Nest der anderen V\u00f6gel\u201c, gerade laut genug, damit er es h\u00f6rte.<\/p>\n<p>In jeder anderen Familie h\u00e4tte eine \u00c4usserung wie diese nichts ausgemacht. Doch an jenem schicksalhaften Tag stoppte der Ausspruch der Mutter das Gemurmel des Vaters nicht. So wiederholte sie ihn lauter und dieses Mal traf der Spott auf eine wunde Stelle in seinem Minderwertigkeitsgef\u00fchl. Seine Gef\u00fchle gerieten ins Kochen wie bei einer Schlange mit verbr\u00fchtem Schwanz. Er versammelte die ganze Familie in seine N\u00e4he und fragte: \u201eKinder! Bin ich wirklich ein Spatz, der im Nest anderer V\u00f6gel schmarotzt? Ist das die Art, wie Eure Mutter mich beleidigt?\u201c Die Kinder zuckten zusammen und verharrten in Schweigen, aber der Vater verlangte lauter und lauter nach einer Antwort auf seine Frage. Dann konnte Chandra die Anspannung\u00a0nicht l\u00e4nger aushalten. Um ihre Eltern vom Streit abzuhalten und ihre Mutter zu sch\u00fctzen sagte sie: \u201eVater, das ist es nicht, was die Mutter gemeint hat!\u201c Wie wenn \u00d6l ins Feuer gegossen worden w\u00e4re, ergoss sich jetzt die Wut des Vaters auf die Kinder. \u201eWenn niemand von Euch die Misshandlung eurer Mutter zugeben will, so sollt ihr 500 Leben lang taub geboren werden!\u201c Dieser Fluch schlug in Chandra\u2019s Herz ein und erf\u00fcllte es mit Angst. Das Wort der Eltern war unantastbar. Eltern sollten niemals ihre Kinder verfluchen. \u201eIch bin diejenige, die f\u00fcr seinen \u00c4rger verantwortlich ist\u201c, klagte sie sich selbst an, \u201eIch werde sicherlich taub geboren werden in meinem n\u00e4chsten Leben! Was kann ich tun? Wenn ich mich jetzt bei Vater entschuldige, wird er nur noch w\u00fctender.\u201c Sie erinnerte sich an den Brauch der Dorfbewohner, sich auf dem Sterbebett bei ihren Verwandten zu entschuldigen und machte mit sich aus, dass es besser w\u00e4re, ihre Entschuldigung bis dahin aufzubewahren.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter, 1921, war ihr Vater altersgeschw\u00e4cht. Ein weiteres Jahr wechselten sich die Kinder ab in seiner Pflege. Am Morgen seines letzten Lebenstages gab Chandra ihrem Vater mit dem L\u00f6ffel Essen ein, als er auf einmal erzitterte und seine Augen in ihre H\u00f6hlen zur\u00fcckfielen. Weil sie noch so jung war, wusste sie nicht, was das zu bedeuten hatte und rief deshalb nur ihre Mutter, an ihrer Stelle f\u00fcr ihn zu sorgen. Als sie im Raum erschien, ging Chandra in die K\u00fcche und\u00a0ass etwas, ohne sich bewusst zu werden, was passierte. Dann nahm sie ein Boot und paddelte allein hinaus zu den Feldern, um die November Ernte zu pr\u00fcfen, wie es ihre normale Aufgabe war. Doch was geschah, war jenseits ihrer schlimmsten Bef\u00fcrchtungen. Sie kehrte nach Hause zur\u00fcck und fand den Rest ihrer Familie weinend um das Bett ihres Vaters versammelt. Alle ihre Br\u00fcder und Schwestern hatten die Chance gehabt, sich bei ihm zu entschuldigen&#8230;.. ausser ihr. Sie hatte ihre letzte Chance verpasst.<\/p>\n<p>Chandra weinte nicht mit ihnen. Sie sah Tod als etwas an, das alle Sterblichen zu erwarten hatten. Das Leben ging weiter, doch die Angst vor Taubheit in ihrem n\u00e4chsten Leben, grub sich wie eine Kerbe in ihr Bewusstsein ein. \u201eWo kann ich jetzt meinen Vater finden, um ihm meine Entschuldigung anzubieten?\u201c fragte sie sich. Sie hatte keine Idee, wo sie suchen sollte und keinen Freund, an den sie sich f\u00fcr diese Art von Rat wenden konnte.Sie setzte sich nieder und beschloss, ihre Schuld wieder gut zu machen. Dann ging sie und half den Leichnam ihres Vaters aufzubahren, wie es Tradition war. Chandra betete und flehte den Vater an, in ihren Tr\u00e4umen zu ihr zu kommen, damit sie die Chance h\u00e4tte, sich bei ihm zu entschuldigen\u2026 doch er erschien nicht. Ihr \u00e4lterer Cousin empfahl ihr, so viel wie m\u00f6glich Gutes zu tun und diese Reine Energie (Boonya) ihrem Vater zu dessen Nutzen zu widmen. Er erkl\u00e4rte ihr, dass wenn ihr Vater in der Lage sei, sich an ihren guten Taten mit zu erfreuen (Anumodana), ihr auf halbem Wege vergeben sei.<\/p>\n<p>Trotz allem war Chandra unzufrieden mit diesem Rat. So vergingen Jahre und die St\u00e4rke des Wunsches, ihren Vater zu finden, nahm nicht ab. Sie wollte sich \u201apers\u00f6nlich\u2018 entschuldigen und sie f\u00fchlte die dringende Notwendigkeit, herauszufinden, wo er wiedergeboren war, so dass sie dort mit ihm sprechen k\u00f6nnte. Sie wusste, dass gute Menschen nach ihrem Tod in den Himmel gehen und schlechte in die H\u00f6lle. \u201eDoch wo sind Himmel und H\u00f6lle? Wo ist er? Und wie kann ich ihn finden?\u201c Sie hatte nur Fragen, keine Antworten. Diese Art Gedanken verfolgten sie all ihre Teenagerjahre hindurch, so sehr, dass sie sehr wenig Zeit hatte, an irgendetwas anderes zu denken.<\/p>\n<p>1927, als Chandra 18 Jahre alt war, war sie \u00fcbergl\u00fccklich, als sie die Nachricht von der Entdeckung der DHAMMAKAYA Meditationstechnik durch den GREAT MASTER TEACHER von Wat Paknam h\u00f6rte. Sie h\u00f6rte, dass die DHAMMAKAYA Weisheit, die durch Meditation erwacht, das Wissen \u00fcber Himmel und H\u00f6lle umfasst, so dass der Meditierende diese Reiche selbst besuchen kann.<\/p>\n<p>Sie f\u00fchlte sich wie wenn sie alles von sich abwerfen und hinter sich lassen k\u00f6nnte, um noch am selben Tag nach Wat Paknam zu gehen \u2013 besonders da sie das Unbefriedigende eines Lebens in ehelicher Hausgemeinschaft von so fr\u00fchem Alter an gesehen hatte. Doch ihr Zuhause und ihre Familie zu verlassen, war nicht so einfach. Die Mutter\u00a0w\u00fcrde sich dagegen stellen, wenn sie ihr Heim verlassen w\u00fcrde, um das Weisheitsstudium Dhamma zu praktizieren. Niemand w\u00fcrde in der Lage sein zu verstehen, weshalb ein junges M\u00e4dchen in ihrem Alter solch eine starke Berufung haben sollte.<\/p>\n<p>Chandra wartete darum weitere acht Jahre bis 1935 \u2013 bis man sie f\u00fcr alt genug hielt zu gehen, um mit ihrer Tante in Bangkok zu leben und nach Arbeit zu suchen. Sie \u00fcbergab ihren Anteil am Landbesitz der Familie ihrem j\u00fcngeren Bruder (M\u00f6nch) und ihrer j\u00fcngeren Schwester. Sie verteilte ihren Schmuck und ihre \u00fcbrigen Wertsachen an die Familienangeh\u00f6rigen. Alles was ihr blieb waren die Kleider auf ihrem Leib, ein gesunder K\u00f6rper, ein entschlossenes Herz und eine Mission, ihren Vater an seinem Aufenthaltsort nach dem Tod zu finden.<\/p>\n<p>Als sie sich beim Abschied zu den F\u00fcssen ihrer Mutter verneigte und dieser ihre Absicht mitteilte, weinte die Mutter in Mitleid um sie. Denn sie wollte nicht, dass ihre Tochter solch hartem Leben ausgesetzt w\u00e4re und bevorzugte, dass sie heiraten und sich mit einer Familie niederlassen sollte wie eine normale Person. Sie dachte, Chandra sei gl\u00fccklicher, wenn sie bleiben w\u00fcrde, doch Chandra wusste, dass ihr Dhamma Studium nicht l\u00e4nger hinaus geschoben werden konnte. Einige argumentierten, dass man die Spiritualit\u00e4t auf das Alter vertagen\u00a0sollte, doch Chandra sah, dass alles, was man in jungen Jahren tut, schneller Fr\u00fcchte tragen kann. Gew\u00f6hnlich erliegen Kinder der Macht der m\u00fctterlichen Tr\u00e4nen, doch Chandra\u00b4s Entschiedenheit war nicht so einfach zu beeinflussen \u2013 sie hatte ihre Entscheidung schon lange vorher getroffen, das DHAMMAKAYA Wissen mit dem GREAT MASTER TEACHER von Wat Paknam zu studieren. Auch wenn sie ihre Mutter liebte und respektierte, konnte sie in ihrem Bewusstsein unterscheiden, was f\u00fcr ihre Mutter bequem war und was sie selbst in ihrer Suche nach der Dhamma Weisheit zu tun hatte. Sie wich nicht ab von ihrer Dankbarkeit gegen\u00fcber ihrer Mutter, doch gleichzeitig erlaubte sie nicht, dass ihre Verbindlichkeit ihrer Mission gegen\u00fcber geschw\u00e4cht wurde, ihren Vater zu erreichen.<\/p>\n<p>Die Mutter gab ihr schliesslich zwei Baht Busgeld und obwohl Chandra es nicht wirklich brauchte, nahm sie es an, in W\u00fcrdigung ihrer Gef\u00fchle. Auf diese Weise verliess sie ihr Zuhause, schaute nicht zur\u00fcck, sondern ging mit der einzigen Absicht, alles Notwendige zu tun, den Weg aus dem Leiden zu finden. Obwohl sie keine Ahnung hatte, welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen w\u00fcrden, oder ob sie sogar vor dem Erreichen ihres Zieles sterben w\u00fcrde, ging sie los. Alles was sie wusste war, dass sie keine Alternative hatte, ihren Vater zu finden.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;3 Das Sprungbrett auf dem Weg zum Tempel&#8221; el_id=&#8221;1507966554071-d856e081-dcd2&#8243;]<strong>Pasannam eva seveyya appasannam vivajjaye<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pasannam payirupaseyya rahadam vudakatthiko<\/strong><\/p>\n<p>All diejenigen, die sich Gl\u00fccklichsein w\u00fcnschen, sollten nur mit denen Gemeinschaft pflegen, die den Glauben st\u00e4rken, solche meiden, die den Glauben nicht f\u00f6rdern, und nah bei denen sitzen, die inspirierend sind im Glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Mahabodhi Jataka J.v.233<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Chandra stammte vom Land, aus der Provinz, und als sie in Bangkok ankam, kannte sie niemanden. Es war auf keinen Fall leicht, im Wat Paknam Tempel akzeptiert zu sein. Sich als Fremder einer Tempelgemeinschaft anzuschliessen oder sogar der M\u00f6nchsgemeinschaft, erforderte normalerweise, von einer Senior-Person vorgestellt zu werden, die bereits vom Tempel gesch\u00e4tzt wurde. Chandra hatte keine direkten Kontakte. Zuerst blieb sie im Hause von ein paar Verwandten. In der Zwischenzeit suchte sie Besch\u00e4ftigung in einer Familie, die im Wat Paknam Tempel Meditation praktizierte. Sie wartete auf eine Gelegenheit, die sich ihr bot. Tats\u00e4chlich kam die Person, nach der sie Ausschau gehalten hatte, in Gestalt von Khun Nai Liap Sikanchananand daher, die eine Dame aristokratischer Herkunft war und in Saphan Han lebte. Khun Nai Liap war dem legend\u00e4ren Grossen Master Abt von Wat Paknam bereits wohlbekannt. Sie wurde als eine der bedeutendsten F\u00f6rderer von Wat Paknam erachtet, da sie seit mehr als 20 Jahren regelm\u00e4ssig die Mittagsmahlzeit f\u00fcr M\u00f6nche und Novizen dorthin brachte. Khun Nai Liap\u00b4s Familie war einflussreich und wohlhabend. Sie war Grundst\u00fcckeigent\u00fcmerin von vielen Kilometern Shop-Front und hatte ein eigenes Import \u2013 Export \u2013 Gesch\u00e4ft. Chandra sah, dass diese Familie die Verbindung darstellte, die sie brauchte, um sich in Wat Paknam vorzustellen. Nach gr\u00fcndlicher \u00dcberlegung entschloss sie sich, bei dieser Familie um eine Anstellung zu bitten und sie wurde als Dienstm\u00e4dchen eingestellt.<\/p>\n<p>Obwohl sie von einer relativ gut situierten Familie stammte, musste Chandra sich auf die Stufe eines Dienstm\u00e4dchens hinunter lassen, um sich selbst die Chance zu geben, Dhamma Weisheit zu erlangen, was ihr ultimatives Ziel war. Von ihrer Seite aus sah sie die Familie als ein Sprungbrett an, von wo aus sie so bald wie m\u00f6glich ihren Weg nach Wat Paknam machen konnte. Als Chandra f\u00fcr Khun Liap zu arbeiten begann, zeigte sie, obwohl der Dienstboteneinsatz f\u00fcr sie nur ein Behelfsmittel auf Zeit war, ihre volle Bereitschaft in all ihren Verantwortlichkeiten, ohne diese als Dienstbotenarbeiten anzusehen. Sie betrachtete ihre Arbeit lediglich als Hilfeleistung, das Heim ihrer Chefin in Ordnung zu halten und eine Verwalterin f\u00fcr das Verm\u00f6gen dieser Familie zu sein.<\/p>\n<p>Chandra hatte die gute Gewohnheit, in jeder Hinsicht sorgf\u00e4ltig zu sein und Disziplin und Durchhalteverm\u00f6gen waren in ihrem Charakter tief verwurzelt. Sie liebte Sauberkeit. Ihre Ehrlichkeit strahlte aus ihr heraus zu den anderen hin, so dass es nicht lange dauerte, bis sie geliebt wurde und alle in der Hausgemeinschaft ihr vertrauten. Innerhalb ihrer ersten Arbeitswoche wurde sie vom Dienstm\u00e4dchen zur Chefin der h\u00e4uslichen Angestellten bef\u00f6rdert. Khun Nai Liap f\u00fchlte sich sicher, dass jegliche Aufgabe, die sie Chandra zuwies, entt\u00e4uschungsfrei erf\u00fcllt wurde. Mit Chandra zu Hause, konnte Khun Nai Liap ihr Haus verlassen und sie wusste, dass es sich in sicheren H\u00e4nden befand. Chandra genoss\u00a0das Vertrauen von Khun Nai Liap so sehr, dass sie es war, der sie eher als ihren eigenen Kindern den Schl\u00fcssel der Familienschatzkammer anvertraute, in dem das ganze Bargeld und der Schmuck der Familie aufbewahrt wurden! Es war ein Raum im Inneren, der nur Khun Nai Liap selbst und Chandra zu betreten erlaubt war. Chandra war geduldig und schlussendlich kam ihre Gelegenheit, das Meditationsstudium aufzunehmen, in der Person der (damals noch) Laienlehrerin Thongsuk Samdaengpan daher.<\/p>\n<p>Upasika Thongsuk war sechsunddreissig als sie sich trafen \u2013 neun Jahre \u00e4lter als Chandra. Sie war kr\u00e4ftig in ihrer Erscheinung und hart im Nehmen, da sie eine Kindheit von betr\u00e4chtlicher H\u00e4rte \u00fcberlebt hatte. Gem\u00e4ss dem \u00fcblichen Vorgehen war sie im Meditations-Workshop von Wat Paknam angenommen worden, was in den Tagen damals keine einfache Angelegenheit war. Sie hatte eine Befragung von einer Senior-Person zu bestehen gehabt, die schon Experte genug war, um dort zu meditieren. Sie stellte ihr Fragen, die f\u00fcr den Mann von der Strasse unm\u00f6glich zu beantworten waren \u2013 Fragen, die zu beantworten nur derjenige eine Chance hatte, der bereits DHAMMAKAYA, den K\u00f6rper des Lichts, erreicht hatte. Die Fragen stellten sicher, dass diejenigen, die in den Meditations-Workshop eintraten, DHAMMAKAYA schon unersch\u00fctterlich erreicht hatten. Die Fragen waren nicht auf die Beantwortung von Menschen oder sogar von Engeln zugeschnitten,\u00a0sondern einzig und allein vom inneren K\u00f6rper der Erleuchtung her ergr\u00fcndbar.<\/p>\n<p>Dennoch hatte Master Nonne Thongsuk die Erlaubnis erhalten, Meditationsforschungen durchzuf\u00fchren, denn ihre Erkenntnisse in der Meditation waren beachtlich. Die Familie lud diese Lehrerin vom Wat Paknam Tempel ein, weil sie neben ihrer F\u00e4higkeit in der Meditation zu forschen, vom GREAT MASTER TEACHER damit betraut worden war, Meditation ausserhalb des Tempels zu lehren.<\/p>\n<p>Chandra hatte von Anfang an beabsichtigt, mit der Lehrerin Meditation zu praktizieren und als sie die Nachricht h\u00f6rte, dass sie das Haus bald wieder besuchen w\u00fcrde, war sie von Freude und Erwartung erf\u00fcllt. Sie wusste, dass wenn \u00fcberhaupt jemand dazu in der Lage war, ihr das Wissen zu vermitteln, welches sie ben\u00f6tigte, Upasika Thongsuk dazu f\u00e4hig war. Chandra wollte sofort mit der Lehrerin mit Meditieren beginnen, wie der Rest von Khun Nai Liap\u00b4s Familie. Gleichzeitig wusste sie, dass sie in ihrer gegenw\u00e4rtigen Position als blosses Dienstm\u00e4dchen ein solches Vorrecht nicht als selbstverst\u00e4ndlich betrachten konnte. Deshalb hielt sie nach Wegen Ausschau, wie sie Upasika Thongsuk so dienen konnte, dass sie ihr als wertvolle Studentin auffallen w\u00fcrde. Nur dann w\u00fcrde ihr vermutlich erlaubt werden, mit dem Rest der Familie Meditation zu erlernen. Dies bedeutete, dass Chandra nun noch h\u00e4rter\u00a0zu arbeiten hatte als zuvor. Jetzt musste sie Zeit finden, sich f\u00fcr die Lehrerin als n\u00fctzlich zu erweisen. Sie machte das Bett der Lehrerin, entstaubte das Moskitonetz, wusch die Kleider der Lehrerin, b\u00fcgelte sie und legte sie so ordentlich zusammen, dass sie sicher sein konnte, damit ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Einige Wochen sp\u00e4ter, als Upasika Thongsuk \u00fcber ihre makellose W\u00e4sche nachdachte, fragte sie Chandra \u201eM\u00f6chtest Du vielleicht versuchen, Meditation zu lernen?\u201c Als Chandra diese Worte h\u00f6rte, f\u00fchlte sie sich so aufgeregt wie eine Katze, der man Rahm anbietet und antwortete Upasika Thongsuk, \u201eEs gibt nichts auf der Welt, was ich mir lieber w\u00fcnschen w\u00fcrde \u2013 doch ich kann nicht einfach die Treppe hinaufgehen und mit den anderen lernen, falls meine Chefin Einwand erhebt.\u201c Upasika Thongsuk erwirkte Khun Nai Liap\u00b4s Erlaubnis f\u00fcr Chandra, so dass sie mit dem Rest der Familie meditieren konnte.<\/p>\n<p>Der obere Raum, in dem sie zusammen mit Upasika Thongsuk meditierten, wurde ausgew\u00e4hlt, weil er sich zum Flachdach des Hauses hin \u00f6ffnete und am Abend k\u00fchl und frei von Moskitos war. Upasika Thongsuk\u2018s \u00fcbliche Art, Meditation zu erkl\u00e4ren war, sie anzuleiten, ihr Bewusstsein sanft im Zentrum des K\u00f6rpers zu fokussieren, sich eine Kristallkugel vorzustellen und w\u00e4hrenddessen leise f\u00fcr sich das Mantra \u201aSamma-Arahang\u2018 zu wiederholen. Trotz dieser simplen Anweisungen schien es ihr anfangs recht schwer, zu folgen. Immer wenn Chandra\u00a0ihre Augen schloss und alle Gedanken an die Welt gehen lassen wollte, fand sie ihr Bewusstsein pl\u00f6tzlich mit Gedanken an ihre Arbeit erf\u00fcllt vor.<\/p>\n<p>Sie pflegte verstohlen zu ihrer Chefin zu schauen, um sicher zu gehen, dass man nicht von ihr dachte, sie w\u00fcrde ihre h\u00e4uslichen Verantwortlichkeiten vernachl\u00e4ssigen. Manchmal waren es Gedanken an ihre Familie, die sie zur\u00fcck gelassen hatte, oder Bilder der offenen Felder von Nakorn Chaisri, die sie bel\u00e4stigten. \u201eGedanken sind das gr\u00f6sste Hindernis f\u00fcr die Meditation\u201c, erkl\u00e4rte Upasika Thongsuk verst\u00e4ndnisvoll.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck an der Arbeit, teilte Chandra sich nachfolgend ihre Zeit strikter ein. Sie versuchte jetzt, ihre Aufgaben jeden Tag schneller zu Ende zu f\u00fchren, so dass sie Zeit hatte, allein in Meditation zu sitzen. Sie musste die meiste Zeit im Geheimen sitzen, ausserhalb der Beobachtungszone ihrer Chefin, die sie sonst m\u00f6glicherweise als Dr\u00fcckebergerin angeklagt h\u00e4tte. Sie schob Meditation in ihre freien Zeitfenster zwischen die Haushaltspflichten. Trotzdem war es m\u00fchsam f\u00fcr ihren MIND, sich zu sammeln, wenn sie jedes Mal \u00fcber ihre Schulter schauen musste, sobald sie sich zum Meditieren hinsetzte. Ihr MIND konnte die Sorge, bei der Meditation erwischt zu werden, nicht auf die Seite stellen. Doch auch jetzt verminderte Chandra ihre Ausdauer\u00a0nicht und sie beschwerte sich niemals. Die Konzepte von Langeweile, Desillusionierung oder Verzweiflung erschienen ihr fremdartig. Ihr dringender Wunsch, den Vater zu finden, hielt sie beharrlich darin fest, sich selbst in Meditation zu trainieren.<\/p>\n<p>Sie strengte sich immer und in jeder Aufgabe an, die sie ihrem MIND stellte, mit einem freudigen L\u00e4cheln auf ihrem Gesicht, das dem Sieg voraus l\u00e4uft. Sie war jemand, die niemals Zeit verschwendete und hatte niemals so etwas wie Freizeit vom Tun guter Taten.<\/p>\n<p>Wenn sie ihre Augen f\u00fcr die Meditation schloss, tat sie dies in vollem Ernst, im Zentrum ihres K\u00f6rpers Konzentration kultivierend, entschlossen, die Kristallkugel in ihrem Inneren zu sehen. Tats\u00e4chlich meditierte sie zu angestrengt und dies f\u00fchrte schnell zu Kopfschmerzen und Schwindelgef\u00fchlen. Sie war entschieden, den zentralen Balance-Punkt ihres Bewusstseins zu finden. Dort, wusste sie, w\u00e4ren keine von aussen einfliessenden Gedanken in ihrem Bewusstsein. Sie vermied die Art von Anstrengung, die es unbequem macht zu atmen, doch ihr MIND erreichte immer noch nicht den Stillstand. Sie konnte nichts anderes als Dunkelheit in ihrer Meditation sehen und dies ging wochenlang so, ohne das kleinste F\u00fcnkchen eines inneren Lichts.<\/p>\n<p>Upasika Thongsuk lehrte sie, ihren MIND immer im Frieden zu halten mit Visualisierung und Mantra. Sie sagte:<\/p>\n<p>\u201eMach Dir nichts draus, wenn Du nicht \u00fcber Nacht erfolgreich bist. \u00dcbe niemals Zwang auf den MIND aus. Presse deine geschlossenen Augen nicht zusammen. Hab keine Angst, nichts zu sehen und wenn Du im Zentrum deines K\u00f6rpers etwas siehst, gerate nicht in Aufregung, sonst wird das neugefundene Bild wieder verschwinden.\u201c<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndnisvoll nickend versuchte Chandra erneut mit Hilfe von Meditation einen friedlichen MIND zu finden. Sie stellte ihre um Erfolg kreisenden Gedanken auf die Seite und schob den Wunsch, ihren Vater zu finden, vor\u00fcbergehend auf. Manchmal f\u00fchlte sie sich entmutigt. Es f\u00fchlte sich an, wie wenn sie einem Schatten hinterherlief. Manchmal dachte sie, sie w\u00e4re dazu bestimmt, niemals eine innere Erfahrung<sup>1\u00a0<\/sup>in Meditation zu machen.<\/p>\n<p>Chandra fragte in Verzweiflung, \u201eWenn da Dhamma \u2013 das Licht \u2013 ist, wieso kann ich selbst es nicht sehen?\u201c Upasika Thongsuk erlaubte Chandra Schritt f\u00fcr Schritt zu verstehen, dass Dhamma \u2013 das Licht \u2013 mit Sicherheit existiert, doch dass wir an uns selbst arbeiten m\u00fcssen,\u00a0um f\u00e4hig zu sein, es zu erkennen. Mit \u00dcbung wird dann eines Tages die Zeit kommen, wenn wir die n\u00f6tige Arbeit getan haben, um selbst unsere innere Vision zu erlangen.<\/p>\n<p>_______________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Innere Erfahrung ist das Ph\u00e4nomen, das in Meditation erfahren wird, und das unser Verst\u00e4ndnis von der Realit\u00e4t des Lebens und der Welt vertieft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Chandra setzte ihr Training in Meditation fort. Sie fokussierte darauf, ihren MIND im Zentrum ihres K\u00f6rpers zu einem Stillstand zu bringen, im Bauch, zwei Finger breit \u00fcber dem Nabel. Schlussendlich erhielt sie Best\u00e4tigung von Upasika Thongsuk, dass ihr Bewusstsein anfing, sich zu verfeinern und so begann sie zu verstehen, dass man Schritt f\u00fcr Schritt voranschreiten muss, ob der MIND schwankt oder nicht. Wenn der MIND ausreichend verfeinert ist, wird er den Stillstand aus eigenem Antrieb erreichen. Genauso wie wenn man versuchen wollte, eine Henne in einem H\u00fchnergatter zu fangen, so muss unser MIND in der Meditation unbeirrbar auf sein Ziel gerichtet sein. Wenn wir losst\u00fcrmen, um die Henne zu fangen, wird sie davon fliegen. Unsere Bem\u00fchungen werden vergebens sein. Wenn wir im Gegensatz dazu die Henne sanft rufen, wird sie sich mit uns anfreunden und leicht zu fangen sein. \u00c4hnlich dazu ist es unm\u00f6glich, das Bewusstsein mit Zwang zu kontrollieren. Indem wir langsam und sorgf\u00e4ltig das Mantra anwenden, unvoreingenommen davon, ob wir die Kristallkugel klar sehen k\u00f6nnen oder nicht, wird unser MIND am Ende in seinem Balancepunkt zum Stillstand kommen. Nur die Groben und Dummen benutzen gewohnheitsm\u00e4ssig Gewalt.<\/p>\n<p>Innere Erfahrung ist ein subtiles Ding und das Dhamma Studium braucht einen leichten und elastischen MIND. In der Meditation muss der MIND sanft im Zentrum des K\u00f6rpers gehalten werden \u2013 nichts mehr und nichts weniger \u2013 keine Vorurteils- oder Erwartungshaltung. Das Zentrum des K\u00f6rpers, sanfter Einsatz des MIND und kein Denken \u2013 es ist kein weiteres Wissen notwendig, um an Bord einer erfolgreichen Meditation zu gehen.<\/p>\n<p>Chandra \u00fcbte diesen Schritt der Praxis weiterhin, doch ein Hindernis blieb immer noch bestehen. Bilder von Zuhause und von der Familie tauchten in ihrem MIND auf und manchmal andere Bilder, die sie nicht sehen wollte. Upasika Thongsuk lehrte sie, ihren Vorstellungen kein Interesse zu zeigen:<\/p>\n<p>\u201eLass Deinem MIND seinen nat\u00fcrlichen Lauf der Verwandlung und halte Deine Konzentration im Zentrum Deines K\u00f6rpers. Erhalte die Konzentration dort mit Achtsamkeit aufrecht. Unterhalte keinen anderen Gedanken. Wie der ungebetene Besucher, der uns anruft, wird er, wenn wir ihm keine Beachtung schenken, bald aus eigenem Antrieb verschwinden.\u201c<\/p>\n<p>Mit Ausdauer und einer starken Entschlusskraft setzte sie subtilen Fleiss im Zentrum ihres K\u00f6rpers ein, ob die Kristallkugel sichtbar war oder nicht. Die MASTER NONNE beschloss, ihr ganzes Leben in Meditation\u00a0zu verbringen, wenn es das brauchen w\u00fcrde, um ihren Vater zu finden. Die Wochen des \u00dcbens wurden zu Monaten und Monate wurden zu Jahren. Das Streben nach Erfolg in der Meditation drang in ihre innerste Seele ein. Zuerst meditierte sie nur in ihrer freien Zeit, doch binnen kurzem meditierte sie auch w\u00e4hrend sie arbeitete. Tats\u00e4chlich, nach zwei Jahren war sie in der Lage, die Anzahl ihrer Gedanken in ihrem Bewusstsein zu reduzieren, was sie mit einem Gef\u00fchl von Leichtigkeit und freiem inneren Raum zur\u00fcckliess. Einmal nahm sie ein kleines stecknadelkopfgrosses Licht in ihrem Inneren wahr, ungef\u00e4hr so wie ein Stern am Himmel.<\/p>\n<p>In einer anderen Nacht, schlich Chandra zum Meditationsraum im oberen Stock hinauf. Sie war f\u00e4hig, ihren MIND zu einem Stillstand inmitten des Stillstandes zu bringen und ihr MIND war in der Lage, das Zentrum zu durchdringen und auf der zentralen Achse kontinuierlich tiefer zu gehen. Zuerst sah sie eine helle Kristallkugel fest etabliert im Zentrum ihres K\u00f6rpers. Sie blieb bei ihr, sogar nachdem sie ihre Meditation beendet hatte. Sie sah das Bild f\u00fcr zwei oder drei Tage ganz klar, ob sie die Augen offen oder geschlossen hatte. Das berichtete sie Upasika Thongsuk, die ihr wiederum erkl\u00e4rte, dass, wenn sie haargenau ins Zentrum der Kristallkugel hineinschaute, sie sich selbst sehen w\u00fcrde. Sie folgte der Anleitung und konnte sich selbst hell und klar sehen. Ihre Lehrerin erz\u00e4hlte ihr, sie k\u00f6nne durch\u00a0diese Form hindurch zum Engelsk\u00f6rper, in den Brahmak\u00f6rper und in den Formlosen Brahmak\u00f6rper<sup>2\u00a0<\/sup>gehen. Sie machte das und in dem Formlosen Brahmak\u00f6rper konnte sie den DHAMMAKAYA Gotrabhu<sup>3\u00a0<\/sup>wahrnehmen, was ihr erlaubte, DHAMMAKAYA zu erlangen, genau dort im oberen Stock im Meditationsraum und Hause ihrer Chefin. In diesem Stadium erschien ihr ein Gedanke:<\/p>\n<p>\u201eAuch wenn ich nur ein bisschen Dhamma sehe, habe ich niemals zuvor solches Gl\u00fccklichsein gekannt. Nicht f\u00fcr mein Gewicht in Gold w\u00fcrde ich dieses Dhamma hergeben, das ich heute erkannt habe. Da gibt es keinen anderen Zufluchtsort f\u00fcr mich, ausser dieses Dhammas, das ich erreicht habe.\u201c<\/p>\n<p>____________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>Wenn man sich selbst innen sieht, sind der Engelsk\u00f6rper, der Brahmak\u00f6rper und der formlose Brahmak\u00f6rper nachfolgende Stufen des Fortschreitens in der DHAMMAKAYA Technik.<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>Die ewige innere Existenz des menschlichen K\u00f6rpers, die in der Form des Buddhas existiert, jedoch mit einer kristallklaren Helligkeit, strahlender als hundert Billionen Sonnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als sie den DHAMMAKAYA K\u00f6rper erlangt hatte, ruhte Chandra nicht, sondern meditierte weiter, bis ihr MIND noch stabiler und heller wurde. Als sie DHAMMAKAYA Gotrabhu erlangte, erinnerte Chandra sich an ihren Vater. Sie berichtete Upassika Thongsuk von ihrem Fortschritt und gab dabei ihren Wunsch preis, ihrem Vater an seinem Aufenthaltsort im Jenseits zu helfen. Sie hatte keine Idee, wo sie nach ihm suchen sollte,\u00a0doch trotzdem sagte Upasika Thongsuk, dass Chandra\u00b4s Wunsch keine grosse Herausforderung sei. Indem sie DHAMMAKAYA erlangt hatte, war der schwierigste Teil bereits vollbracht.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;4 Feuermeere&#8221; el_id=&#8221;1507969342069-01940eba-a3be&#8221;]<strong>Appamatta satimanto<\/strong><\/p>\n<p><strong>Susila hoti bhikkavo<\/strong><\/p>\n<p><strong>Susamahita sankappa<\/strong><\/p>\n<p><strong>Saccitam anurakkhatha<\/strong><\/p>\n<p>Diejenigen, die die Gefahr im Kreislauf der Existenz sehen, sollten nicht unbesonnen sein, sondern Achtsamkeit besitzen, makellose Lebensregeln, die rechte Intention und die Kultivierung des Bewusstseins pflegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Mahaparinibbhana Sutta (D.ii.120)<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Upasika Thongsuk fuhr fort, Chandra zu unterrichten, wie sie das DHAMMAKAYA Wissen nutzbar machen konnte, um ihren verstorbenen Vater zu suchen, indem sie f\u00fcr diese Aufgabe die Meditation anwandte.<\/p>\n<p>\u201eHalte den MIND rein und kristallklar. Bring den DHAMMAKAYA K\u00f6rper in \u00dcberlagerung mit Deinem eigenen und fasse den festen Beschluss, Deinen Vater zu treffen.\u201c<\/p>\n<p>Sie meditierte eine lange Zeit bis sie wusste, dass ihre innere Erfahrung ausreichend verfeinert war, die Suche nach ihrem Vater zu starten. Gem\u00e4\u00df der Methodenlehre zur damaligen Zeit<sup>1<\/sup>, erlaubte Chandra ihrem Bewusstsein, sich vom physischen K\u00f6rper zu l\u00f6sen. Ihr MIND wurde zu Ein-und-demselben mit ihrem inneren Buddha Bild, das sie erlangt hatte. Das Anliegen, ihren Vater zu finden, besch\u00e4ftigte sie dabei nicht mehr. Ihr MIND war neutral und unvoreingenommen. Der innere DHAMMAKAYA brachte sie genau dahin, wo sie hin musste.<\/p>\n<p>___________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Die in sp\u00e4teren Jahren entwickelte Meditationstechnik unterbrach die Verbindung des Bewusstseins zum K\u00f6rper nicht mehr, sondern f\u00fchrte nach innen durch das Zentrum hindurch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie f\u00fchlte, wie sich ihr K\u00f6rper kr\u00e4uselte, als sie \u00fcber die Oberfl\u00e4che eines Meeres von Feuer schwebte. Dann schien das Feuer an Intensivit\u00e4t zu verlieren und reduzierte sich schlie\u00dflich zum Schwelbrand. Ihr\u00a0DHAMMAKAYA schien hell und die Umgebung<sup>2<\/sup>, in der sie sich befand, wurde allm\u00e4hlich sichtbarer. \u00dcberall um sie herum waren Lebewesen, ausgezehrte Gestalten. Einige waren Tiere, einige waren Menschen. Einige waren Menschen mit Tierk\u00f6pfen. Einige waren Tiere mit Menschenk\u00f6pfen, entsprechend der individuellen Folgen des schlechten Handelns, das jeder von ihnen in seinem vorhergehenden Leben im menschlichen Lebensraum ausgef\u00fchrt hatte. Ihnen allen wurden von den H\u00f6lleneinwohnern<sup>3\u00a0<\/sup>Qualen auferlegt. Die Folterinstrumente variierten von Person zu Person. Aufgrund von Chandra\u2019s Gegenwart unterbrachen die H\u00f6lleneinwohner ihre Arbeit. Chandra benutzte die F\u00e4higkeiten des Sehens und Wissens<sup>4\u00a0<\/sup>ihres DHAMMAKAYA, bis sie endlich ihren Vater fand, ausgemergelter als sie ihn in Erinnerung hatte und v\u00f6llig entkr\u00e4ftet. Er war hier wieder und wieder gestorben, seit er den menschlichen Lebensraum verlassen hatte \u2013 von Flammen verschlungen infolge von geschmolzenem Kupfer, das durch seinen Hals gegossen wurde und dabei augenblicklich alles Fleisch seines K\u00f6rpers verbrannte, was beinahe\u00a0den sofortigen Tod verursachte. Nachdem er auf diese Art gestorben war, wurde er nahezu umgehend im selben Dilemma wiedergeboren und derselbe Ablauf wiederholte sich wieder und wieder, bis das Quantum an R\u00fcckwirkung abgelaufen war. Er zerfloss in Selbstmitleid. Er war nackt und sein Gesicht war zerm\u00fcrbt, er wirkte wie ein vom Leid gebrochener Mann. Als er den DHAMMAKAYA sah, hatte er nicht einmal die Kraft, seine H\u00e4nde in der Geste des Gebetes zu erheben. Als er seine Tochter erblickte, gestand er ihr: \u201eIch leide in dieser H\u00f6lle, weil ich zu Lebzeiten gewohnheitsm\u00e4\u00dfig Alkohol trank. Ich trank heftig \u2013 zehn satang pro Tag \u2013 eine Flasche f\u00fcr jeden Tag meines Lebens. Nicht nur das, gew\u00f6hnlich brachte ich auch Tiere um. Ich t\u00f6tete viele Fr\u00f6sche, Schalentiere, Krabben und Fische. Und manchmal t\u00f6tete ich H\u00fchner f\u00fcr Mahlzeiten.\u201c<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>Die 5. Ebene der H\u00f6lle, Maharoruva, wo die schwerwiegendsten R\u00fcckwirkungen f\u00fcr die Leidenden stattfinden, die das Trinken von Alkohol w\u00e4hrend ihrer Lebenszeit als Mensch betreffen.<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>H\u00f6lleneinwohner entstehen spontan in der H\u00f6lle als Resultat ihres vorherbestehenden Karmas, das R\u00fcckwirkung hervorruft, bis das Karma des Leidtragenden erloschen ist.<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>Im buddhistischen Wissen technisch bekannt als \u201ananadassana\u2018.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erst jetzt verstand er, dass diese schlechten Taten zu schwerwiegend waren, als dass seine guten Taten diese h\u00e4tten aufwiegen k\u00f6nnen, und dass sie diejenige Art von schlechten Handlungen waren, die Menschen auch \u00fcber den Tod hinaus anhaften. \u201eJetzt leide ich, um den Preis f\u00fcr mein Fehlverhalten zur\u00fcckzuerstatten. In dem Moment als ich starb, blitzten all die \u00fcblen Taten vor mir auf, die ich w\u00e4hrend meines Lebens begangen hatte.\u201c Er war mit einem getr\u00fcbten Bewusstsein gestorben, von Schuldgef\u00fchlen \u00fcberw\u00e4ltigt. Mit Tr\u00e4nen, die \u00fcber sein geschwollenes Gesicht str\u00f6mten, bat er seine Tochter um Hilfe.<\/p>\n<p>Chandra empfand Trauer f\u00fcr ihn und wollte nicht, dass er weiterhin den H\u00f6llenqualen ausgesetzt w\u00e4re. Sie hatte gro\u00dfes Mitgef\u00fchl f\u00fcr ihren Vater, jedoch keine Idee, wie sie ihm helfen k\u00f6nnte. Sie f\u00fchlte sich wie eine Nichtschwimmerin, die zusah, wie jemand ertrank. Sie war unsicher, was sie tun sollte. Upasika Thongsuk f\u00fchlte ihr Z\u00f6gern.<\/p>\n<p>\u201eMein Vater ist in der H\u00f6lle gefangen weil er alkohols\u00fcchtig war, und ich kann nichts tun, um ihm zu helfen!\u201c<\/p>\n<p>\u201eBeginne damit, Deinen Vater aufzufordern, die F\u00fcnf Lebensprinzipien<sup>5\u00a0<\/sup>vom DHAMMAKAYA zu erbitten, riet Upasika Thongsuk. Der DHAMMAKAYA sprach mit seiner klangvollen Stimme zum Vater, er solle den Prinzipien folgen. Als dieser die Lebensprinzipien angenommen hatte, leitete Upasika Thongsuk Chandra an, ihre Reine Energie (Boonya) ihrem Vater zu widmen und den Wunsch zu machen, dass diese ihren Vater erreichen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Chandra fasste ihren Beschluss: \u201eM\u00f6ge die Gnade der Reinen Energie (Boonya) aus dem Einsatz, mein Leben bis zum Erreichen des DHAMMAKAYA der Meditation zu verschreiben, dem Dienst gewidmet sein, meinen Vater von seinen Qualen zu befreien.\u201c<\/p>\n<p>______________________<\/p>\n<p><sup>5 <\/sup>Die 5 Lebensprinzipien beschreiben die physische und verbale Lebensf\u00fchrung, die die menschliche Ethik untermauern: Verzichten auf T\u00f6ten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten, L\u00fcgen und Alkohol &amp; Drogen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der DHAMMAKAYA wies Chandra\u2018 s Vater daraufhin an, sich all seine eigene Reine Energie (Boonya) in Erinnerung zu rufen, die er infolge seiner guten Taten zu Lebzeiten angesammelt hatte. Der Vater rief die Bilder seiner guten Taten in sich wach. Diese Reine Energie (Boonya) zusammen mit der Gnade des DHAMMAKAYA, machte seinen K\u00f6rper leicht und lie\u00df ihn aufsteigen. Denn es war so, dass er recht viel Gutes in seinem Leben getan hatte. Sein K\u00f6rper begann sich in seinem Erscheinungsbild zu verwandeln von ausgezehrt zu strahlend. Er wurde in engelhafte Kleidung geh\u00fcllt. Er begann aufzusteigen, weg von den H\u00f6llenbereichen, h\u00f6her und h\u00f6her, dem DHAMMAKAYA von Chandra folgend. Er stieg weiter hinauf, trat in den Himmelsbereich ein, bis er Tavatimsa erreichte \u2013 den \u201eHimmel der Dreiunddrei\u00dfig.\u201c<sup>6\u00a0<\/sup>Er hatte sein eigenes himmlisches Haus dort, doch seines war weder so hell noch so sch\u00f6n wie das der anderen Bewohner. Der DHAMMAKAYA teilte ihm mit, dass sein himmlisches Haus deshalb nicht so hell war, weil er zu Lebzeiten neben den edlen Taten eine Menge schlechter Taten begangen hatte. Er war ein schwerer Trinker gewesen und seine Reine Energie (Boonya), erworben aufgrund der Unterst\u00fctzung seiner Familie, war verunreinigt worden durch das T\u00f6ten von Tieren, um die hungrigen Kinderm\u00fcnder zu f\u00fcttern.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>6 <\/sup>Der zweitunterste von sechs im Buddhismus beschriebenen Himmel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der DHAMMAKAYA lehrte ihn zu meditieren und das Mantra \u201eSamma Arahang\u201c anzuwenden. Sein K\u00f6rper begann heller auszusehen als in der H\u00f6lle und er entwickelte sich zu einer Form, die dem Tavatimsa Himmel entsprach. Auch hatte er eine Gefolgschaft von anderen Engeln in annehmbarer Gr\u00f6\u00dfe. Als sie das sah, verschwand Chandra\u2019s Sorge vollends, die sie aufgrund ihres unerf\u00fcllten Wunsches, ihren Vater zu finden, gehabt hatte.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bat sie ihren Vater um Vergebung f\u00fcr ihr Fehlverhalten ihm gegen\u00fcber w\u00e4hrend ihrer Kindheit und brachte damit ihre langj\u00e4hrige Suche zur Vollendung. Ihr Vater erhob seine H\u00e4nde in die Geste des Respektes und garantierte ihr seine Vergebung. Er erkl\u00e4rte, dass er sie in der Situation damals nur deshalb verflucht hatte, weil er w\u00fctend war und in Wirklichkeit keine Absicht gehabt hatte, seiner Tochter Taubheit zu w\u00fcnschen \u2013 doch falls es sie immer noch st\u00f6re, so w\u00fcrde er selbstverst\u00e4ndlich seine Vergebung garantieren. Als sie auseinandergingen, erinnerte Chandra ihren Vater, dass er seine Meditationspraxis aufrechterhalten m\u00fcsse, ansonsten w\u00fcrde er in die H\u00f6llenbereiche zur\u00fcckfallen, aus denen er gekommen war.<\/p>\n<p>Nachdem sie ihr Streben vollendet hatte, fand Chandra, dass sie nun die Dinge klar sehen konnte \u2013 der Realit\u00e4t gem\u00e4\u00df. Wenn wir geboren werden, k\u00f6nnen wir dem Alterungsprozess, der Krankheit\u00a0und schlussendlich dem Tod nicht entrinnen. Durch unsere physische Existenz allein k\u00f6nnen wir nichts gewinnen, denn am Ende wird alles wieder zu Staub. Unser materieller Reichtum ist wie geliehener Besitz. Wir k\u00f6nnen ihn nicht mitnehmen, wenn wir die Erde verlassen. Durch das Auge des DHAMMAKAYA konnte sie sehen, dass wir nichts mitnehmen k\u00f6nnen, wenn wir sterben, au\u00dfer der Reinen Energie (Boonya) und derjenigen unserer schlechten Taten, die wir w\u00e4hrend unseres Lebens durch unsere Handlungen angesammelt haben \u2013 dass wir als Menschen geboren wurden, der h\u00f6chsten Chance jeglicher Existenz, mit dem Lebensziel, das Leiden zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Der direkte Weg, dem Leiden zu entkommen ist, ein sexuell enthaltsames Leben zu f\u00fchren (brahmacariya) und das gr\u00f6\u00dfte Quantum an Reiner Energie (Boonya) entsteht aus der Ordination und dem Einhalten der reinsten Lebensregeln (Precepts). Die meisten Menschen denken, dass es nur f\u00fcr alte Menschen passend ist, spirituell zu werden, doch im Alter von neunundzwanzig Jahren war Chandra soweit, ihr Laienleben aufzugeben. Sie wollte weiter kommen mit ihrer Meditation und leitete die Meditationsforschung in der Tradition des GREAT MASTER TEACHERs vom Wat Paknam Tempel. Sie arbeitete sogar noch h\u00e4rter f\u00fcr ihre Chefin, um Extraleistungen zu erbringen, damit es ihrer Chefin schwerer fallen w\u00fcrde, ihre Bitte abzulehnen, wenn sie um die M\u00f6glichkeit bat, f\u00fcr ein Monats-Retreat in den Tempel nach Wat Paknam zu gehen.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;5 Neuling im Tempel&#8221; el_id=&#8221;1507970567276-8fc82bde-ab38&#8243;]<strong>Selo yatha ekaghano\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 vatena na samirati<\/strong><\/p>\n<p><strong>Evam nindapasamsasu\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 na saminjanti pandita<\/strong><\/p>\n<p>Genau wie ein Berg aus solidem Fels vom Wind unbewegt bleibt, so bleibt der Weise bewegungslos, wenn er Geschw\u00e4tz oder Schmeicheleien h\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Dh. 23<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war um 1938, als sie schlie\u00dflich mit Upasika Thongsuk vereinbarte, einen Monat mit Meditation im Wat Paknam Tempel zu verbringen. Von Khun Nai Liap wurde ihr bereitwillig ein Monat Freistellung gew\u00e4hrt. Ihre Chefin betonte: \u201eAber nach einem Monat wirst Du zur\u00fcckkommen, nicht wahr?\u201c, worauf sich Chandra in Schweigen h\u00fcllte. Khun Nai Liap kam f\u00fcr sich zu dem Schluss, dass Chandra ganz sicher nach einem Monat an ihre Arbeit zur\u00fcck kehren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In der Nacht, als Chandra schlief, tr\u00e4umte sie, dass sie am Ufer eines breiten Flusses stand. Eine F\u00e4hre nahm sie mit hin\u00fcber zur anderen Seite, wo sie einen gro\u00dfen Bodhi Baum sah, der mit \u00fcppigen gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern bedeckt war und ihr erfrischenden Schatten bot vor der Hitze des Tages. Als sie an Land gekommen war, setzte sie sich unter den Bodhi Baum mit dem Gef\u00fchl gr\u00f6\u00dfter Gl\u00fcckseligkeit \u2026 und genau mit diesem Gef\u00fchl erwachte sie.<\/p>\n<p>An diesem Nachmittag, und es war das erste Mal in ihrem Leben, brachte Upasika Thongsuk sie zum Wat Paknam Bhasicharoen Tempel, um den Gro\u00dfen Master Abt zu treffen. Er war ein M\u00f6nch in den fr\u00fchen F\u00fcnfzigern, gekleidet im safranfarbenen Gewand. Seine Stirn zeigte Zielgerichtetheit, Intelligenz und ungew\u00f6hnliche Charakterst\u00e4rke. Sein Blick war durchdringend und doch mitf\u00fchlend \u2013 seine Gegenwart resolut.<\/p>\n<p>Es war ein typischer Donnerstagnachmittag im Tempel. Der GREAT MASTER TEACHER war etwa in der Mitte seiner Rede \u00fcber die Dhammapraxis, die er in einem Pavillon gleich neben der K\u00fcche hielt. Als Upasika Thongsuk ihm Chandra vorstellte, hob er seinen Kopf und schaute sie pr\u00fcfend an. Nach einer kurzen Stille fragte er die rhetorische Frage: \u201eWas hat Dich so lange aufgehalten?\u201c Chandra verstand nicht wirklich, was der Abt meinte. Sie war erst neunundzwanzig Jahre und jung im Vergleich zu den meisten Personen der Tempelgemeinschaft. Sie h\u00e4tte tiefer schauen m\u00fcssen, um die Bedeutsamkeit seiner Worte zu erfassen \u2013 denn es war bereits eine lange Zeit vergangen, in der dieser auf die Person gewartet hatte, die die F\u00fchrung seines Teams im Bereich der Meditationsforschung \u00fcbernehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ohne dass sie sich der \u00fcblichen Meisterpr\u00fcfung in der Praxis der Weisheitslehre (Dhamma) unterziehen musste, sandte der GREAT MASTER TEACHER sie geradewegs in den Meditations-Workshop. Er erlaubte ihr, sich der Gruppe von Meditierenden im Tempel anzuschlie\u00dfen, die sich durch h\u00f6chste Erfahrung in der Meditationsforschung auszeichneten. Als sie den Meditations-Workshop zum ersten Mal besuchte, war es, wie wenn sie ein fremdes Land betreten w\u00fcrde, denn die Menschen dort sprachen ausschlie\u00dflich von Dingen, die sie nicht verstehen konnte. Sie benutzten technische Begriffe und so konnte sie sich nicht zusammenreimen, wovon sie sprachen.<\/p>\n<p>Auch wenn sie nicht ganz verstand, weshalb der Abt sie so speziell behandelt hatte, war sie nicht selbstzufrieden. Sie trainierte sich sehr ernsthaft im Meditieren, damit sie f\u00e4hig wurde, wie die Senioren Meditationsforschung zu betreiben und in der Lage war, dem GREAT MASTER TEACHER in vollem Umfang dienlich zu sein. Die Feinheit ihrer Meditation nahm fortschreitend zu \u2013 mehr als sie in der Vergangenheit je erreicht hatte. In ihrem Inneren war ihr MIND heller als ein ganzer Himmel voller Mittagssonnen, die sich zu einer einzigen Sonne verdichtet hatten.<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit begann der GREAT MASTER TEACHER sie mit unergr\u00fcndlichen Fragen herauszufordern, die mit begrifflichem Denken nicht gel\u00f6st werden konnten. Die erste Frage, die sie von ihm bekam, betraf das Erfassen der Sprache von Tieren. Eines Tages, als der GREAT MASTER TEACHER gerade vom Speisesaal der M\u00f6nche zur\u00fcckkam, bemerkte er zwei Tauben und forderte Chandra auf herauszufinden, wor\u00fcber die beiden sich soeben unterhalten hatten. Er sagte, dass die beiden Tauben sich auf das Tempeldach gesetzt hatten. Eine Taube hatte ihren Kopf von der anderen weggedreht und dann waren beide miteinander in dieselbe Richtung davongeflogen.<\/p>\n<p>Ohne noch irgendetwas mehr zu wissen als dies, ging Chandra weg, um in ihrem DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts forschend zu\u00a0meditieren. Sie brachte ihren MIND im Zentrum tiefer und tiefer zum Stillstand, solange, bis er vollkommen still stand und sie in der Lage war, die Tauben zu verstehen und kehrte dann mit der Antwort zum GREAT MASTER TEACHER zur\u00fcck. Das Taubenpaar waren Ehemann und \u2013frau gewesen \u2013 und das M\u00e4nnchen hatte das Weibchen nach der Route zu ihrem Ziel gefragt, damit sie sich auf dem Weg nicht verirren w\u00fcrden. Das Weibchen hatte seinen Kopf abgedreht, um sich die Route ins Bewusstsein zu rufen, bevor die beiden sich gemeinsam in die vereinbarte Richtung aufmachten. Der GREAT MASTER TEACHER sagte nur: \u201eErr! So muss es sein\u201c als R\u00fcckmeldung auf Chandra\u2019s Antwort.<\/p>\n<p>Von da an begann er, Chandra nach und nach immer anspruchsvollere Fragen zu stellen. Am n\u00e4chsten Morgen fragte er: \u201e(Tochter) Chandra! Diesen Morgen war ich auf dem R\u00fcckweg vom Speisesaal und ich sah eine gel\u00e4hmte Person. Meditiere, um mir zu sagen, ob ihr Astralk\u00f6rper<sup>1\u00a0<\/sup>ebenfalls gel\u00e4hmt war!\u201c Wiederum war Chandra in der Lage, die Antwort auf diese Frage zu finden. Er hatte nie ein Lobeswort f\u00fcr das, was sie richtig gemacht hatte. Er sagte einfach nur \u201eErr! So muss es sein\u201c, wenn die Antwort korrekt war und er sagte nichts, wenn die Antwort falsch war.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Der n\u00e4chste innere K\u00f6rper im physischen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Fragen wurden noch schwieriger. Obwohl Chandra keine Bildung erhalten hatte und wenig Allgemeinwissen von der Welt besa\u00df, schaffte sie es trotzdem, die richtigen Antworten auf die gestellten Fragen zu beschaffen, weil ihre F\u00e4higkeit im \u201aSehen und Wissen\u2018 au\u00dferordentlich pr\u00e4zise war. Die anderen waren nie so pr\u00e4zise wie sie, da sie nicht dieselbe Hingabe an die Meditationspraxis mit ihr teilten. Meditationsforschung war ihr einziges Ziel und das einzige, woran sie in ihrem Leben dachte. Alles was sie wollte, war, in der Lage zu sein, mit dem GREAT MASTER TEACHER in seiner Forschung mithalten zu k\u00f6nnen. Chandra musste sich einem ausgedehnten Training unterziehen, bevor sie Meisterschaft in ihrer Meditation erreichen konnte. Dies umfasste insbesondere, sich angesichts von Klatsch und Diskriminierung in Geduld zu \u00fcben.<\/p>\n<p>In der ersten Zeit als Chandra in der Tempelgemeinschaft lebte, wurde sie sehr schlecht behandelt. Als Neuling war sie in der Hackordnung an unterster Stelle. Sie wurde auch deshalb schlecht behandelt, weil sie nicht lesen und schreiben konnte und wohl auch, weil sie das Privileg vom GREAT MASTER TEACHER geboten bekam, so schnell am Forschungs-Workshop teilzunehmen. Hinzukam, dass sie von einer Familie aus dem Landesinneren stammte und die Leute tendierten aufgrund dieses Umstandes dazu, sie zu ignorieren.<\/p>\n<p>Es lag an ihr, ob sie sich an ihre Umgebung anpasste, anstatt umgekehrt und das betraf insbesondere ihre Gef\u00e4hrten im Tempel und die gesamte Einrichtung. Es war schon schwierig genug, ihre Studien im Meditations-Workshop voran zu bringen, ohne dazu noch Probleme in ihrem pers\u00f6nlichen Leben in Ordnung zu bringen. Doch egal wie schlecht sie auch von ihren Gef\u00e4hrten im Tempel behandelt wurde, sie stieg nicht darauf ein, denn sie war nur an einer Sache interessiert: gen\u00fcgend gut zu meditieren, um Mara<sup>2\u00a0<\/sup>zu besiegen.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>Die Personifizierungen der destruktiven M\u00e4chte in der Welt, die irref\u00fchrend Unwissenheit in Zufriedenheit mit dem Leben verdrehen und Menschen im Lebenskreislauf festhalten. Ihnen zu entkommen oder sie zu besiegen ist nur m\u00f6glich mittels Praktizieren von Meditation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch waren die Grundannehmlichkeiten, die ihr vom Tempel zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, die bauf\u00e4lligsten \u00fcberhaupt und sie wurden ihr nur gegeben, weil sie von anderen zur\u00fcckgelassen worden waren, ob es ihr Bett war, ihr Stuhl oder ihr Moskitonetz. Zu dieser Zeit hatte sie niemanden, an den sie sich wenden konnte und besa\u00df keinerlei Einfluss, und doch lie\u00df sie sich nicht von solch weltlichen Trivialit\u00e4ten herunterziehen.<\/p>\n<p>Normalerweise ist die Idee des Moskitonetzes der Schutz vor M\u00fcckenstichen. Doch das Netz, das man ihr gab, hatte so gro\u00dfe L\u00f6cher, dass es keinen Schutz bot. Trotzdem empfing sie es mit Dankbarkeit,\u00a0an nichts anderes denkend als es zu nutzen, um Insektenstiche abzuwehren. Sie wusch es sauber und reparierte die L\u00f6cher selbst. Die Beine des ihr zugewiesenen Bettes waren gebrochen. Die Matratze stank und war von Ungeziefer befallen. In ihrem MIND tauchte kein Gedanke von Feindlichkeit auf, sondern sie fand das Bett allein dazu n\u00f6tig, ihr gen\u00fcgend Ruhe zu bieten, damit sie ihre Kr\u00e4fte in die Meditations\u00fcbungen stecken konnte. Es hatte keine Wichtigkeit an sich.<\/p>\n<p>Sie war kein Schreiner, doch sie reparierte das Bett so gut sie konnte, bis es schlussendlich brauchbar war. Sie polierte es so sauber, dass es so gut wie neu aussah. Nachts wenn sie auf der Matratze schlief, kamen die K\u00e4fer einer nach dem anderen hervor und bissen sie, so dass sie jedes Mal brutal aus dem Schlaf hochschreckte. Kaum einmal konnte sie eine Nachtlang durchschlafen.<\/p>\n<p>Die meisten Menschen, die nur mit Unterbrechungen schlafen konnten, wie es ihr verordnet zu sein schien, w\u00e4ren am n\u00e4chsten Morgen gereizt und w\u00fcrden jemand anderen anschnauzen, der etwas Taktloses sagt \u2013 doch Chandra war nicht so.<\/p>\n<p>Sie beschaffte sich ein kleines Gef\u00e4\u00df und platzierte es am Kopfende ihres Bettes. Zuunterst legte sie einen wei\u00dfen Stofflappen hinein und deckte diesen mit Abfallpapier zu. Jedes Mal, wenn ein Insekt sie biss,\u00a0nahm sie es ruhig auf, legte es in das Gef\u00e4\u00df und deckte es mit einem frischen St\u00fcck Papier zu. Am n\u00e4chsten Morgen lie\u00df sie die Insekten irgendwo frei. Sie \u00fcbersiedelte sie eins nach dem anderen, bis am Schluss kein Ungeziefer mehr in ihrer Matratze nistete. Sie blieb mit einem sauberen und hygienischen Bett zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Zu den Mahlzeiten gesellten sich die langj\u00e4hrigen Bewohner des Tempels niemals an ihren Tisch, weil Chandra so d\u00fcnn und abgemagert aussah. Sie waren argw\u00f6hnisch wegen ihrem langen, ausgefransten Haar und ihren eingesunkenen Augen. Sie war so d\u00fcnn, dass ihre Sehnen am ganzen K\u00f6rper hervortraten. Sie schlossen daraus, dass sie an Tuberkulose<sup>3\u00a0<\/sup>erkrankt sei. Da sie nicht angesteckt werden wollten, hielten sie Distanz zu ihr. Sogar diejenigen, die in der Kantine das Essen servierten, klatschten es schroff in ihren abgeschlagenen Emaille-Teller, als wenn sie abgeneigt w\u00e4ren, ihr \u00fcberhaupt Essen zu geben. Die meisten Menschen w\u00e4ren infolge einer solchen Behandlung \u00e4rgerlich \u2013 sie w\u00fcrden Feindseligkeit empfinden, am liebsten nach Hause gehen wollen oder sich beim Abt beschweren \u2013 doch Chandra war in der Lage, sich selbst ein guter Lehrer zu sein in Respekt. Sie erinnerte sich daran, dass der Grund ihres Hierseins das \u00dcben der Meditation war und\u00a0nicht, dass sie verw\u00f6hnt werden wollte. Der einzige Grund, weshalb sie ihr Zuhause verlassen hatte, war das \u201aDHAMMAKAYA-Wissen\u2018 zu studieren. Sie betrachtete jede Mahlzeit als Geschenk des GREAT MASTER TEACHERs, das von seinen Nachfolgern zusammengetragen worden war, die sich die Energie w\u00fcnschten, die dank der Unterst\u00fctzung seines Kraftfeldes<sup>4\u00a0<\/sup>in ihr eigenes Leben zur\u00fcckfloss. Es war egal wie ein solches Essen serviert wurde \u2013 an solch hervorragendem Essen konnte nichts Falsches sein, egal wie es ausgeteilt wurde.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>Tuberkulose war damals schwer zu heilen und verlief immer noch t\u00f6dlich.<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>Aus buddhistischer Perspektive generieren diejenigen Personen eine enorme Menge an Reiner Energie, die praktizierenden M\u00f6nchen mit reinem Lebenswandel Schenkungen machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sah alles in einem positiven Licht. Wenn sie vom K\u00fcchenpersonal schroff behandelt wurde, schloss sie daraus, dass sie m\u00fcde sein mussten von ihren Aufgaben, vom t\u00e4glichen Stehen vor dem hei\u00dfen Ofen und vom allmorgendlichen Fr\u00fchaufstehen vor allen anderen, um auf den Markt zu gehen. Und betreffend derer, die f\u00e4lschlicherweise glaubten, dass sie tuberkulose-infiziert sei, dachte sie, es sei vielleicht ein Gl\u00fcck f\u00fcr sie selbst, weil sie so mehr Zeit f\u00fcr sich haben und so viel oder so wenig essen konnte, wie es ihr gefiel, ohne dies am selben Tisch mit anderen er\u00f6rtern zu m\u00fcssen. Anstatt mit anderen reden zu m\u00fcssen, konnte sie ihre innere Erfahrung reflektieren, die sie im Zentrum ihres K\u00f6rpers machte, w\u00e4hrend sie ass.<\/p>\n<p>Der GREAT MASTER TEACHER trieb sie ununterbrochen zum Fortschreiten in ihrer Meditationspraxis an. Er fragte sie: \u201eAuf dem Weg zum Speisesaal, h\u00e4ltst Du Deinen MIND immer im Zentrum Deines K\u00f6rpers fokussiert?\u201c Dies bedeutete f\u00fcr Chandra, w\u00e4hrend ihrer wachen Zeit pausenlos ihren MIND im Zentrum des K\u00f6rpers zu halten, f\u00fcr den Fall, dass der Abt sie fragen w\u00fcrde. Auf diese Weise intensivierte sie ihre Vertiefung in der Meditation, bis ihr eines der speziellen \u201aMeditationsbetten\u2018<sup>5\u00a0<\/sup>im Meditations-Workshop zugeteilt wurde. Die sogenannten \u201aMeditationsbetten\u2018 waren eher wie eine pers\u00f6nliche Plattform, gerade gro\u00df genug, um mit \u00fcberkreuzten Beinen darauf zu sitzen. Sie galten als Zeichen der Ehre, nur denjenigen zugeteilt, deren erreichte Meditationstiefe dies verdiente. Wenn die Meditierenden sie nachts f\u00fcr ihre Forschung benutzten, waren sie aufgrund ihrer minimalen Gr\u00f6\u00dfe gezwungen, total aufrecht zu sitzen, denn wenn man sich auch nur ganz leicht seitw\u00e4rts lehnte, ber\u00fchrte man das Moskitonetz und wurde sofort gestochen. Chandra hatte ihre aufrechte Sitzposition in ihren Jahren der n\u00e4chtlichen Forschungsarbeit erworben und diese F\u00e4higkeit blieb ihr bis ins hohe Alter erhalten.<\/p>\n<p>___________________________<\/p>\n<p><sup>5 <\/sup>Die sogenannten \u201aKard Roo\u2019 Betten wurden nur den Meditierenden zugeteilt, deren Bewusstsein komplett in der inneren Erfahrung eingetaucht war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um sich f\u00fcr derartige Arbeit zu qualifizieren, hatten die Meditierenden ihr Bewusstsein so stabil zum Stillstand zu bringen, dass ihr Bewusstsein sich vom physischen K\u00f6rper befreien und sich stattdessen mit dem inneren K\u00f6rper der Erleuchtung vereinen konnte, um so \u00e4u\u00dferes Wissen gehen zu lassen, und in innerstes Wissen einzutauchen, solange die Forschungssitzung dauerte. Folglich mussten diejenigen, die zu solcher Forschungsarbeit in der Lage waren, einen MIND von h\u00f6chster Reinheit und Kraft besitzen. Sie mussten eine F\u00e4higkeit von Sehen und Wissen haben, die \u00fcberdimensional pr\u00e4zise war und ihnen erlaubte, die Natur des Lebens und der Welt in ihrer Tiefe zu verstehen.<\/p>\n<p>Chandra hatte nie den Wunsch gehabt, sich niederzulassen und wie ihre Zeitgenossen eine Familie zu gr\u00fcnden. Auch wenn sie kein M\u00f6nch werden konnte, wollte sie doch die f\u00fcr sie h\u00f6chst m\u00f6gliche Hingabe an das Buddha-Wissen leben und eine Nonne werden, die das Gel\u00f6bnis der Ehelosigkeit gab. Als Chandra\u2019s Beurlaubungszeit zu Ende ging, h\u00e4tte sie zu ihren hauswirtschaftlichen Verantwortlichkeiten zur\u00fcckkehren m\u00fcssen \u2013 wenn alles beim Alten geblieben w\u00e4re \u2013 doch sie entschied, nie mehr zur\u00fcckzukehren. Sie enth\u00fcllte ihre Absicht Upasika Thongsuk und sagte: \u201eWei\u00dft Du was? Ich gehe nicht zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Upasika Thongsuk sagte: \u201eIch dachte dasselbe. Lass uns stattdessen als Nonne ordinieren.\u201c \u201eUnd wie k\u00f6nnen wir uns das leisten?\u201c \u201eWas ist mit \u201eMieten\u201c<sup>6\u00a0<\/sup>der Gew\u00e4nder, die wir f\u00fcr die Ordination brauchen?\u201c<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>6 <\/sup>Das Hindernis, den Wunsch zu haben, sich ordinieren zu lassen, jedoch nicht in der Lage zu sein, sich die simplen Gew\u00e4nder daf\u00fcr zu leisten, war ein Symptom der harten Lebensumst\u00e4nde, denen die Menschen zur damaligen Zeit gew\u00f6hnlich ausgesetzt waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sogar das Fehlen der notwendigen Bedarfsartikel konnte ihrem entschiedenen Wunsch nicht im Wege stehen. Sie rasierten sich gegenseitig das Kopfhaar und ordinierten noch am selben Abend. Ihre Entscheidung zu ordinieren brachte ihnen eine positive R\u00fcckmeldung des GREAT MASTER TEACHERs ein, weil auch er nicht wollte, dass sie am Ende ihres Monats wieder heimgehen w\u00fcrden. Er war nun sicher, dass seine \u201afreiwilligen K\u00e4mpfer\u2018 jetzt zur \u201aStammesrunde\u2018 geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen kam Khun Nai Liap im Tempel vorbei, um Chandra nach Hause zu holen und geriet au\u00dfer Fassung \u00fcber Chandra\u2019s Verwandlung \u2013 keine langen Haare mehr, ein reines wei\u00dfes Gewand und eine Ausstrahlung, leuchtender denn je. Khun Nai Liap erriet, dass Chandra dies von Anfang an beabsichtigt hatte, doch sie hatte Angst etwas zu sagen, mit R\u00fccksicht auf den GREAT MASTER TEACHER.<\/p>\n<p>Sie starrte Chandra nur an, ohne ein Wort zu sagen. Sp\u00e4ter, als der GREAT MASTER TEACHER den Pavillon verlassen hatte, kam sie zu Schwester Chandra<sup>7\u00a0<\/sup>zur\u00fcck und fragte in echtem Unglauben: \u201eWie ist das nun, Du sagtest doch, Du w\u00fcrdest zur\u00fcckkommen. Wieso bist Du gegangen und hast Dich ordinieren lassen?\u201c Chandra antwortete nicht, sondern bewahrte edle Stille. Sie war sowieso eine Person, die nicht viel Worte machte. Tats\u00e4chlich hatte Khun Nai Liap sich sehr fest an sie angeschlossen.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>7 <\/sup>Von hier an wird Chandra, Mae Chee Chandra usw. als \u201aMASTER NONNE\u2018 bezeichnet, oder als \u201aMASTER NONNE Chandra\u2018 wo es n\u00f6tig war, um sie von anderen Nonnen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit sie nun die ethischen Regeln einer Nonne einhielt, war es f\u00fcr Chandra viel einfacher, die hohe Ebene des Dhamma-Wissens zu studieren, das der GREAT MASTER TEACHER unterrichtete. Er f\u00fchrte sie durch Untergrundforschung der F\u00fcnf Aggregate (khandha), der Zw\u00f6lf Sph\u00e4ren des Wissens (ayatana), der Achtzehn Elemente (dhatu), der Zweiundzwanzig F\u00e4higkeiten (indriya), der Vier Edlen Wahrheiten (ariyasacca) und der Zw\u00f6lf Verbindungen der Bedingten Entstehung (paticcasamuppada).<\/p>\n<p>Ohne ein einziges Buch im Regal, entsprang das gesamte Wissen der MASTER NONNE aus dem selbst\u00e4ndigen Erkennen der Dinge. Je mehr sie praktizierte, desto ausgedehnter wurde ihr Wissen. Je mehr sie forschte, desto mehr sah sie. Sie entdeckte viele Aspekte des Wissens jenseits des \u00dcbernat\u00fcrlichen. Einige der Dinge, die sie lernte, k\u00f6nnen nicht enth\u00fcllt werden bis die Zeit dazu gekommen ist. Ohne ein einziges Wort zu lesen, nahm MASTER NONNE schlussendlich ihren Platz in den R\u00e4ngen als eine Weise ein, die hohes Dhamma Wissen erlangt hatte.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;6 Der Meditations-Workshop&#8221; el_id=&#8221;1507972123779-0a5eda22-025f&#8221;]\u201eEs gibt gewisse M\u00f6nche und Brahmans in der Welt, die solange streben, bis sie s\u00e4mtliche Verhaftungen ausgel\u00f6scht haben. Aufgrund von Durchhalteverm\u00f6gen in ihrem Streben und Vermeiden von Nachl\u00e4ssigkeit, k\u00f6nnen sie die F\u00e4higkeiten ihres Bewusstseins anwenden und besondere psychische Kr\u00e4fte gewinnen. Wenn sie in ihrem Bewusstsein zentriert sind, erlangen sie psychische Kr\u00e4fte wie: eine Person wird zu mehreren oder mehrere Personen werden zu einer, sie k\u00f6nnen erscheinen oder verschwinden kraft ihres Willens, durch W\u00e4nde gehen wie durch einen leeren Raum, aus dem Boden entspringen oder in ihn versinken, aus dem Wasser auftauchen oder auf ihm gehen wie auf solidem Untergrund, in der Luft fliegen wie ein Vogel, in der Lage sein, die Sonne mit ihren eigenen H\u00e4nden zu ber\u00fchren oder den Mond, in der Lage sein, die Brahma Welt zu erreichen mit ihrem physischen K\u00f6rper.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Sampasadiya Sutta<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Meditations-Workshop oder \u201arong-ngahn-tam-vijja\u2019 war ein gro\u00dfes Geb\u00e4ude, innen offen mit Ausnahme einer Trennwand, die das Geb\u00e4ude der L\u00e4nge nach durchlief. Zu jener Zeit meditierten rund 30 M\u00f6nche miteinander auf der einen Seite und ca. 30 Nonnen und Laienfrauen auf der anderen Seite. Diejenigen auf der einen Seite konnten diejenigen auf der anderen Seite nicht sehen. Die Trennwand war daf\u00fcr vorgesehen, M\u00f6nche und Nonnen davor zu bewahren, eine sichtbare Ablenkung f\u00fcr den anderen zu sein. M\u00f6nche und Nonnen hatten somit keinen Kontakt zueinander, sie kannten einander kaum. Der GREAT MASTER TEACHER sa\u00df gew\u00f6hnlich auf der Seite der M\u00f6nche. Nahe bei seiner Sitzposition war eine Aussparung in die Trennwand eingelassen, die ihm erlaubte, gleichzeitig beiden Seiten Anleitungen zu geben. Auf der Frauenseite konnte nur sein Gesicht gesehen werden.<\/p>\n<p>In Friedenszeiten wechselten sich die Meditierenden tags\u00fcber in 4-Stunden-Schichten ab. Doch w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges wurde reduziert auf vier Schichtwechsel pro Tag, jede Schicht war 6 Stunden lang. Die 1. Schicht sa\u00df von 6 Uhr abends bis Mitternacht und wurde von der 2. Schicht abgel\u00f6st, die von Mitternacht bis morgens 6 Uhr \u00fcbernahm. Die 1. Schicht kehrte morgens um 6 Uhr bis mittags um 12 Uhr zur Meditation zur\u00fcck und die 2. Schicht kam zur\u00fcck, um von mittags 12 Uhr bis abends 6 Uhr in Meditation zu sitzen. Auf diese\u00a0Weise meditierten die beiden Schichten abwechselnd, so dass die Forschungsarbeit in der Meditation w\u00e4hrend 24 Stunden Tag und Nacht aufrecht erhalten blieb.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE wurde als Chef der sp\u00e4ten Schicht ausgew\u00e4hlt, da sie als die Entschlossenste angesehen wurde und auch bei guter Gesundheit war. Auch wenn sie zart gebaut erschien, war sie doch ernsthaft in allem was sie tat. Sie sa\u00df m\u00f6glicherweise nicht l\u00e4nger als andere Meditierende, doch wenn sie sa\u00df, bewegte sie sich nicht. Sie sa\u00df jedes Mal da wie zu Tode erstarrt \u2013 ohne noch irgendein Gef\u00fchl im K\u00f6rper zu sp\u00fcren. Am Ende der 6-Stunden-Schicht r\u00e4umten die anderen sofort ihren Platz und verlie\u00dfen den Raum, w\u00e4hrend die MASTER NONNE noch blieb, um die Anweisungen des GREAT MASTER TEACHERs zu h\u00f6ren, die er der neu eintretenden Schicht w\u00e4hrend der n\u00e4chsten halben Stunde gab. Sie meditierte jeweils noch eine Weile mit ihnen, wenn diese in ihre neue Aufgabe starteten, bevor sie sich dann aus dem Workshop zur\u00fcckzog.<\/p>\n<p>Sogar au\u00dferhalb des Raumes hielt sie noch immer die feine Wahrnehmung ihres MIND aufrecht, w\u00e4hrend sie ihren pers\u00f6nlichen Routinearbeiten nachging. \u00c4u\u00dferlich bewegte sich ihr K\u00f6rper gem\u00e4\u00df den Aufgaben, doch innerlich blieb ihr Bewusstsein unersch\u00fctterlich auf die innere Weisheit fokussiert. Wenn es Zeit war, die Schicht zu\u00a0\u00fcbernehmen, tauchten die anderen erst im letzten Moment auf, doch die MASTER NONNE war jeweils schon 15 Minuten vorher dort, um die Zusammenfassung zu h\u00f6ren, die der GREAT MASTER TEACHER am Ende der austretenden Schicht gab, f\u00fcr den Fall, dass sie dabei etwas lernen konnte. Deshalb sagte man, dass es die MASTER NONNE war, die von allen Meditationsstudentinnen das meiste Wissen absorbierte, das der GREAT MASTER TEACHER zur Verf\u00fcgung stellen konnte. Sie lie\u00df einfach keine Meditationsweisheit unbeachtet, die bei ihr vorbei kam. Sie wusste, wie jede Sitzung begann und wie sie endete \u2013 und sogar wie sie der n\u00e4chsten Schicht rapportiert wurde.<\/p>\n<p>In jenen Tagen geh\u00f6rte es f\u00fcr den GREAT MASTER TEACHER zur Routine, seine Meditationsstudentinnen zu trainieren, die Reiche von Himmel und H\u00f6lle zu erforschen. Doch mussten diejenigen, denen erlaubt wurde auf diese Weise zu studieren, ernsthaft und selbst-motiviert sein, um ihre eigene Erfahrenheit im \u201aSehen und Wissen\u2018 zu entwickeln, damit sie es mit der Tiefe seiner Fragen, die er zu stellen pflegte, aufnehmen konnten. Wenn jemand nicht hingebungsvoll und fokussiert war, tadelte der GREAT MASTER TEACHER ihn mit dem Wort \u201a Glutasche\u2018- denn in Glutasche musste gestochert werden und sie musste kontinuierlich angefacht werden, wenn man sich darauf verlassen wollte, dass sie ein Feuer am Brennen hielt. \u00c4hnlich musste die \u201aGlutasche\u2018 unter den Meditierenden kontinuierlich vom Abt\u00a0angespornt werden, um \u00fcberhaupt einen Fortschritt in ihrer Meditation zu erreichen. Die MASTER NONNE jedoch hatte sich w\u00e4hrend des gesamten Lebens des GREAT MASTER TEACHERs nie mit dem Wort \u201aGlutasche\u2018 ermahnen lassen, genau wie das legend\u00e4re Rassepferd, zitiert in den buddhistischen Schriften, das bereits seine Lektion<sup>1\u00a0<\/sup>lernt, w\u00e4hrend es mit ansieht, wie seine Kameraden mit der Peitsche angetrieben werden. Es selbst musste nicht mit Peitschenhieben angetrieben werden.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Patoda Sutta A.ii. 114<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die MASTER NONNE Chandra und die Master Nonne Thongsuk Forschungsarbeit betrieben, entdeckten sie eine Technik, mit deren Hilfe sie uns\u00e4glich viel Reine Energie (Boonya) ernten konnten, indem sie Lebensmittel direkt dem Erleuchtungsk\u00f6rper der Buddhas im Nirvana offerierten. Auf diese Art starteten sie eine Tradition des direkten Schenkens von Lebensmitteln f\u00fcr die Buddhas der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft mit einer Zeremonie einmal pro Monat und auch als eine Weise, das \u201aTischgebet\u2018 vor jeder Mahlzeit zu gestalten. Tats\u00e4chlich war diese Tradition in ihrer k\u00fcnstlichen Form in der thail\u00e4ndischen Tradition bereits vorhanden \u2013 gew\u00f6hnlich bestand sie einfach daraus, Essen als Opfergabe an den Buddha auf den Altar zu stellen. In der DHAMMAKAYA Tradition\u00a0wurde dieses Schenken durch Meditation jedoch ein charakteristisches Hauptmerkmal bis zum heutigen Tag.<\/p>\n<p>Eines Tages schenkten einige Unterst\u00fctzer des Tempels dem GREAT MASTER TEACHER einen seltenen F\u00e4cher, hergestellt aus Pfauenfedern. Er war sehr sch\u00f6n und so brachte er ihn mit in den Meditations-Workshop als Preis f\u00fcr jemanden aus der Workshop-Gruppe, den derjenige durch eine Verlosung gewinnen konnte. Zu jener Zeit waren mehr als hundert Personen im Meditations-Workshop. Der F\u00e4cher sollte der Preis f\u00fcr den fachkundigsten Meditierenden sein. Obwohl er wusste, dass diejenige, die es wert war den Preis zu gewinnen die MASTER NONNE sein sollte, erlaubte er demokratisch jedermann im Workshop die Chance ein Los zu ziehen, als Test f\u00fcr ihre psychischen Meisterleistungen. Nur bei sich selbst machte er den Wunsch, dass es der Versierteste w\u00e4re, der den Preis empfangen sollte. Die MASTER NONNE f\u00fchlte tief in sich, dass dieser F\u00e4cher zu ihr geh\u00f6rte und w\u00e4hrend sie meditierte, machte sie im Stillen den Wunsch, dass sie ihn bekommen w\u00fcrde. An diesem Tag war sie die Letzte im Raum, die ihr Los nahm \u2013 doch seltsamerweise war das Gewinnerlos den H\u00e4nden all der anderen im Raum ausgewichen. Nachdem sie das Los herausgefischt hatte, gab sie es jemand anderem zum Auswickeln und Vorlesen (weil sie selbst nicht lesen konnte). Sie hatte den F\u00e4cher mit ihren psychischen F\u00e4higkeiten gewonnen. Alle waren am\u00fcsiert und sagten: \u201eIhr Familienname ist \u201aKhonnokyoong\u2018 (das\u00a0bedeutet Pfauenfeder) und sie war diejenige, die den Pfauenfeder-F\u00e4cher gewinnen musste!\u201c Der F\u00e4cher jedoch blieb nur ein paar Stunden bei ihr, denn die Master Nonne Thongsuk kam und bat um ihn. Sie beabsichtigte n\u00e4mlich, den F\u00e4cher als gewinnbringende Gabe zu verschenken. Die MASTER NONNE wollte diese Reine Energie<br \/>\n(Boonya) mehr als den F\u00e4cher und so gab sie ihn gl\u00fccklich ihrer alten Lehrerin. Es ging dabei aber nicht um die Tatsache, dass die Master Nonne Thongsuk ihre Lehrerin gewesen war. Falls irgendjemand kam und um etwas bat, das ihr geh\u00f6rte, gab sie es weg ohne eine Spur von Bedauern. Sie liebte es mehr zu geben, statt zu behalten. Sie machte sich nichts aus den \u00e4u\u00dferen Fallen des Reichtums, sondern ihr war einzig an dem inneren Reichtum der Erlangung des Dhammas gelegen.<\/p>\n<p>Jeder, sogar der GREAT MASTER TEACHER wusste, dass weltliche Dinge das Letzte waren, was die MASTER NONNE besch\u00e4ftigte, doch eines Tages testete er sie mit einer neuen Art zu fragen. W\u00e4hrend sie in der Meditationssitzung an einem Thema f\u00fcr Fortgeschrittene forschten, \u00e4nderte er pl\u00f6tzlich das Thema und fragte sie, \u201eWas ist so geschmackvoll an gesalzenem Fisch?\u201d<sup>2\u00a0<\/sup>Ausnahmsweise verfiel die MASTER NONNE in ein verbl\u00fcfftes Schweigen. Sie wusste nicht, wo sie mit der Antwort auf eine solche Frage beginnen sollte. Gew\u00f6hnlich\u00a0stellte der Abt ausschlie\u00dflich hochentwickelte metaphysische Fragen. Wenn er jedoch nach salzigem Fisch fragte, so hatte sie keine Idee, was sie h\u00e4tte antworten k\u00f6nnen. Normalerweise a\u00df sie ihr Essen einfach pflichtgem\u00e4\u00df, ohne je dar\u00fcber nachzudenken, ob es schmackhaft war oder nicht. Sie a\u00df blo\u00df um ihren Magen zu f\u00fcllen, um sich zu verpflegen und bei Kr\u00e4ften zu halten, damit sie ihrer Meditationsforschung nachgehen konnte. Sie hatte also nie bemerkt, was an salzigem Fisch<br \/>\n\u201ageschmackvoll\u2018 war!<\/p>\n<p>________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>In Thai pla salit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Meditierenden im Wat Paknam Tempel praktizierten strikte entsprechend den Richtlinien des GREAT MASTER TEACHERs. Seine StudentInnen waren bis zu einem solchen Grad inspiriert, dass es gelang, DHAMMAKAYA in nahezu jeder Provinz in Thailand bekannt zu machen. Ausgew\u00e4hlten StudentInnen, wie z.B. Master Nonne Thongsuk und Nonne Thean Theerawat, gab der Abt einen kleinen Geldbetrag und sandte sie zum Lehren aus, in mehr als achtzehn Provinzen, wovon einige so weit entfernt waren wie Chiang Mai. Von der MASTER NONNE konnte man das allerdings nicht sagen. Sie verlie\u00df niemals den Tempel, um irgendwo hin zu gehen. Sie tat nichts anderes als zu meditieren, kontinuierlich, Tag und Nacht. Andere Forscher verlie\u00dfen den Tempel gew\u00f6hnlich, um Besuche zu machen und Freunde aufzusuchen, doch die MASTER NONNE hatte kein Geld, keine Freunde und keine in Bangkok lebende zur\u00fcckgelassene Verwandte. Sie hatte nichts, das\u00a0sie von der Meditation abhielt. Sie meditierte hingebungsvoll und fachkundig, jeden Tag, p\u00fcnktlich zu jeder Sitzung erscheinend.<\/p>\n<p>Gleichwohl, eines Tages lud jemand die MASTER NONNE zu einem Besuch in Bangkok auf der anderen Seite des Flusses ein. Diese fragte zuerst den GREAT MASTER TEACHER um Erlaubnis. Der war nicht gerade begeistert \u00fcber ihr Weggehen, eher besorgt dar\u00fcber, dass sie m\u00f6glicherweise unterwegs in Situationen geraten k\u00f6nnte, die sie von ihrer subtilen Achtsamkeit im Bewusstsein ablenken w\u00fcrden. Deshalb sagte er: \u201eWenn es etwas Spezielles gibt, das Du Dir w\u00fcnschst, dann visualisiere es einfach in Deinem Zentrum.\u201c Daraufhin ging sie nicht weg, sondern sie stellte sich stattdessen das Ding, das sie kaufen wollte, in ihrem Zentrum vor. Genau am n\u00e4chsten Morgen kam wundersamer Weise ein Fremder und machte ihr das Ding, das sie sich bildlich vorgestellt hatte zum Geschenk.<\/p>\n<p>Bei einer anderen Gelegenheit, als gerade Saison f\u00fcr Durian-Fr\u00fcchte war, sehnte sich die MASTER NONNE insgeheim nach dem Geschmack der Durian-Frucht. Der GREAT MASTER TEACHER wusste woran sie dachte und sagte: \u201eFalls es die Durian-Frucht ist, die Du Dir w\u00fcnschst, so findest Du sie im Zentrum Deines K\u00f6rpers. Wenn sie das ist, was Du essen m\u00f6chtest, dann stelle sie Dir einfach im Zentrum Deines K\u00f6rpers vor.\u201c<\/p>\n<p>Also versuchte sie, sich die Durian-Frucht im Zentrum ihres K\u00f6rpers vorzustellen und wieder: am n\u00e4chsten Morgen brachte jemand, den sie niemals zuvor gesehen hatte, Durian-Fr\u00fcchte als Schenkung f\u00fcr alle im Tempel. So kam sie zu dem Schluss, dass das Zentrum des K\u00f6rpers der Ursprung f\u00fcr jeden Erfolg im Leben sein musste. Wenn jemandes MIND in seinem Zentrum fokussiert ist, kann die Erf\u00fcllung erreicht werden, ohne ellenlang woanders danach suchen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Trotz ihres jungen Alters praktizierte die MASTER NONNE so ernsthaft wie eine \u00e4ltere Person \u2013 war gew\u00f6hnlich jederzeit vorbereitet und mit ihrem meditationstechnischen K\u00f6nnen bereit auf Abruf. Sie war zur Rechten des GREAT MASTER TEACHERs, wann immer es f\u00fcr ihn n\u00f6tig war, sie in Anspruch zu nehmen. Abgesehen davon, dass ihre inneren Einsichten von anderen un\u00fcbertroffen waren, war sie auch jemand, die mit wenig zufrieden war. Sie h\u00e4ufte keinen Besitz an und war von Natur aus nicht gesellig. Ihre unkomplizierte Herangehensweise an die Welt erlaubte ihrem MIND, die ganze Zeit \u00fcber in Stille zu verweilen, vertieft in das Dhamma-Wissen bei Tag und bei Nacht. Aus all diesen Gr\u00fcnden genoss sie das Vertrauen des GREAT MASTER TEACHERs. Sie war diejenige, der er die seltenen Kristallkugeln zur Bewachung anvertraute, die sie bei der Forschungsarbeit brauchten. Bei jeder Meditationsaufgabe, die vom Abt gestellt wurde, gab sie ihr Letztes und erlaubte sich niemals, von dem abzuweichen, worum er\u00a0sie gebeten hatte (wie einige andere, die sich von Dingen ablenken lie\u00dfen, nach denen sie nicht gefragt worden waren). Er hatte sie die Aufenthaltsorte von so vielen Menschen in ihrem Leben nach dem Tod im Himmel und in der H\u00f6lle finden lassen, dass sie \u00fcberm\u00e4\u00dfig exakt war. Wenn sie einen Fehler gemacht hatte, machte sie ihn niemals ein zweites Mal. Sie unterrichte sich in vielerlei Bereichen selbst. Sogar wenn unter den anderen im Meditations-Workshop Ungenauigkeit grassierte, nahm sie nie andere Menschen als ihren Ma\u00dfstab. So war es keine \u00dcberraschung, dass sie als die Versierteste akzeptiert war. Wann immer der Abt sie nach etwas fragte und sie darum bat etwas zu tun, konnte sie mit Leichtigkeit seine Bitten erf\u00fcllen.<sup>3\u00a0<\/sup>Nichts, womit der GREAT MASTER TEACHER sie herausforderte, was sie tun sollte, \u00fcberstieg ihre F\u00e4higkeiten. Wenn sie gebeten wurde, den Aufenthaltsort von Verstorbenen nach deren Tod zu finden, so konnte sie das. Sie konnte den Betrag der Reinen Energie (Boonya) berechnen, die Menschen durch ihr Tun erworben hatten. Sie konnte in die Zukunft oder in die Vergangenheit sehen.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>Mit Ausnahme des oben erw\u00e4hnten Beispiels<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Achtsamkeit und Hingabe der MASTER NONNE an die Anweisungen ihres Master\u2019s f\u00fchrten dazu, dass der GREAT MASTER TEACHER sie vor all ihren Mitforscherinnen r\u00fchmte \u2013 \u201eMeine Tochter Chandra ist die Nummer Eins \u2013 keine Zweite ist wie sie.\u201c Dies war eine Anerkennung, die der GREAT MASTER TEACHER nur einmal in seinem Leben verlieh.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;7 Der in Wirklichkeit zu f\u00fchrende Krieg&#8221; el_id=&#8221;1508121576771-114ada7b-efde&#8221;]<strong>\u201eIddhivisayo ajintayadayo\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Natur derer, die mentale Kr\u00e4fte besitzen, ist jenseits von derjenigen, die durch Vermutungen des begrifflichen Denkens geleitet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Menschen mit mentalen Kr\u00e4ften sind diejenigen, deren MIND sich bereits im Stillstand befindet, befreit vom Denken. Ein solcher MIND ist in der Lage, Himmel, H\u00f6lle oder Nirvana aus erster Hand zu erforschen. Es ist f\u00fcr noch unerleuchtete Weltbewohner unm\u00f6glich, das Potenzial derer zu sch\u00e4tzen, die mentale Kr\u00e4fte besitzen.<\/p>\n<p>Die Kraft eines MIND, der sich im Stillstand befindet, ist ohne Grenzen. So ist es nicht \u00fcberraschend, dass die Buddhistischen Schriften viele wundersame Ereignisse rund um diejenigen beschreiben, die es bereits geschafft haben, ihren MIND zu gro\u00dfer Reinheit zu trainieren. Nicht nur M\u00f6nche oder Nonnen, sondern auch Laien, die ihren MIND im selben Ausma\u00df trainiert haben, sind von vielen Wundern umgeben. Lady Visakha<sup>1<\/sup>, die seit sie 7 Jahre alt war in den freien Bewusstseinsstrom eingetreten war, besa\u00df Kr\u00e4fte, die diejenigen von f\u00fcnf Elefanten \u00fcbertraf. Die Laienfrau Matika Mata<sup>2\u00a0<\/sup>war in der Lage, die Gedanken anderer zu lesen und sich sowohl ihr eigenes wie auch das Leben anderer aus fr\u00fcheren Lebzeiten ins Bewusstsein zur\u00fcckzurufen. Dies alles war ihren mentalen Kr\u00e4ften zuzuschreiben, die als ein Nebenprodukt von langem, hartem Meditationstraining in Erscheinung trat. Sind wir erst einmal Meister unseres eigenen MIND, wird es m\u00f6glich, Kontrolle \u00fcber\u00a0die Dinge rundum zu gewinnen, ob es Dinge im MIND, unser K\u00f6rper oder unsere Umgebung ist. Alles gelangt schlussendlich einmal unter Kontrolle. Wenn der MIND leichter und verfeinerter wird, wird auch der physische K\u00f6rper leichter und verfeinerter, was dem Meditierenden sogar erlaubt, in der Luft zu fliegen.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>DhA.i.409<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>DhA.i.293<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war keine Ausnahme davon. Da sie \u00fcber lange Zeit in der Meditation vorw\u00e4rts gestrebt hatte, war ihr MIND die ganze Zeit sehr verfeinert und so war sie f\u00e4hig, als Resultat ihrer Meditation au\u00dferordentliche Dinge zu vollbringen.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE hatte w\u00e4hrend zwei Jahren mit dem GREAT MASTER TEACHER Meditationsforschung betrieben, als der 2. Weltkrieg ausbrach. Im 2. Weltkrieg war Bangkok von Soldaten der Axis (Achsenm\u00e4chte: Deutschland, Italien und Japan) besetzt \u2013 von mehr als 1 Million insgesamt. Thailand wurde wie zu einer Kaserne, die f\u00fcr die Achsenm\u00e4chte als Zentrum f\u00fcr ihre Angriffe auf Burma und Indien fungierte. Die Alliierten bombardierten Bangkok unabl\u00e4ssig. Trotz des Bombenhagels weigerte sich der Abt, den Tempel zu evakuieren. Er sagte, dass falls es zum Schlimmsten k\u00e4me, er dort mit seinem Tempel sterben w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus intensivierte er seine Aktivit\u00e4ten, die er der anwachsenden Anzahl von Tempelg\u00e4ngerinnen schuldete. Der Wat Paknam Tempel war nur einen Steinwurf weit entfernt von der\u00a0Schleuse zwischen der M\u00fcndung des Bhasicharoen Kanals und des Kanals Greater Bangkok. Diese Stelle war von strategischer Bedeutung und ein Ziel f\u00fcr das Bombardement der Alliierten. Der GREAT MASTER TEACHER hatte einen unersch\u00fctterlichen Glauben daran, dass die Allmacht des DHAMMAKAYA den Wat Paknam Tempel und seine Gemeinschaft vor den Bomben besch\u00fctzen w\u00fcrde. Sein Vertrauen war nicht unbegr\u00fcndet und tats\u00e4chlich erlitten weder Wat Paknam noch die angrenzenden Schleusen jemals einen Bombenschaden.<\/p>\n<p>Die Besucherzahl im Tempel nahm zu, weil Wat Paknam den Ruf gewann, ein sicherer Ort in Zeiten der Luftangriffe zu sein. Die \u00d6ffentlichkeit glaubte, dass der GREAT MASTER TEACHER eine Art magische Kraft besa\u00df und bald darauf eilten die Menschen von Bhasicharoen, sobald die Luftangriffssirenen ert\u00f6nten, in die Tempelzone, anstatt in den Luftschutzbunkern Schutz zu suchen. Der GREAT MASTER TEACHER lie\u00df seine MeditationsforscherInnen jeweils herausfinden, wann die Bombengeschwader in ihrem Ansturm auf Bangkok eintreffen w\u00fcrden. So fragte er gew\u00f6hnlich: \u201eUm welche Zeit werden sie heute ihre Bomben abwerfen?\u201c Er wusste die Zeit und wenn er die Explosionen der fallenden Bomben aus der Ferne h\u00f6rte, blieb er unbewegt und sagte:<\/p>\n<p>\u201eGeht und fangt diese Bomben ab, falls sie jemanden verletzen k\u00f6nnten. Lasst sie stattdessen in den Ozean oder in unbewohntes Gebiet fallen.\u201c<\/p>\n<p>Der GREAT MASTER TEACHER besch\u00e4ftigte seine ExpertInnen, um den nationalen Bem\u00fchungen und der Menschheit im Ganzen zu helfen, ohne jedoch Partei zu ergreifen. Er meditierte, um dem Konflikt ein Ende zu machen \u2013 um Frieden wieder herzustellen. Dazu hatte er seine MeditationsexpertInnen, die ihr Bewusstsein verfeinerten und die Kraft des DHAMMAKAYAs nutzten, um die Probleme zu \u00fcberwinden. Sie nutzten die Kr\u00e4fte der Meditation, um die Bombenabwerfer ihre strategischen Ziele als W\u00e4lder oder offenes Meer zu sehen, damit sie ihre Bomben nicht dorthin abwarfen. Sie lie\u00dfen die W\u00e4lder und das Meer f\u00fcr die Bombenabwerfer wie St\u00e4dte aussehen, so dass sie ihre Bombenladungen ausleerten, ohne jemandem Schaden zuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich berichteten 1941 viele der Zeitungen von Bangkok auf ihrer Frontseite \u00fcber die Manifestation von Wundern in Wat Paknam. Ein besonderes Ereignis, das die Presse fesselte als Vipassana Banteungsarn, war ein Bombenangriff auf Bangkok, dessen Ziel die Phraputha-yodfa-chulalok Br\u00fccke war. Wat Paknam war in unmittelbarer N\u00e4he von diesem Ziel. W\u00e4hrend des Angriffs starrten die Einwohner der Nachbarschaft an den Himmel und waren \u00fcberrascht, eine gro\u00dfe Anzahl Nonnen vom Wat Paknam Tempel in der Luft schweben zu\u00a0sehen, wie sie die Bomben abfingen und ihnen augenscheinlich<sup>3\u00a0<\/sup>mit ihren blo\u00dfen H\u00e4nden leichte Schl\u00e4ge versetzten, damit sie ohne Schaden anzurichten ins Wasser oder unbewohntes Waldgebiet fielen. So viele Leute sahen die heldenhafte Leistung der Nonnen mit ihren eigenen Augen, dass das Bekanntwerden der Wunder des GREAT MASTER TEACHERs von Wat Paknam weite Kreise zog. Jedermann konnte dessen Bem\u00fchungen erkennen, Blutvergie\u00dfen zu verringern und die Harmonie unter den Mitmenschen zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>In Wirklichkeit benutzten sie vielmehr ihre Meditation als ihre H\u00e4nde, um die Bomben abzuwenden<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Menschen w\u00e4re es schwer gewesen, w\u00e4hrend Kriegszeiten so viele Stunden mit Meditieren zu verbringen und unter so gro\u00dfem Druck zu stehen. Es h\u00e4tte die Gesundheit selbst der st\u00e4rksten Person angegriffen \u2013 doch f\u00fcr die MASTER NONNE waren die Kriegsjahre nichts Spezielles. Sie hatte keine Angst vor den Bomben. Sie lie\u00df nicht einmal eine Schicht der Meditationsforschung aus, trotz des Chaos der Kriegszeiten. Sie f\u00fchlte einfach Freude \u00fcber die Chance, ihre Meisterschaft im DHAMMAKAYA Wissen weiter voran zu bringen. Weil es zu der Zeit kaum Kleider gab, waren die Gew\u00e4nder der meisten Nonnen eher zu Lumpen geworden. Das einst im \u00dcberfluss vorhandene Essen wurde knapp. Eine massive \u00dcberflutung durchzog das Land. Die\u00a0MASTER NONNE lie\u00df all diese Dinge nicht ihre Meditation st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Der GREAT MASTER TEACHER war seit langem f\u00fcr sein spezielles Mitgef\u00fchl bekannt, das er Fremden gegen\u00fcber erwies. Wenn irgendein Ausl\u00e4nder in der Meditation den DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts erlangte, konnte er tagelang nicht damit aufh\u00f6ren, sein Gl\u00fccklichsein dar\u00fcber auszudr\u00fccken. Er weitete dasselbe Mitgef\u00fchl auch bis zu den kriegsf\u00fchrenden Nationen des Weltkrieges aus. Trotz der Feindseligkeiten und der offensichtlichen Versuchung, nationalistisch<br \/>\nzu empfinden, betrachteten er und seine Meditationsforscherinnen die Welt im Krieg mit Unvoreingenommenheit. Weder eine Nationalit\u00e4t noch die Besetzung von Thailand veranlasste sie dazu, die eine oder die andere Seite als ihren Feind zu betrachten. Sie sahen alle Menschen als gleichwertig an und formulierten W\u00fcnsche f\u00fcr Harmonie und ein Ende der Feindseligkeiten ohne Blutvergie\u00dfen. Tats\u00e4chlich lautete der Standardsegen des Abtes, den er allen Tempelbesuchern austeilte: M\u00f6gen alle Menschen im Wohlstand leben, der Reis auf den Feldern reifen, der Regen entsprechend der Jahreszeit fallen und die Menschen \u00fcberall das K\u00e4mpfen gegeneinander aufgeben.<\/p>\n<p>Der wichtigste Beitrag, den die MASTER NONNE leistete, war der, Thailand vor der Atombombe zu sch\u00fctzen. Zu jener Zeit, kurz vor Ende des Krieges, hatte ein Mitglied der Forschungsgruppe w\u00e4hrend\u00a0der Meditation die Sicht von einer neuen Waffenart, einer Bombe, die von den Alliierten gebaut worden war, um dem Krieg in Asien ein Ende zu machen, und dass die Alliierten planten, diese Waffe gegen Bangkok zu gebrauchen. Die MASTER NONNE wurde beauftragt, nachzupr\u00fcfen, was passieren w\u00fcrde, wenn eine solche Bombe auf Bangkok fiele. Sie sah in der Meditation, dass die ganze Stadt weggewischt w\u00fcrde, dem Erdboden gleich gemacht. Sie teilte dem Abt mit, dass jeder get\u00f6tet werden w\u00fcrde und dass die Stadt so flach w\u00fcrde wie das Fell einer Trommel. Der GREAT MASTER TEACHER ordnete daraufhin an, dass der Schatzmeister des Tempels, ein Mann mittleren Alters, s\u00e4mtliche Verm\u00f6genswerte des Tempels nehmen und vom Tempel wegbringen sollte \u2013 und so weit weg von der Stadt gehen, als er in 7 Tagen schaffen konnte. Falls die Bem\u00fchungen des Abtes erfolgreich verliefen, konnte der Schatzmeister zur\u00fcckkehren, als ob nichts geschehen w\u00e4re. Der Abt sprach zu niemand sonst \u00fcber diese Angelegenheit. Er verschloss die T\u00fcren des Workshops und erlaubte keiner Person den Raum zu betreten oder ihn zu verlassen. Essen und Trinken wurden durch den Briefkasten geliefert. Als die Sirenen Bombenalarm ausl\u00f6sten, gerieten einige der Meditierenden im Raum in Panik. Die MASTER NONNE hatte keine Angst vor den Bomben und meditierte weiter. Die Workshop Gruppe setzte sich in aller Ernsthaftigkeit nieder, um zu versuchen das Land zu retten. Aus Gr\u00fcnden die nur der GREAT MASTER TEACHER und seine MeditationsexpertInnen kennen, kamen der Bomber und die Bomben nie in Thailand an. Die Alliierten hatten aus irgendwelchen Gr\u00fcnden ihre Meinung ge\u00e4ndert. Es hatte 7 Tage andauernder Meditation hinter verschlossenen T\u00fcren gebraucht, um ihren Mitmenschen zuliebe diese Entscheidung zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Nachdem der 2. Weltkrieg zu Ende war, gab es keine wirkliche Bedrohung mehr f\u00fcr die nationale Sicherheit, doch die MASTER NONNE reduzierte ihre Bem\u00fchungen in der Meditation keineswegs. Sie fuhr fort mit ihrer Forschungsarbeit. Sie blieb un\u00fcbertroffen in ihrer Pr\u00e4zision bez\u00fcglich des inneren Wissens \u00fcber die Ph\u00e4nomene\u201a gesund\u2018 (kusala), \u201aungesund\u2018 (akusala) und \u201aneutral\u2018 (abyakata). Sie lernte \u00fcber den Kampf, der seit Urzeiten bestand zwischen dem Gesunden (Guten) und dem Ungesunden (B\u00f6sen), und wie dieser in das Leben hinein wirkte bis zum heutigen Tag. Im inneren Gewahrsein all dessen schliff sie ihren MIND zu einem immer perfekteren Stillstand, um den Kampf mit Mara aufzunehmen, wissend, dass die negativen Verhaftungen im MIND alle von Mara\u2019s Werk abstammten. Sie dachte an nichts anderes als daran, wie sie in der Meditation Fortschritte machen k\u00f6nnte bis zu dem Punkt, das ULTIMATIVE DHAMMA<sup>4\u00a0<\/sup>zu erreichen. Oft sagte die\u00a0MASTER NONNE in Gesellschaft ihrer n\u00e4chsten StudentInnen: \u201eF\u00fcr mich ist es noch nicht an der Zeit, ins Nirvana zu gehen. Ich habe erst noch Mara zu besiegen.\u201c<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>Tee sut haeng thamm: der Punkt, an dem Mara besiegt und alles Leiden im Universum an der Wurzel ausgemerzt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der GREAT MASTER TEACHER von Wat Paknam sagte, dass der Ursprung des Leidens aller Lebewesen Mara sei. Die Hindernisse, die gew\u00f6hnlich auftauchen, jedes Mal wenn wir bestrebt sind, eine gute Tat zu tun, kommen von Mara, die uns davon abh\u00e4lt, unserer Vervollkommnung<sup>5\u00a0<\/sup>mit Leichtigkeit nachzugehen. Maras werden an vielen Stellen in den Buddhistischen Schriften erw\u00e4hnt, besonders der konstante Kampf zwischen gesund und ungesund, gut und b\u00f6se, tugendhaft und schuldhaft, Lichtseite und Schattenseite, Wissen und Unwissenheit, Reinheit und Unreinheit. Der Kampf dauert permanent an, auf den Schlachtfeldern des K\u00f6rpers, des Bewusstseins und der Umgebung. Die beiden Gegenspieler Dhamma und Adhamma<sup>6\u00a0<\/sup>wetteifern unaufh\u00f6rlich und auf allen Ebenen um die Kontrolle \u00fcber die Existenz. Der GREAT MASTER TEACHER von Wat Paknam behauptete, dass so lange als das Dhamma es nicht schaffe, zur\u00fcck bis\u00a0zum Ursprung des Leidens zu gelangen, und dasjenige zu entmachten, das urs\u00e4chlich verantwortlich f\u00fcr die Entstehung dieses Leidens sei, so lange g\u00e4be es keinen Weg, das Leiden der Lebewesen auf dieser Welt zu stoppen. Es g\u00e4be kein Ende des Zuf\u00fcgens von Leid. Der GROSSE MASTER TEACHER sah all das in seiner Meditation, durch die Kraft der Weisheit des DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts. Konsequenterweise weihte er sein ganzes Leben der Aufgabe, sein Bewusstsein zum Stillstand zu bringen, um treffsicheren Fortschritt auf der zentralen Achse zu bewirken.<\/p>\n<p>___________________________<\/p>\n<p><sup>5 <\/sup>Perfektionen: Die Ausf\u00fchrung guter Taten bis sie unserem K\u00f6rper und unserem Bewusstsein eingraviert sind.<\/p>\n<p><sup>6 <\/sup>Der Gegensatz von Tugend, der alles repr\u00e4sentiert, was schlecht ist, ungerecht und ungesund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er pflegte zu sagen, dass Krieg zu f\u00fchren im menschlichen Lebensraum niemals gerechtfertigt sei, denn Hass wird niemals durch Hass befriedet.<sup>7\u00a0<\/sup>In solchen Konflikten k\u00e4mpfe niemand gegen den wahren Feind. Der wahre Feind seien die negativen Verhaftungen in unserem MIND, besonders Mara, die Quelle der negativen Verhaftungen im Bewusstsein; egal ob es Gier, Hass oder Unwissenheit sei. Nur in der Abwesenheit dieser Verhaftungen k\u00f6nnte wahrhaftiger Frieden in dieser Welt zustande kommen. Obwohl die Verhaltensweisen unter dem Einfluss von negativen Verhaftungen<sup>8\u00a0<\/sup>in der \u00e4u\u00dferen Welt sichtbar sind, sind die Verhaftungen selbst nur sichtbar f\u00fcr das\u00a0Auge des DHAMMAKAYAs \u2013 K\u00f6rper des Lichts. Je verfeinerter das Fortschreiten in der Meditation ist, desto sorgf\u00e4ltiger ist man in der Lage, die verbliebenen negativen Verhaftungen zu identifizieren, im Bewusstsein, im K\u00f6rper und in der Umgebung. Dies war der Grund seines Ansinnens, das ULTIMATIVE DHAMMA zu erreichen. Wenn jemand diese Destination erreicht hat, w\u00e4re derjenige f\u00e4hig, alles Leiden an seiner Quelle auszul\u00f6schen. Solange man diesen Zielort jedoch nicht erreicht hatte, war man ausgeliefert, weiterhin ein Sklave der Maras zu sein. Die Maras zwingen Menschen auf ungesunde Weise zu denken, zu reden und zu handeln. Sie schlagen alle Menschen mit Alterung, Krankheit und Tod \u2013 und zwingen jeden, sich in ungesundes Verhalten zu verwickeln. Sie werfen die nat\u00fcrliche Umgebung und das Klima aus dem Gleichgewicht, so dass der Regen nicht mehr gem\u00e4\u00df der Saison f\u00e4llt, die Wirtschaft in Rezession verf\u00e4llt, so dass Hunger, D\u00fcrre und Plagen das Leben der Menschen erschwert, was wiederum zur Versch\u00e4rfung von Kriegszust\u00e4nden f\u00fchrt. Deshalb muss die Destination des Ultimativen Dhammas erreicht werden, um Mara an ihrer Wurzel auszurotten. Dies war der Grund, weshalb die MASTER NONNE sich ihr Leben lang in der Meditationsforschung aufhielt, Tag und Nacht. Doch da war nur so viel, wie man in einem einzelnen Leben erreichen konnte.<\/p>\n<p>____________________________<\/p>\n<p><sup>7 <\/sup>Dhammapada verse 5<\/p>\n<p><sup>8 <\/sup>Die mentalen Unreinheiten von Gier, Wut und Unwissenheit, welche die Samenk\u00f6rner f\u00fcr das Ungesunde sind: in K\u00f6rper, Rede und Bewusstsein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;8 Das Sterben des Lehrers, der Pionier am Ursprung war&#8221; el_id=&#8221;1508135128156-f1f4a64b-1894&#8243;]<strong>Sappuriso ca kho bhikkhave\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 katannu hoti katavedi<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sabbhi h\u2019etam bhikkave\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 upannatam yadidam<\/strong><\/p>\n<p><strong>Katannuta katavedita.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Kevala esa bhikkhave<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sappurisabhumi yadidam\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0katannuta katavedita ti<\/strong><\/p>\n<p>O Ihr M\u00f6nche! Eine Noble Person ist jemand, der sowohl seine Dankesschuld gegen\u00fcber anderen anerkennt als auch diese Dankesschuld zur\u00fcckerstattet. Eine solche Person wird von den Noblen gepriesen. O! M\u00f6nche! Alle Arten von Dankbarkeit sind das Fundament von edler Art.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>A.i.61<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um 1954 versammelte der GREAT MASTER TEACHER seine Studenten von allen Tempeln und teilte ihnen mit, dass er innerhalb der n\u00e4chsten 5 Jahre sterben w\u00fcrde, doch dass sie alle fortfahren sollten, die Methode der DHAMMAKAYA Meditation in der ganzen Welt bekannt zu machen \u2013 und dass dies sehr wichtig und nutzbringend f\u00fcr die Menschheit sei. Sein gr\u00f6\u00dftes Anliegen war zu jener Zeit, dass die Bauarbeiten vor seinem Tod fertiggestellt w\u00fcrden, dass die Schenkungen von Essen f\u00fcr die M\u00f6nche ausreichend w\u00e4ren und dass das Studieren der Buddha Schriften aufrechterhalten w\u00fcrde. Er appellierte an alle, mit Beharrlichkeit weiterzumachen mit den Aktivit\u00e4ten, die er in Gang gesetzt hatte. Er sagte, dass schon bald der Tempel vergr\u00f6\u00dfert w\u00fcrde, auch wenn er selbst nicht l\u00e4nger anwesend sei. Seine Sch\u00fcler baten ihn inst\u00e4ndig, l\u00e4nger zu bleiben, doch er sagte, dass er ganz sicher sterben m\u00fcsste. Jeder Anwesende wusste sofort, welch gro\u00dfes Anliegen das Wohlergehen der Tradition f\u00fcr ihn war, so dass er \u00f6ffentlich an seine StudentInnen appellierte, Verantwortung f\u00fcr diese Arbeit zu \u00fcbernehmen \u2013 insbesondere f\u00fcr das Weiterf\u00fchren und Verbreiten der DHAMMAKAYA Tradition.<\/p>\n<p>Der GREAT MASTER TEACHER wies die MASTER NONNE an, zu bleiben und in Wat Paknam das DHAMMAKAYA Wissen zu unterrichten, w\u00e4hrend sie auf die Ankunft des Nachfolgers warten sollte. Er ordnete an:<\/p>\n<p>\u201e(Tochter) Chandra! Hab\u2019s nicht eilig mit dem Sterben! Gib Dein Leben als Lehrerin nicht auf f\u00fcr ein Leben in der Abgeschiedenheit der W\u00e4lder. Nach meinem Weggang sind die anderen darauf angewiesen, dass Du sie im Dhamma Wissen unterrichtest und sie auf dem geraden und engen Weg h\u00e4ltst. Wenn Du sie nicht lehrst, werden sie Opfer von Mara\u2019s Werk.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 1957 hatte sich der Gesundheitszustand des GREAT MASTER TEACHERs verschlechtert. Er wusste, dass er nicht viel l\u00e4nger leben w\u00fcrde. Selbst dann, als er ernsthaft krank war, war sein MIND immer noch in das Dhamma-Wissen und die Meditationsforschung vertieft. Jeden Abend rief er die M\u00f6nche in seine N\u00e4he, zur Meditation mit ihm f\u00fcr ein oder zwei Stunden. Als Nonne war es der MASTER NONNE nicht erlaubt, f\u00fcr ihn zu sorgen, als er bettl\u00e4gerig war. Alles was sie tun konnte, war, seine Symptome aus der Distanz wahr zu nehmen. Er bat jeden, nachts zu meditieren. Bis zum letzten Tag nahm er sich keine Pause vom Unterrichten der Meditation. Bevor er ging, wies er seine StudentInnen zurecht, indem er sagte:<\/p>\n<p>\u201eUnsere Reichweite ist zu kurz. Wir k\u00f6nnen Mara in diesem Leben nicht besiegen. Wir befinden uns immer noch in ihren Klauen.\u201c<\/p>\n<p>Seine Worte waren jedoch nicht als eine Beleidigung f\u00fcr die StudentInnen und ihre Meditationsf\u00e4higkeiten gemeint. Er beabsichtigte nicht, sie des Versagens anzuklagen. Er wollte einfach nur sichergehen, dass sie wussten, dass die Arbeit nicht beendet war, so dass sich niemand auf seinen Lorbeeren ausruhte, bis der Sieg erreicht war.<\/p>\n<p>Bevor der GREAT MASTER TEACHER starb, machte er Prophezeiungen \u00fcber den Tempel. Er sagte, dass Wat Paknam sehr bekannt werden und viele neue StudentInnen kommen und sich der Gemeinschaft anschlie\u00dfen w\u00fcrden. Er wies die Nonnen an, seinen K\u00f6rper nicht zu kremieren, sondern ihn lediglich zu balsamieren. Die Bestattung seines Leichnams werde weiterhin daf\u00fcr sorgen, den Wohlstand des Tempels zu sichern \u2013 und diejenigen zu \u201an\u00e4hren\u2018, die davon lebten, dass PilgerInnen angezogen w\u00fcrden, die Wat Paknam besuchen und kamen, um ihren Respekt zu erweisen. Sie w\u00fcrden die Meditationsanleitung mit seiner Stimme als Tonbandaufnahme empfangen, in dem Raum, wo sein K\u00f6rper l\u00e4ge. PilgerInnen w\u00fcrden auf diese Art fortfahren, Spenden f\u00fcr den Erhalt des Tempels zu geben.<\/p>\n<p>Etwas hatte sich ge\u00e4ndert, seit der GREAT MASTER TEACHER krank geworden war. Er hatte keine Zeit mehr, seine StudentInnen im Meditations-Workshop anzuleiten. Au\u00dferdem hatte er keine Zeit mehr, die neuen StudentInnen dort zu trainieren. Ohne das pers\u00f6nliche\u00a0Engagement des GREAT MASTER TEACHERs bewegte sich die Gewichtung des Bildungsbereiches des Tempels mehr und mehr in Richtung akademischer Studieng\u00e4nge und Vernachl\u00e4ssigung der Meditationsforschung. Tats\u00e4chlich wurde Wat Paknam von dieser Zeit an eines der nationalen Zentren f\u00fcr das Studium der Buddhistischen Schriften. Zur Zeit seines Todes hatten die meisten Master der Meditation den Tempel bereits verlassen, um irgendwo abseits in Zur\u00fcckgezogenheit zu leben. Die einzigen, die geblieben waren, waren einige Nonnen, die weiterhin den original Lehrmustern gem\u00e4\u00df praktizierten, die der GREAT MASTER TEACHER gelehrt hatte. Seine letzten Worte waren:<\/p>\n<p>\u201eTragt die Arbeit voran, so als ob ich noch leben w\u00fcrde. H\u00f6rt niemals auf zu meditieren. Fahrt fort, Gutes zu tun und unterst\u00fctzt die M\u00f6nche weiterhin.\u201c<\/p>\n<p>Der GREAT MASTER TEACHER starb am 3. Februar 1959 im Alter von 73 Jahren. Trotz der majest\u00e4tischen geistlichen Amtszeit eines gesamten Lebens, waren als er starb nur erb\u00e4rmlich wenige seiner StudentInnen da, haupts\u00e4chlich Nonnen, die w\u00e4hrend seines Amtes an seiner Seite ausharrten und auch im originalen Geiste seine Mission fortsetzten. Andere Nachfolger versuchten die Meditationserfahrung wieder zu gewinnen, die sie mit dem GREAT MASTER TEACHER erreicht hatten, indem sie den Tempel verlie\u00dfen und sich f\u00fcr die Meditation in die W\u00e4lder zur\u00fcckzogen.<\/p>\n<p>Nach seinem Tod blieb die MASTER NONNE in Wat Paknam, lebte weiterhin in derselben kleinen H\u00fctte zusammen mit Master Nonne Thongsuk. Die Tatsache, dass Master Nonne Thongsuk hinter all dem Erfolg in ihrer Dhamma Karriere stand, entgleitete ihrem MIND zu keinem Zeitpunkt. Dies f\u00fchrte die MASTER NONNE Chandra dazu, Master Nonne Thongsuk Respekt zu erweisen und ihr die h\u00f6chste Wertsch\u00e4tzung entgegen zu bringen. W\u00e4hrend des gesamten Aufenthaltes von MASTER NONNE Chandra in Wat Paknam, hatten sie zusammen gelebt \u2013 manchmal wie die \u00e4ltere und j\u00fcngere Schwester und manchmal wie Lehrerin und Sch\u00fclerin.<\/p>\n<p>Als der GREAT MASTER TEACHER noch lebte, vertraute er Master Nonne Thongsuk die Aufgabe an, Dhamma Wissen in allen Provinzen Thailands nah und fern zu verbreiten. Oft musste Master Nonne Thongsuk deshalb den Tempel f\u00fcr weite Reisen verlassen, um Vortr\u00e4ge zu halten. Sie fehlte dann in dieser Zeit tagelang im Meditations-Workshop. In solchen F\u00e4llen entglitt ihr der Entwicklungsprozess in der Meditationsforschung, und so war es an MASTER NONNE Chandra, sie jedes Mal wenn sie zur\u00fcck kehrte wieder auf den neusten Entwicklungsstand in der Forschungsarbeit zu bringen. Dass sie von MASTER NONNE Chandra in der Verbindung gehalten wurde, erlaubte ihr, sich auf beiden Gebieten hervorzutun, in der Forschung und in der Verbreitung der Dhamma-Lehre. So begann\u00a0das Wissen von DHAMMAKAYA in den Provinzen Fu\u00df zu fassen. Solange Master Nonne Thongsuk bei guter Gesundheit war, reiste sie durch ganz Thailand und unterrichtete Menschen aller Lebenssparten in Meditation. Folglich hatte sie StudentInnen im ganzen Land. Wenn sie zur\u00fcck kehrte, war sie ersch\u00f6pft. Die Zeit im Tempel war eine Zeit der Erholung von ihren Reisen und MASTER NONNE Chandra war f\u00e4hig sie zu pflegen und ihr zu helfen, so dass sie die Zeit im Tempel zu einer Zeit der Wertsch\u00e4tzung gestaltete. Im Gegenzug daf\u00fcr, dass sie in der Meditationsforschung wieder aufgegleist wurde, erz\u00e4hlte Master Nonne Thongsuk von ihren Abenteuern in den Provinzen.<\/p>\n<p>1960, nicht lange nach dem Tod des GREAT MASTER TEACHERs, wurde Master Nonne Thongsuk von Geb\u00e4rmutterhalskrebs niedergestreckt. Als ihre Symptome am schlimmsten waren, wies man Master Nonne Thongsuk ins Sirirat Hospital ein. Sobald die Symptome weniger gravierend waren, wurde ihr erlaubt, sich in ihrer Unterkunft in Wat Paknam zu erholen. Schlussendlich, als die Symptome so schlimm waren, dass das Hospital ihr keine weitere Hoffnung mehr machen konnte, entlie\u00df man sie nach Hause in ihre Unterkunft , ohne Alternative. Im Endstadium waren die Krebssymptome schrecklich, stinkendes Blut und Lymphfl\u00fcssigkeit flossen aus ihrer Wunde. Der Gestank war so stark, dass die Anzahl der ehemalig zahlreichen Freiwilligenhelferinnen schwand, die sie fr\u00fcher versorgt hatten, bis sie von allen verlassen\u00a0war au\u00dfer von MASTER NONNE Chandra. MASTER NONNE Chandra sah dies als Chance an, Master Nonne Thongsuk, ihrer ersten Lehrerin in dieser kleinen Form ihre Dankesschuld zur\u00fcckzuerstatten. Sie war nun diejenige, die ihre W\u00e4sche von Hand wusch und geeignetes Essen f\u00fcr ihre Lehrerin fand. Sie f\u00fchlte sich nie entmutigt von ihren Aufgaben und lie\u00df nicht zu, dass die Abscheu vor den Symptomen ihrer sterbenden Lehrerin sie von ihrer Dankbarkeit distanzierten. Sie h\u00f6rte mit Geduld zu, wenn Master Nonne Thongsuk auf dem H\u00f6hepunkt ihrer Fiebersch\u00fcbe im Delirium ausrief. Obwohl der Arzt ihr f\u00fcr bestimmte Zeiten am Tag Medizin verordnet hatte, wie z.B. vor oder nach den Mahlzeiten, so hie\u00df das noch lange nicht, dass die Patientin auch einverstanden war, die Medizin zu diesen Zeiten einzunehmen. Sie musste taktvoll sein und die Stimmung wie auch die Symptome der Patientin beobachten, die h\u00e4ufig nachl\u00e4ssig darin war, die Medizin \u00fcberhaupt zu nehmen. Oftmals, wenn Master Nonne Thongsuk sah, wie MASTER NONNE Chandra die Medizin eingoss, schrie sie in ihrem Fieber \u201eIch will die Medizin nicht mehr nehmen! Wozu soll das noch n\u00fctzen?\u201c Dann wusste MASTER NONNE Chandra, dass jetzt nicht die richtige Zeit war und zog sich zur\u00fcck und wartete voller Mitgef\u00fchl f\u00fcr ihre Lehrerin, um ihr die Chance zu geben, sie zumindest von einem Teil ihres Leidens zu erl\u00f6sen. Beide wussten, dass das Krebsleiden im Endstadium war, doch sie erlaubte dieser Tatsache nicht, die Sorgfalt in der Pflege zu verringern, die sie ihrer Lehrerin erwies. Jedes Mal, wenn\u00a0das Delirium verschwand oder ihre Patientin wieder in einer besseren Verfassung war, war MASTER NONNE Chandra zur\u00fcck an ihrer Seite mit der Medizinflasche, ob es Tag war oder Nacht.<\/p>\n<p>Besonders in fr\u00fcheren Zeiten war Krebs ein f\u00fcrchterliches Leiden. Es gab keine wirksame Medizin dagegen oder gegen den schrecklichen Gestank, den eiternde Tumore hervorriefen. Die MASTER NONNE musste nach jeder Entleerung ihre Lehrerin sauber machen, ihre Bettlaken erneuern, sie baden und ihre Kleider waschen. Sie brachte ihr parf\u00fcmierte Salben, die halfen, den Geruch zu \u00fcberdecken \u2013 nicht zuletzt um Master Nonne Thongsuk\u2019s W\u00fcrde zu bewahren, wenn StudentInnen aus dem ganzen Land kamen, um ihr einen Krankenbesuch abzustatten.<\/p>\n<p>Eines Tages, nachdem Master Nonne Thongsuk von der Toilette zur\u00fcck kam, l\u00e4chelte sie beruhigend, doch sagte sie zu MASTER NONNE Chandra mit einer perfekten Tatsachen-Stimme: \u201eDer Krebs hat sich nun durch meine Eingeweide gefressen. Einzig Du wirst bei mir sein, wenn ich sterbe. Die anderen werden nicht bei mir sein wollen.\u201c Als ihre letzte Stunde kam, lag Master Nonne Thongsuk sterbend mit ihrem Kopf in MASTER NONNE Chandras Schoss. Und wirklich, sie waren allein gelassen worden. Obwohl das Leiden verheerend war, waren Master Nonne Thongsuks Augen wach und offen. Sie informierte MASTER NONNE Chandra, \u201eMeine Zeit ist gekommen. Ich kann \u00fcberall um mich\u00a0herum Buddha Bilder sehen.\u201c Die MASTER NONNE Chandra h\u00f6rte zu ohne irgendein Zeichen von Trauer und antwortete: \u201eSchwester! Wirf Dich ins Nirvana.\u201c Solche Worte machen nur Sinn zwischen zwei Meditations-Eingeweihten. So starb Master Nonne Thongsuk friedlich in MASTER NONNE Chandra\u2019s Schoss.<\/p>\n<p>Diese organisierte eine 3 t\u00e4gige Bestattungszeremonie von gigantischem Ausma\u00df f\u00fcr ihre Lehrerin und Schwester im Dhamma Wissen. Das Chanting wurde im Wat Paknam Tempel abgehalten und die Kremation im Wat Apsornsuwan Tempel, gefolgt von dem anschlie\u00dfenden Ausstreuen ihrer Asche auf dem Wasser. Die MASTER NONNE war in der Lage, f\u00fcr die Bestattung den Altar zu leihen, der zuvor f\u00fcr die Bestattung der wohlbekannten Prinzessin von K\u00f6nig Rama V benutzt worden war. Es war eine elegante und sehr gut organisierte Zeremonie.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;9 Lehrerin aus innerer Berechtigung&#8221; el_id=&#8221;1508136554311-48f10931-21d2&#8243;]<strong>Ye jhanapasuta dhira\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0nekhammuupasame rata<\/strong><\/p>\n<p><strong>Devapi tesam pihayanti\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0sambuddhanam satimatam<\/strong><\/p>\n<p>Menschen und Engelwesen sind hocherfreut \u00fcber einen Weisen, der danach strebt und es schafft, die Aufl\u00f6sung zustande zu bringen, die erf\u00fcllt ist mit dem Frieden, der aus Entsagung aufsteigt und mit Achtsamkeit und Weisheit ausgestattet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Dh.51<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem die Master Nonne Thongsuk verstorben war, blieb die MASTER NONNE Chandra weiterhin in Wat Paknam, aus einem Pflichtgef\u00fchl heraus gegen\u00fcber den Worten des GREAT MASTER TEACHERs, die dieser kurz vor seinem Tod ausgesprochen hatte. Sogar zehn Jahre sp\u00e4ter vertraten immer noch manche Leute die Meinung, dass MASTER NONNE Chandra keine gute Meditationslehrerin w\u00e4re, weil sie verglichen mit Master Nonne Thongsuk so wenig sprach. Doch die MASTER NONNE hatte das Vertrauen in sich selbst, dass ihre F\u00e4higkeiten irgendwie hilfreich w\u00e4ren f\u00fcr die Welt. Sie war nie als Rednerin f\u00fcr Buddhistisches Wissen ausgebildet worden, nur als Praktizierende tiefer Meditation. Sie hatte keine Fertigkeiten im \u00f6ffentlichen Reden, doch ihre Meisterschaft war ihre innere St\u00e4rke, die sie in den Jahren intensiver Meditation aufgebaut hatte. Sie war eine \u00e4u\u00dferst entschlussfreudige Pers\u00f6nlichkeit. Von der Existenz des DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts durch die eigene Meditationserfahrung versichert, benutzte sie nie blumige Worte, um das Interesse anderer f\u00fcr Meditation zu gewinnen. Stattdessen leitete sie diese blo\u00df durch deren eigene Meditationserfahrung an, selbst Sicherheit zu gewinnen. Sie pflegte zu sagen:<\/p>\n<p>\u201eMeditiere und Du wirst es selbst herausfinden!\u201c Ihre Direktheit und H\u00e4rte der Worte durchschnitt die Entschuldigungen vieler Leute und inspirierte diese, wieder zu kommen und sie erneut zu treffen.<\/p>\n<p>Obwohl die MASTER NONNE nie Lehrerin gewesen war \u2013 ging sie soweit, dass sie die Aufgabe des Unterrichtens bei den restlichen Studenten \u00fcbernahm, die Master Nonne Thongsuk trainiert hatte.<sup>1\u00a0<\/sup>Wenn irgendjemand Buddhistisches Wissen bei ihr studieren wollte, leitete sie denjenigen in Meditation an und verlangte von ihm die regelm\u00e4\u00dfige Meditation. Sie nahm keinen durch fruchtlose Unterhaltung in Anspruch. Praktizieren war das Schl\u00fcsselwort, nicht Schw\u00e4tzen. Sobald sie anfingen, innere Erfahrungen zu machen, so wie die innere Kugel oder die inneren K\u00f6rper selbst zu sehen, verstanden sie das DHAMMAKAYA Wissen von selbst. Viele waren in der Lage, den DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts zu erreichen.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Eine Erreichung wurde auch beschrieben in der akademischen Schrift von Mc Daniel (2006, S. 110), nach Heikkil\u00e4- Horn (1996)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu jener Zeit lebte die MASTER NONNE in einer bauf\u00e4lligen alten h\u00f6lzernen Unterkunft , die urspr\u00fcnglich 3 Stockwerke hoch gewesen war, jedoch von au\u00dfen so aussah, als h\u00e4tte sie nur ein Stockwerk. Es war die Unterkunft, die sie mit Master Nonne Thongsuk geteilt hatte. Die Pfeiler zwischen dem Erdboden und dem ersten Stock waren ungef\u00e4hr 4 Fu\u00df (ca. 1.20 m) hoch und lie\u00dfen Platz genug, sich zu b\u00fccken oder zu sitzen, aber nicht zu stehen. Der Fu\u00dfboden war nur mit Holzbrettern\u00a0gedeckt, jedoch makellos sauber gefegt. Menschen kamen hierher, um zu meditieren \u2013 die sogenannten \u201edownstairs\u201c. Der erste Stock war der r\u00e4umlich gr\u00f6\u00dfte Teil des Hauses. Entlang einer Wand des Raumes befand sich ein Tisch mit einem Schrein, indem sich ein Buddha Bild befand, dann Aufbewahrungsschr\u00e4nke und ein zweiter Tisch mit einem Schrein, indem sich ein Bild ihrer Lehrerin Master Nonne Thonksuk befand. Die andere Seite des Raumes war MASTER NONNE Chandra\u2019s Lebensraum. Hier meditierte sie, empfing G\u00e4ste und veranstaltete an jedem ersten Sonntag des Monats die Zeremonie des Schenkens von Nahrungsmitteln an Buddha. In einem kleinen Kasten neben ihrem Sitzplatz wo sie G\u00e4ste empfing, bewahrte sie verschiedene Sorten von Medizin auf, die sie an diejenigen verteilte, die mit medizinischen Problemen zu ihr kamen. Die Medizinfl\u00e4schchen standen sorgf\u00e4ltig aufgereiht in einer Linie. Beinah in der Mitte des Raumes war der sogenannte \u201akopflose\u2018 Pfeiler, der nicht ganz bis zur Decke reichte. Der 3. Stock (oder 2. Etage des Hauses) war wie ein Absatz, ein Meter h\u00f6her als der 1. Stock. Tats\u00e4chlich war der 2. Stock die Decke der K\u00fcche im Erdgeschoss, die erh\u00f6ht worden war, damit man darin stehen konnte.<\/p>\n<p>Morgens fr\u00fch, um 4:00 Uhr stand die MASTER NONNE auf und meditierte f\u00fcr sich allein bis zum Fr\u00fchst\u00fcck. Um ca. 8:30 Uhr meditierte sie erneut, doch dieses Mal um andere in Meditation zu unterrichten. Ob viele oder wenige Personen eintrafen, sie unterrichtete einfach. Egal wer\u00a0sie an diesem Morgen besuchen kam, sie hatte einen Standardspruch, den sie immer benutzte:<\/p>\n<p>\u201eWenn Du nicht in besonderer Eile bist, stell Deine \u00fcbrigen Verpflichtungen auf die Seite. Lass uns still sitzen und unser Bewusstsein zuerst reinigen, danach lass uns reden.\u201c<\/p>\n<p>Neuank\u00f6mmlinge willigten widerstrebend ein. Die meisten Menschen, die damals kamen, um sie zu besuchen, waren im mittleren, berufst\u00e4tigen Alter und hatten eigene Familien. Sie nutzte ihre 30 Jahre Meditationserfahrung, um andere im Meditieren zu unterrichten. Einige ihrer BesucherInnen, die einer Grundlinie der Tugendhaftigkeit in ihrem Leben folgten und die bereits einige Meditationserfahrung mit dem Gro\u00dfen Abt hatten, erreichten die Klarheit des Bewusstseins mit ihr sofort. Falls diese Menschen eine Anweisung von ihr ben\u00f6tigten, gab sie diese als letzten Teil der Meditationsanleitung in den letzten 10 Minuten, mit ihnen sprechend w\u00e4hrend beide Seiten ihre Augen geschlossen hielten. Solche Anweisungen schienen auf einer tieferen Ebene von den Fragenden aufgenommen zu werden, weil es eine Anweisung war, die zu einer Zeit gegeben wurde, nachdem das Bewusstsein bereits in der Meditation verfeinert war. Dies war die Art wie die MASTER NONNE diejenigen trainierte, die zu ihr kamen.<\/p>\n<p>Sie hatte ihre eigene Art, wie sie das Dhamma Wissen weitergab. Neben dem Unterricht in Meditation, den sie interessierten StudentInnen\u00a0anbot, war sie immer erreichbar, um das Leiden derer zu lindern, die mit Problemen im Leben oder der Gesundheit zu ihr kamen. Sie ersuchten die MASTER NONNE um Hilfe, wenn ihre Kinder oder Gro\u00dfkinder in Spit\u00e4lern als unheilbar\u00a0 deklariert wurden. Einige kamen zu ihr, um sie eine Person finden zu lassen, die vermisst wurde. Einige wollten ihre Boonya \u2013 Reine Energie mit ihren Verwandten teilen, nachdem diese gestorben waren. Die MASTER NONNE hatte ihre Art Wege, wie sie sicherstellen konnte, dass sogar solche, die aus anderen Gr\u00fcnden zu ihr kamen, das Wissen \u00fcber Meditation mit sich nach Hause nehmen konnten.<\/p>\n<p>Sie benutzte das Wissen des DHAMMAKAYA\u2019s, um allen BesucherInnen so praxisnah wie m\u00f6glich zu helfen, indem sie alle gleichwertig behandelte, mit einem Bewusstsein, das von Mitgef\u00fchl erf\u00fcllt war. Auch f\u00fcr solche, die kamen und sie ohne jeden Respekt behandelten oder solche, die sie nur auf die Probe stellen wollten, tat sie ihr Bestes um ihnen zu helfen. Boteng\u00e4nge, die sie in die Reiche der Himmel und der H\u00f6llen f\u00fchrten, waren f\u00fcr die MASTER NONNE Dinge, die sie wie Wege zu normalen \u00d6rtlichkeiten aussehen lie\u00df, eher so wie wenn sie von ihrer Unterkunft in andere Bereiche des Tempels laufen w\u00fcrde, als dass sie Bereiche des Lebens nach dem Tod durchquerte. Wenn sie mit der Frage eines Gastes konfrontiert war, tat sie nichts Spezielles. Sie schloss einfach ihre Augen f\u00fcr einen Moment, meditierte, um sich in die Einheit\u00a0mit ihrem inneren DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts zu bringen, bis ihre F\u00e4higkeit des Sehens und Wissens zu der Gr\u00f6\u00dfe angewachsen war, die die Drei Reiche umfasst \u2013 bis das Ganze der 31 Reiche so wie eine Stachelbeere in ihrer Handinnenfl\u00e4che war. Die Augen zu schlie\u00dfen und eine verstorbene Person in ihrem Aufenthaltsort nach diesem Leben zu finden, schien f\u00fcr sie nicht schwieriger zu sein, als es f\u00fcr jeden anderen war, seine Augen zu \u00f6ffnen und einen verlorenen Gegenstand in seinem Zimmer zu finden.<\/p>\n<p>Wenn die Verstorbenen in einen H\u00f6llenbereich gefallen waren, redete sie mit den fragenden G\u00e4sten nicht um den hei\u00dfen Brei herum. Sie zeigte ihnen das Verhalten auf (Karma), das diese in ihrem j\u00fcngsten Leben begangen hatten, und das sie an diesen Ort gef\u00fchrt hatte. \u201eJetzt sind sie in der-und-der Ebene der H\u00f6lle und m\u00fcssen sich der-und-der Art von R\u00fcckwirkungen unterziehen\u201c, oder \u201eJetzt ist ihre R\u00fcckwirkung in der H\u00f6lle abgelaufen und sie konnten hin\u00fcberwechseln in eine so-und-so bessere Existenz.\u201c Ihre G\u00e4ste pflegten ihr zu danken. Die MASTER NONNE erkl\u00e4rte ihnen dann, welche Reine-Energie (Boonya) generierende Handlung am besten auszuf\u00fchren w\u00e4re, um diese Boonya Energie dann den Verstorbenen zu widmen. Damit es wirksam wurde, m\u00fcssten sie auch selbst ihr Bewusstsein reinigen, indem sie t\u00e4glich meditierten.<\/p>\n<p>Oft, wenn sie einem Leidenden geholfen hatte, berichtete sie, dass sie die Verstorbenen lehrte zu meditieren und sie daran erinnerte, dass sie, falls sie es unterlie\u00dfen zu meditieren, in den H\u00f6llenbereich zur\u00fcck fallen w\u00fcrden, aus dem sie gekommen waren. Oftmals waren die G\u00e4ste erstaunt festzustellen, dass die MASTER NONNE mehr \u00fcber die unheilvollen Handlungen der Verstorbenen wusste, als sie, obwohl sie mit ihnen jahrelang zusammengelebt hatten! Meistens hatten sie nur die guten Taten der Person gesehen vor ihrem Ableben.<\/p>\n<p>Einmal kam ein gewisses Paar zum ersten Mal zur MASTER NONNE. Nachdem sie ihr ihren Respekt erwiesen hatten, er\u00f6ffnete die MASTER NONNE die Konversation mit den Worten: \u201eEs ist nun Zeit, mit den Pferdewetten aufzuh\u00f6ren.\u201c Der Ehemann schreckte zusammen und durchbohrte seine Ehefrau mit Blicken, dachte, dass sie der Nonne hinter seinem R\u00fccken sein Laster verraten h\u00e4tte. Die Ehefrau protestierte, \u201eSchau mich nicht so an. Ich bin auch zum ersten Mal hier!\u201c Die Stimme der MASTER NONNE klang wie ein Tatsachenbericht, als wenn sie sich generell beschweren w\u00fcrde, nicht \u00fcber jemand besonderen \u2013 doch das Merkw\u00fcrdige war, dass ihre Beobachtungen immer haargenau stimmten, auch wenn dies nur vom Betreffenden gewusst wurde.<\/p>\n<p>Einmal kam ein weiteres Paar zu ihr und bat um Hilfe. Die Ehefrau war eine Lehrerin in der Schule des Wat Bovornives Tempels und sie\u00a0war eine regul\u00e4re Sch\u00fclerin der MASTER NONNE. Ihr Ehemann war auch ein guter Mann, doch extrem starrk\u00f6pfig. Er glaubte nicht an die Existenz von Himmel und H\u00f6lle, doch er f\u00fchrte verschiedenartige Reine Energie (Boonya) generierende Taten aus, nur f\u00fcr den Fall. Er pflegte sogar das Rezitieren von Versen (Chanting) f\u00fcr 1 oder 2 Stunden am Tag \u2013 damit wenn sich herausstellen w\u00fcrde, dass eine H\u00f6lle existierte, er in der Lage sein w\u00fcrde, sich in Sicherheit zu bringen. An diesem Tag nun war er gekommen, um die MASTER NONNE zu befragen: \u201eLehrerin! Mir ist etwas Merkw\u00fcrdiges passiert! Wenn ich darf, w\u00fcrde ich Dir das gern erz\u00e4hlen, damit Du mir sagen kannst, ob ich mir das eingebildet habe oder nicht.\u201c Er begann die Geschichte. \u201eEines Nachts, als ich drau\u00dfen auf dem Balkon unseres Landhauses lag, war der Mond hell genug, um sehen zu k\u00f6nnen. Ich sah so etwas wie eine S\u00e4ule von Rauch aufsteigen aus den Fugen zwischen den Bodenbrettern des Balkons, der sich dann als menschliche Figur formierte, die so gro\u00df wie ein Baum war. Die Figur schritt dann \u00fcber das Hausdach davon. Ich sah es mit meinen eigenen Augen. Ich habe keine Idee, was ich da gesehen habe! Sieh mal, ich habe diese Geschichte nun schon in mehreren Tempeln erz\u00e4hlt, doch niemand konnte mir bisher eine befriedigende Antwort geben. Einige sagen, ich h\u00e4tte mir die Dinge eingebildet.\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE schloss ihre Augen als sie der Geschichte zuh\u00f6rte. Zuschauer, die in H\u00f6rweite sassen und zuf\u00e4llig die plumpe Art des Ehemannes mit anh\u00f6rten, nahm es Wunder, wie sie mit dieser Situation umgehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u201eAlso Lehrer, was w\u00fcrdest Du sagen, was ich gesehen habe?\u201c Sobald der Mann seine Frage beendet hatte, \u00f6ffnete die MASTER NONNE ihre Augen, sah ihn an und sagte, \u201eWas Du gesehen hast war ein Hungernder Geist (peta). Dieser Hungernde Geist war ein ehemaliger Verwandter von Dir!\u201c<\/p>\n<p>Der Mann sah sie in \u00e4rgerlichem Unglauben an und protestierte, \u201eKeiner meiner Verwandten w\u00fcrde je als Hungernder Geist enden!\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE reagierte in keiner Weise auf das kindische Benehmen des Mannes. Ohne irgendein Zeichen von Irritation sass sie wie weiterhin unvoreingenommen da, wie es stets ihre Art war. Obwohl er gesagt hatte, dass er ihr nicht glaubte, konnte er es nicht lassen, \u00fcber die M\u00f6glichkeit zu gr\u00fcbeln, dass einer seiner Verwandten ein Hungernder Geist geworden war. Sie selbst zeigte kein Anzeichen von \u00c4rger, doch die Zuschauer wurden stattdessen \u00e4rgerlich \u00fcber ihn wegen seiner fehlenden R\u00fccksichtnahme gegen\u00fcber der Nonne \u2013 denn er gab sich halb \u00e4rgerlich, halb neugierig, um zu sehen, wie sie mit\u00a0der Situation umgehen w\u00fcrde. Sie erkl\u00e4rte ruhig, \u201eDein Verwandter war fr\u00fcher der Zeremonienmeister im Tempel, doch unterschlug er Einkommen des Tempels und nahm davon f\u00fcr sich. Als er starb, wurde er in seinem gegenw\u00e4rtigen Leben zu einem Hungernden Geist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnm\u00f6glich! Es gab keinen Verwandten von mir, der jemals im Tempel Zeremonienmeister gewesen w\u00e4re, Lehrer! Wenn Du so schlau bist, dann mal los, sag mir den Namen des Verwandten!\u201c<\/p>\n<p>Wie gew\u00f6hnlich ging die MASTER NONNE nicht auf die ungeh\u00f6rige Reaktion ein. Sie sagte ihm ruhig, \u201eEr trug den Namen Rasamee.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWenn das der Name ist, \u201aRasamee\u2018, dann ist es sicher kein Verwandter von mir. Wenn er ein Verwandter w\u00e4re, dann h\u00e4tte er sicher einen besseren Namen gehabt als diesen!\u201c Er hob seine H\u00e4nde in der Art wie man sie zu einem Gebet erhebt und verliess die Unterkunft \u00fcber die Treppe.<\/p>\n<p>Er wurde nicht mehr gesehen, bis alle die Sache fast vergessen hatten. Nach mehreren Monaten, kam er wieder um die MASTER NONNE zu sehen und gab verstohlen zu: \u201eAlso! Ich habe einige Nachforschungen betrieben. Es hat sich herausgestellt, dass ich in der Tat einen Verwandten mit diesem Namen hatte. Er wurde Rasamee genannt und er war Zeremonienmeister des Tempels. Er starb vor langer Zeit.\u00a0Also! Ich kann nicht so tun wie wenn ich w\u00fcsste, ob er Tempelgelder veruntreut hat \u2013 doch eins weiss ich mit Sicherheit \u2013 es gibt nichts, was Du sagen k\u00f6nntest, das mich von der Existenz von Hungernden Geistern \u00fcberzeugen k\u00f6nnte!\u201c<\/p>\n<p>Einige G\u00e4ste kamen zur MASTER NONNE und fragten sie um Rat, ob sie sich einer Operation unterziehen sollten oder nicht. Einige fragte sie dann zur\u00fcck, \u201e Was ist der springende Punkt f\u00fcr Dich bei einer Operation? Du wirst auch ohne sie genesen.\u201c Oft protestierten sie dann und gaben an, dass der Termin mit dem Operateur bereits feststand. Die MASTER NONNE pflegte nur zu sagen, \u201eDie Entscheidung liegt bei Dir! Wenn Du die Operation w\u00e4hlst, dann rezitiere w\u00e4hrenddessen das Mantra \u201aSamma Arahang\u2018 f\u00fcr Dich. Sp\u00e4ter, nachdem sie von der Operation zur\u00fcckkamen, kamen sie wieder zu ihr und gaben zu, dass als der Arzt sie in der Operation aufgeschnitten hatte, die vermutete Abnormalit\u00e4t nicht gefunden werden konnte. Die MASTER NONNE sagte dann bescheiden, \u201eAlso! Zumindest weisst Du jetzt, wie es ist, eine Operation zu haben!\u201c<\/p>\n<p>Sie nutzte dieselben Prinzipien, die sie vom GREAT MASTER TEACHER gelernt hatte, um diejenigen in ihrem Leiden zu erleichtern, die bei ihr Zuflucht suchten. Wenn jemand krank zu ihr kam, die noch verbliebene Reine Energie (Boonya) hatte, um zu \u00fcberleben, dann half sie ihm zu genesen. Das bedeutete, dass es einen nie endenden Strom von Menschen gab, die sie aufsuchten.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr sechs Monate nach dem Tod von Master Nonne Thongsuk sass ein Handleser gegen\u00fcber der kleinen Unterkunft der MASTER NONNE und bot ihr gratis seine Dienste an. Er erkl\u00e4rte, \u201eDu wirst eine grosse Anzahl von neuen StudentInnen haben und ein Schutzort sein f\u00fcr Tausende. \u201e Du kannst nicht von mir erwarten, dass ich Dir das glaube!\u201c sagte sie. \u201eIch lebe allein und ich habe nichts ausser dieser kleinen Unterkunft .\u201c<\/p>\n<p>Wie wenn es die Beantwortung der Prophezeiung des GREAT MASTER TEACHERs w\u00e4re, begann auf einmal eine neue Generation von StudentInnen, die an Meditation interessiert war, zum Wat Paknam Tempel in Basicharoen zu kommen und die MASTER NONNE in ihrer bescheidenen Unterkunft aufzusuchen. Diese dachte nicht weiter dar\u00fcber nach, ausser dass sie sich der Worte des GREAT MASTER TEACHERs erinnerte und begann, sie nach ihren besten F\u00e4higkeiten zu unterrichten. Nach einer Weile jedoch begann sie zu realisieren, dass die Vorhersage des Handlesers wahr war. Sie begann eine zunehmende Anzahl von StudentInnen zu haben, die so jung waren, dass sie ihre eigenen Enkel h\u00e4tten sein k\u00f6nnen. Sie verstand nun, dass dies der Start war von dem, was der GREAT MASTER TEACHER gemeint hatte, als er davon sprach, \u201ader Welt die Meditation zu bringen\u2018. Sie formierte eine kleine Klasse Meditierender und unterrichtete sie in ihrer eigenen H\u00fctte. Ungef\u00e4hr 1961, als die MASTER NONNE 52 Jahre alt war, begann\u00a0ihre Gesundheit nachzulassen. Sie erkrankte \u00fcber mehrere Monate und inzwischen schrieben einige ihrer StudentInnen ihre Biografie in einem Buch nieder. Obwohl die MASTER NONNE Chandra keine Master-Meditationslehrerin war, erschienen anschliessend Artikel \u00fcber sie in Meditationsb\u00fcchern und bekannten Buddhistischen Zeitschriften. Nat\u00fcrlich blieb Master Nonne Thongsuk ber\u00fchmter als MASTER NONNE Chandra, denn sie war die bessere Rednerin, die in eine solche Detailtiefe und Meditationserfahrung gehen konnte, dass sie von zeitgen\u00f6ssischen Buddhistischen Wissenschaftlern Respekt erntete f\u00fcr die Sorgfalt ihres metaphysischen Verst\u00e4ndnisses \u2013 auch wenn Master Nonne Thongsuk, sowie MASTER NONNE Chandra Analphabetinnen gewesen waren.<\/p>\n<p>Als die Zahl ihrer eigenen StudentInnen anwuchs, war die Kapazit\u00e4t ihrer bauf\u00e4lligen Unterkunft \u00fcberschritten. Es gab nicht mehr genug Platz f\u00fcr alle, um zu meditieren. Die Gruppe, die zur Meditation mit ihr kam, brachten 58\u2018000 Baht aus dem Nichts zusammen, was ihnen erlaubte, innerhalb des Gel\u00e4ndes von Wat Paknam ein zweist\u00f6ckiges Haus zu bauen, mit einer K\u00fcche, einem Badezimmer und einem kleinen Vorgarten. Es war ein Zweckgeb\u00e4ude f\u00fcr Meditations-Unterricht \u2013 das erste Heim von \u201aDhammaprasit\u2018 \u2013 dem Vorl\u00e4ufer der DHAMMAKAYA Stiftung.<\/p>\n<p>Das Haus wurde mit den Bauleitertalenten des Ven. Narong Thitanano erbaut und man gab ihm den Namen Phrabhavanakosolthera. Auch im neuen Haus behielt die MASTER NONNE ihre Gewohnheiten von Ordnung und Sauberkeit bei. Die Gruppe der Studenten wurde als die \u201aStudenten des Dhammaprasist Hauses\u2018 bekannt. Mit der Zeit nahm ihre Anzahl schnell zu. Die MASTER NONNE fuhr in grossem Ernst damit fort, sie in Meditation zu unterrichten.<\/p>\n<p>Als Khun Nai Liap 85 Jahre alt war, kam sie immer noch zum Wat Paknam Tempel und jedes Mal, wenn sie die MASTER NONNE traf, erinnerte sie sie, \u201aSchwester Chandra! Du hattest gesagt, Du w\u00fcrdest anschliessend zur\u00fcckkommen, doch Du hast es nicht getan.\u2018 Sogar, als Khun Nai Liap auf ihrem Sterbebett lag, liess sie die MASTER NONNE durch einen Hausangestellten einladen, in ihr Heim zu kommen, um ihr eine letzte Schenkung zu \u00fcberreichen, doch sobald sie eintraf, sagte sie dasselbe: \u201aSchwester Chandra! Du hattest gesagt, Du w\u00fcrdest anschliessend zur\u00fcckkommen, doch Du hast es nicht getan\u2018, w\u00e4hrend sie ihr resigniert eine Schenkung f\u00fcr ihren pers\u00f6nlichen Gebrauch \u00fcberreichte. Es war nie ihre Absicht gewesen, f\u00fcr den Rest ihres Lebens eine Hausangestellte zu sein. Womit sie der GREAT MASTER TEACHER zur\u00fcckgelassen hatte, war die Mission, eine neue Generation von StudentInnen zu trainieren und die Tradition einem Nachfolger zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;10 Trainieren des Nachfolgers&#8221; el_id=&#8221;1508140585661-2d5bbb8a-64c7&#8243;]<strong>Kayasucim, vacasucim\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0cetosucim anasavam<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sucim soceyyasampannam\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 ahu ninhatapapakan ti<\/strong><\/p>\n<p>Diejenigen, die rein sind in K\u00f6rper, Rede und Bewusstsein, die frei sind von negativen mentalen Verhaftungen, die ausgestattet sind mit Reinheit, die von jeglichem Mangel gel\u00e4utert ist, diese Personen werden von den Weisen als wahrhaft rein erkannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>A.i. 273<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An der Suan Kularb Schule \u2013 einer der besten Sekundarschulen von Bangkok \u2013 gab es einen Wirtschaftsstudenten, der einen uners\u00e4ttlichen Appetit auf das buddhistische Wissen und s\u00e4mtliche \u00fcbernat\u00fcrlichen Dinge hatte. Die unbeantwortete Frage von \u201aWeshalb sind wir geboren?\u2018 und \u201aWas ist unser Lebenssinn?\u2018 hing unbeantwortet in seinem Bewusstsein. Er wusste nicht, wen er fragen sollte. Er war charmant und talentiert in sozialen Angelegenheiten. Unter Freunden war er beliebt und alle fanden, dass er eine angenehme Erscheinung war. Niemand jedoch konnte die Hingabe \u00fcbersehen, mit der sich der junge Mann f\u00fcr buddhistisches Wissen und Meditation interessierte. Sein Name war Chaiyaboon Sutthipol. Er war gro\u00df, d\u00fcnn und trug eine dunkle Sonnenbrille um seine Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber hellem Sonnenlicht zu erleichtern. Seine spirituellen Fragen trug er in sich seit er 13 Jahre alt war.<\/p>\n<p>Er hatte eine Zeitschrift gelesen, die \u201aVipassana Banteungsarn\u2018 , die von den heroischen Bem\u00fchungen von MASTER NONNE Chandra und Master Nonne Thongsuk w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges erz\u00e4hlte. Die Zeitschrift enthielt sogar Fotos der beiden Nonnen und von anderen z.B. von \u201aKru Yannee\u2018. Der Artikel berichtete, wie sie die Bomben abgelenkt hatten, die auf Bangkok abgeworfen worden waren. Der Student fand, dass wenn die MASTER NONNE in der Lage gewesen war, fallende Bomben abzudrehen, dann m\u00fcsste das Beantworten\u00a0seiner Fragen f\u00fcr sie ein Kinderspiel sein. Dies war sein erster Antrieb, die MASTER NONNE zu finden. Doch obwohl er zu jener Zeit in einem Haus in Thonburi, nah beim Wat Paknam Tempel lebte, besuchte er ihn seltsamerweise offenbar nicht.<\/p>\n<p>Erst 3 volle Jahre sp\u00e4ter, als er ein 19j\u00e4hriger Student war, hatte er die Gelegenheit, zum Wat Paknam Tempel zu gehen. Als er ankam, wusste er immer noch nicht, wo er nach der MASTER NONNE suchen sollte. Er sah sich suchend im Tempel um und nahm mit einem fl\u00fcchtigen Blick eine drahtige alte Nonne wahr, die vor dem Ged\u00e4chtnisgeb\u00e4ude von Master Nonne Thongsuk stand, mit dem R\u00fccken zu ihm. Der Student kannte sie nicht und sie kannte ihn nicht. Er konnte nicht sagen, ob sie dieselbe Person war, die er in der Zeitschrift gesehen hatte oder nicht. So kam es, dass er am ersten Tag, obwohl er unwissentlich in Sprechweite der MASTER NONNE gelandet war, entt\u00e4uscht nach Hause gehen musste. Der Versuch sie zu finden, schien ihn im Kreise zu f\u00fchren. Wiederum ging er f\u00fcr lange Zeit nicht mehr in den Wat Paknam Tempel. Er vertiefte sich in seine Studien. Seine Fragen blieben weiterhin unbeantwortet.<\/p>\n<p>Er begann mit der Universit\u00e4t, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Kasetsart Universit\u00e4t in Bangkok. Im Oktober 1963, w\u00e4hrend der Semesterferien, entschied er, wiederum im Wat Paknam Tempel\u00a0nach ihr Ausschau zu halten. So fragte er erneut nach einer Nonne, die \u201aMutter Chandra\u2018 genannt w\u00fcrde, doch niemand hatte von jemand mit diesem Namen geh\u00f6rt. Tats\u00e4chlich fand er jemanden der sagte, dass es zwar keine \u201aMutter Chandra\u2018 gebe, sondern nur eine \u201aLehrerin Chandra\u2018. Er dachte, das m\u00fcsse wahrscheinlich jemand anderes sein.<\/p>\n<p>Doch war dieser Tag nicht umsonst gewesen. Denn ein alter M\u00f6nch erblickte ihn und schlug ihm vor, bei einem M\u00f6nch genannt \u201aAcharn Veera\u2018 Dhamma-Wissen zu studieren, der auch f\u00e4hig war, Meditation so zu unterrichten, wie es vom k\u00fcrzlich verstorbenen GREAT MASTER TEACHER von Wat Paknam gelehrt worden war. Dieser M\u00f6nch, Phrabhavanakosolthera (Veera Ganuttamo) erlaubte dem Studenten neben dem Lautsprecher zu sitzen, durch den man mith\u00f6ren konnte, was in dem Meditationsworkshop vor sich ging. Die Anleitungen waren f\u00fcr ihn unm\u00f6glich zu verstehen. Sie sprachen \u00fcber subtile Dinge, wie das Erleichtern der Leiden der Menschen, der D\u00fcrre und der Hungersnot. Dar\u00fcber, wie der Regen zur richtigen Jahreszeit f\u00e4llt oder Krankheiten der Menschen geheilt werden k\u00f6nnen. Tief in seinem Inneren gefiel es ihm, dieser Art Gespr\u00e4ch zuzuh\u00f6ren, auch wenn er es nicht wirklich verstand. Es lie\u00df ihn sich inwendig k\u00fchl anf\u00fchlen. Er h\u00f6rte sie zu der Zeit stundenlang \u00fcber die Maras sprechen \u2013 und das war es, was ihn wirklich beeindruckte.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag kam der Student wieder zum Tempel und sa\u00df beim Lautsprecher um mitzuh\u00f6ren. Er machte das zwei Wochen lang weiter so, doch er hatte seinen Wunsch, die MASTER NONNE zu treffen noch immer nicht vergessen. Er fragte einen jungen Mann, beinahe gleichen Alters wie er selbst, ob er eine \u201aMutter Chandra\u2018 kenne. Der Mann sagte, es gebe hier keine \u201aMutter Chandra\u2018, nur eine \u201aLehrerin Chandra\u2018. \u201eKannst Du mich dann zu dieser \u201aLehrerin Chandra\u2018 bringen?\u201c fragte er in der schwachen Hoffnung, es k\u00f6nnte dieselbe Person sein. Dieses Mal wurde er der MASTER NONNE vorgestellt, auf den Stufen, die zum Mausoleum der Grabst\u00e4tte des Grossen Abtes f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE hatte ein strahlendes Aussehen und ein L\u00e4cheln auf ihrem Gesicht. Zu jener Zeit war sie 53 Jahre alt \u2013 und auch wenn sie d\u00fcnn ausschaute und unscheinbar ohne ein spezielles \u00c4usseres, so hatte sie jedoch ein Funkeln in ihren Augen, das sie von allen anderen Menschen abhob. Sie hatte Augen, die von tiefem Mitgef\u00fchl sprachen, von Entschlossenheit und innerer Vollendung. Der Student erkannte sie sofort als die Lehrerin, nach der er schon sein Leben lang gesucht hatte \u2013 derjenigen, die ihm die Antworten auf seine Fragen enth\u00fcllen w\u00fcrde, die er in seinem Bewusstsein bewegte.<\/p>\n<p>An diesem Tag wollte er sofort mit seinen Fragen herausplatzen und sie beantwortet haben. Er wollte fragen, wie das damals mit dem\u00a0Ablenken der Bomben gewesen war. Doch die MASTER NONNE war auf dem Weg, ihrer bestehenden Verabredung nachzukommen und so erwiderte sie seinen Gruss und teilte mit: \u201eHeute habe ich bereits eine Abmachung, zu der ich gerade gehe, wir m\u00fcssen unser Gespr\u00e4ch an einem anderen Tag f\u00fchren. Ich nehme an einer Bestattung teil.\u201c<\/p>\n<p>Nur schon das Viele, das er \u00fcber die MASTER NONNE geh\u00f6rt hatte, lies die Hoffnungen des Studenten ansteigen. Er sagte zu, am n\u00e4chsten Tag vorbeizukommen und schon am n\u00e4chsten Morgen kehrte er voller Erwartungen in den Tempel zur\u00fcck. Seit seiner Kindheit hatte er vergeblich nach Antworten auf seine Fragen gesucht. Er hatte so viele Gelegenheiten wie m\u00f6glich ergriffen, ber\u00fchmte Tempel zu besuchen, ihre Lehren zu erfahren und nach Antworten zu forschen \u2013 aber was er bisher gefunden hatte, konnte ihn nicht zufrieden stellen. Die MASTER NONNE jedoch beantwortete seine Fragen an diesem Tag so klar, dass er \u00fcberzeugt war, mit ihr das Dhamma-Wissen zu studieren und zu praktizieren.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, als das Semester wieder begonnen hatte, kam der Student jeden Tag, um mit ihr zu meditieren. Es war eine recht lange Reise f\u00fcr ihn, von der Kasetsart Universit\u00e4t aus den Chao Phaya Fluss zu \u00fcberqueren und bis nach Wat Paknam Basicharoen zu reisen. Es dauerte fast 1.5 Stunden bis er ankam. Normalerweise verliess er die\u00a0Universit\u00e4t am Morgen, ging hinaus zur MASTER NONNE, um mit ihr zu meditieren und kehrte abends an die Universit\u00e4t zur\u00fcck. Gew\u00f6hnlich kam er am fr\u00fchen Nachmittag an und kehrte sp\u00e4t nachts heim.<\/p>\n<p>Dieser Student war der erste, der sich an die \u201aLehrerin Chandra\u2018 wandte als \u201aMASTER NONNE\u2018, und sp\u00e4ter wechselten auch andere dazu \u00fcber, sie so zu nennen. Bei ihrem ersten Treffen verlor die MASTER NONNE keine Zeit mit Nettigkeiten, sondern wies ihren Studenten an, sich zum Meditieren hinzusetzten und vermittelte ihm die Methode. Sie sagte zu ihm: \u201eStell sicher, dass Du h\u00e4ufig meditierst.\u201c Er nahm die Meditation ernst und tat genau, was sie ihm aufgetragen hatte. Er war etwas erstaunt \u00fcber sich selbst, dass er ihre Anweisungen so ernst nahm. Er hatte nicht diese Zweifel im Kopf, mit denen er immer zu k\u00e4mpfen gehabt hatte, w\u00e4hrend er andere Meditationsschulen besuchte. Er fand nicht, dass die MASTER NONNE sich rechtfertigen m\u00fcsste f\u00fcr die Dinge, die sie ihn zu tun bat. Er f\u00fchlte sich gl\u00fccklich, einfach zu folgen.<\/p>\n<p>Es war am Silvesterabend. Da fanden viele Partys und Feiern f\u00fcr Studenten der Kasestart Universit\u00e4t statt. Weil er keine Geheimnisse vor der MASTER NONNE hatte, auch nichts hinter ihrem R\u00fccken tat, ging er und fragte sie erst um Erlaubnis, bevor er zur Party ging. Die MASTER NONNE verbot es ihm nicht, sie sagte nur: \u201eDu gehst jedes Jahr zur Party und auch dieses Jahr kannst Du gehen \u2013 ich werde\u00a0Dir das nicht verbieten \u2013 doch gehe nicht vor Mitternacht auf die Party. Aufgrund dessen unterhielt er sich mit der MASTER NONNE \u00fcber Dhamma-Themen bis ca. 20 Uhr. Auf dem Universit\u00e4tsgel\u00e4nde kam er um 22 Uhr an, nachdem er ausw\u00e4rts noch etwas gegessen hatte. Er wusste genau, wenn er warten w\u00fcrde bis Mitternacht, war s\u00e4mtliche Unterhaltung vorbei, doch er w\u00fcrde seine Zusage nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Er lief an all den Feierlichkeiten vorbei ohne \u00fcberhaupt aufzuschauen. Er lungerte herum wie ein von der<br \/>\nUniversit\u00e4t eingesperrtes Tier und schaute wieder und wieder auf seine Armbanduhr, bis die Zeiger Mitternacht erreichten \u2013 dann sprang er wie angestochen auf, hetzte zu der Feier und kam gerade noch rechtzeitig um zuzuschauen, wie jeder auf sein Fahrrad stieg, um nach Hause zu fahren.<\/p>\n<p>Dies war nur eins von vielen Beispielen, wie die MASTER NONNE ihn testete, um zu sehen, ob er wirklich ernsthaft in seinen Dhamma-Studien war. Egal was geschah, er erhielt seine Praxis aufrecht. Vielleicht war es wegen etwas, das die MASTER NONNE ihm mitgeteilt hatte, beim ersten Mal als sie Zeit hatten, ernsthaft miteinander zu reden. Da hatte sie preisgegeben:\u201eDu bist derjenige, den mich der GREAT MASTER TEACHER Wat Paknam herunterrufen liess, um w\u00e4hrend des 2. Weltkrieges geboren zu werden.\u201c<\/p>\n<p>Wenn er Wat Paknam am Wochenende besuchte, sass er morgens, mittags und nachts um zu meditieren. Sobald Besucher kamen, versteckte er sich innerhalb der Tempelmauern und kehrte zu ihrer Unterkunft zur\u00fcck, wenn alle heimgegangen waren. Er sass oft mit dem R\u00fccken am \u201akopflosen\u2018 Pfeiler angelehnt. Die meisten StudentInnen der MASTER NONNE waren ihr von Master Nonne Thongsuk nach deren Tod \u00fcbergeben worden. Obwohl er nicht ihr erster Student war, \u00fcberholte er viele, die vor ihm gekommen waren wegen seiner Ernsthaftigkeit.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE nahm sich viel Zeit f\u00fcr diesen hingebungsvollen Studenten. Abgesehen davon, dass sie ihn den Weg der Meditation lehrte, bis er in der Lage war, den DHAMMAKAYA \u2013 K\u00f6rper des Lichts selbst zu erreichen, nahm sie die M\u00fche auf sich, jede seiner Fragen zu beantworten, die er an sie richtete, auch dann, wenn sie nicht sehr wichtig zu sein schien.<\/p>\n<p>Als der Student die MASTER NONNE zu Anfang traf, hatte diese noch die Gewohnheit, Beteln\u00fcsse zu kauen. Doch als der Student sie immer wieder fragte \u201awieso\u2019 sie w\u00e4hlte, diese zu kauen und \u201awas\u2018 der Nutzen von Betel w\u00e4re, \u201aob\u2018 sie gut schmeckten, sagte die MASTER NONNE nur, es sei \u201aentspannend\u2018 das zu tun. Sie sagte, einige Portionen schmeckten gut, andere nicht. Sie pflegte Beteln\u00fcsse, die weniger gut\u00a0schmeckten, auszuspucken, die anderen nicht. Irgendwann hatte sie von seinen Fragen genug und eines Tages h\u00f6rte sie auf zu tun, was ein Leben lang ihre Gewohnheit gewesen war.<\/p>\n<p>Am Anfang, als der Student das DHAMMAKAYA-Wissen selbst\u00e4ndig zu erforschen begann, war die MASTER NONNE immer da, um ihn zu ermutigen \u2013 etwas, das er nie zuvor empfangen hatte, nicht einmal von seinen eigenen Eltern. Sie gab ein Rezept f\u00fcr Erfolg an ihn weiter \u2013 indem sie ihm sagte, dass er kontinuierlich danach streben und gleichzeitig sicher stellen sollte, dass seine Technik korrekt war. Er musste jeden Tag meditieren \u2013 ohne Ausnahme. Auch wenn er so m\u00fcde war, dass er manchmal w\u00e4hrend seiner Meditation einschlief, so sollte er trotzdem noch meditieren. Er sollte beobachten, ob er sich an die Technik gehalten hatte, die sie ihm vorgeschrieben hatte.<\/p>\n<p>Normalerweise war die MASTER NONNE aktiv und bei guter Gesundheit. Obwohl sie untergewichtig aussah, leuchteten Gl\u00fccklichsein und Glanz aus ihr heraus. Einmal aber, als sie krank war, erlaubte man ihr, sich an einem Ort in der Sukumvit Strasse von ihrer Krankheit zu erholen, einer Gegend, die damals noch fast ausschliesslich aus offenen Feldern bestand. Ihr Student entschied, sie dort zu besuchen, nicht nur, um ihr einen Krankenbesuch abzustatten, sondern um fortzufahren von ihr zu lernen. W\u00e4hrend er es unternahm zum Haus in Sukumvit zu laufen,\u00a0legte er viele Kilometer in Schweiss gebadet zu Fuss zur\u00fcck. Im Haus sah er die MASTER NONNE flach auf ihrem Krankenbett liegen. Sogar als sie dort lag, erkl\u00e4rte er ihr, dass er \u201adies\u2018 oder \u201adas\u2018 in seiner Meditation tun m\u00fcsste. Sie machte mit dem Unterrichten auch dann noch weiter, wenn sie nicht einmal stark genug war, aufrecht im Bett zu sitzen. Sie behandelte ihre Krankheit, wie wenn sie die einer anderen Person w\u00e4re. Ihr Student war gleichfalls an ihrer Krankheit uninteressiert und sass meditierend an der Seite ihres Bettes, sein Bestes versuchend, alles wozu sie ihn aufforderte in die Praxis umzusetzen, w\u00e4hrend der Schweiss von seiner Reise noch kaum getrocknet war. Dies waren einige seiner gl\u00fccklichsten Studentenjahre mit ihr.<\/p>\n<p>Als sie genesen war, kam der Student wieder jeden Tag nach Wat Paknam. Er sp\u00fcrte, dass er jeden Tag etwas Neues von ihr lernte und wollte mit ihr in seiner Meditation kontinuierlich Fortschritte machen. Es gab nichts anderes auf der Welt, das er lieber gemacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Eines Tages brachte der junge Meditationsforscher die Frage vor seine Lehrerin, bez\u00fcglich einer sehr alten Zeremonie f\u00fcr das Schenken von Lebensmitteln an den Buddha \u2013 ob es durchf\u00fchrbar sei, diese Schenkung mittels Praktizieren der DHAMMAKAYA-Meditation auszuf\u00fchren. Die MASTER NONNE best\u00e4tigte, dass dies durchf\u00fchrbar sei und so lernte der junge Student den Weg im Detail, wie das\u00a0Schenken von Nahrungsmitteln an den Buddha auszuf\u00fchren ist. Diese<br \/>\nSchenkungs-Zeremonie zog die Aufmerksamkeit vieler Menschen an und wurde mehr und mehr beliebt. Hierdurch wurde das uralte sakrale Ritual der Thais von dieser Generation der Meditierenden wieder besser verstanden und akzeptiert.<\/p>\n<p>Er war hingebungsvoll in seinem \u00dcben und wurde ein herausragender Student. Folglich begann er einige seiner Universit\u00e4tsfreunde einzuladen, m\u00e4nnliche und weibliche, alte und junge, im Hause der MASTER NONNE zu meditieren.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich begannen die MASTER NONNE und der Student von 1964 an, mit der Beschlusskraft zu meditieren, dass sich alle Gleichgesinnten, die der Vervollkommnung nachstrebten, der Dhammaprasit Gruppe anschliessen m\u00f6gen, um einander zu helfen, die Arbeit des Verbreitens des DHAMMAKAYA-Wissens nah und fern auf sich zu nehmen.<\/p>\n<p>Schon bald trafen viel mehr junge StudentInnen im Dhammaprasit Haus ein. Die Zeremonie f\u00fcr das Schenken von Lebensmitteln wurde sehr ernst genommen und wurde von mehr und mehr jungen Studierenden besucht. Am ersten Sonntag jeden Monats wurde diese Zeremonie von der ganzen Gemeinschaft des Dhammaprasit Hauses durchgef\u00fchrt, geleitet von der MASTER NONNE, zum Segen aller\u00a0Wesen auf der Erde. Das Dhammaprasit Haus wurde praktisch voll von Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten.<\/p>\n<p>Die Gruppe war fasziniert vom anspruchslosen, bescheidenen Leben der MASTER NONNE. Die Unterkunft war klein, doch jeder Quadratzentimeter war fleckenlos sauber. Junge StudentInnen pflegten an Sonntagen nach der Zeremonie der Lebensmittelschenkung an Buddha dort zu verweilen und die MASTER NONNE verbrachte an zahlreichen Tagen viele Stunden damit, ihnen die Heilkraft des Praktizierens des Buddhistischen Wissens und des F\u00fchrens eines z\u00f6libat\u00e4ren Lebens zu erkl\u00e4ren. Das war eine echte Inspiration f\u00fcr sie. Die MASTER NONNE war in der Lage, zielf\u00fchrende Antworten auf all die Fragen zu geben, die sie aufwarfen.<\/p>\n<p>1966 wurde der Student Khun Phadet Pongsawat vorgestellt, der damals Jeans und Hemdjacke mit Schottenmuster trug und einen einsch\u00fcchternden Charakter besass, mit einer Stimme, laut genug, eine stampfende Herde von B\u00fcffeln aufzuhalten und von der Statur eines Boxers. Er hatte das pers\u00f6nliche Motto \u201aein Vollbl\u00fcter wird niemals fett\u2018, was so viel heisst wie: \u201anichts anbrennen lassen!\u2018<\/p>\n<p>Khun Phadet war seit 3 Jahren der Studenten\u00e4lteste in der Kasetsart Universit\u00e4t. Er war gerade von 2 Jahren Auslandsstudium in Australien zur\u00fcckgekehrt. Die beiden trafen sich an der Loy Kratong Party der\u00a0Universit\u00e4t am 27. November. Eine solche Party gab es nur alle 4 Jahre einmal.<\/p>\n<p>Trotz grosser Unterschiede im Charakter wurden die beiden auf den ersten Blick sofort dicke Freunde \u2013 denn obwohl Phadet einen einsch\u00fcchternden ersten Eindruck hinterliess, war er begeistert davon, Buddhistisches Wissen zu verstehen, doch in seinem Streben nach Wissen hatte er sich in der Schwarzen Magie verfangen. Er offerierte dem Studenten einen Drink \u2013 was vom \u00c4lteren zum J\u00fcngeren normalerweise eher einem Befehl als einer Einladung gleichkam. Zu seiner \u00dcberraschung sagte der Student: \u201eIch trinke keinen Alkohol. Ich halte die Lebensprinzipien.\u201c Das Wort \u201aLebensprinzipien\u2018 schien etwas in Khun Phadet\u2019s Herz wachzur\u00fctteln und es brachte ihn wieder zur\u00fcck auf den Weg der Dhamma-Lehre, von diesem Tage an.<\/p>\n<p>Die Herangehensweise der MASTER NONNE, Meditierende auszubilden war die, mit der Ausbildung einer Person zu beginnen, die ein Vorbild f\u00fcr die \u00fcbrigen sein konnte. Unter ihren m\u00e4nnlichen Studenten war der junge Student Chaiyaboon derjenige, der dem Anspruch eines Vorbildes am meisten entsprach. Dieser Student wurde der Standard, dem ihre \u00fcbrigen Sch\u00fctzlinge, wie z.B. Khun Phadet gen\u00fcgen mussten. Unter den Frauen wurde Khun Khaengkhae Jirachutroj als ein Beispiel genommen und als Mentorin f\u00fcr die j\u00fcngeren StudentInnen. Die\u00a0MASTER NONNE war sehr strikt im Klarstellen, dass die m\u00e4nnlichen und weiblichen Studentengruppen nicht zu einer gegenseitigen Ablenkung f\u00fcreinander wurden.<\/p>\n<p>Sie pflegte zu sagen, \u201eWenn es eins gibt, das ich hasse, dann ist es das Herumgealbere zwischen denen, die zur selben Dhamma Gemeinschaft geh\u00f6ren!\u201c<sup>1\u00a0<\/sup>Sie schloss m\u00f6gliche Probleme aus, indem sie Khun Khaengkhae, die alle Studentinnen mitnahm, zuerst auf den Heimweg gehen liess, wenn die Meditationsklasse am Abend um 20 Uhr endete. Erst 10 oder 20 Minuten sp\u00e4ter, wenn die Damen alle sicher in ihren Bussen nach Hause sassen, erlaubte sie den Herren heim zu gehen. Ausser wenn die Herren eine dringende Angelegenheit zu erledigen hatten, erlaubte sie dieser Gruppe zuerst heim zu gehen, und hielt die Damen f\u00fcr 10 oder 20 Minuten zur\u00fcck, bis die Herren sicher im Bus nach Hause sassen. Dies waren die strikten Vorsichtsmassnahmen, die die MASTER NONNE vorgab, so dass ihre jungen Studentinnen die volle M\u00f6glichkeit hatten, von ihren Dhamma-Lektionen zu profitieren. Keine Skandale oder Verd\u00e4chtigungen sollten jemals die Einheit der Pionierarbeitergruppe des Dhammaprasit Hauses untergraben.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Wong boon diaw gan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie pflegte ihren StudentInnen zu sagen:<\/p>\n<p>\u201eHalte nichts vor mir geheim. Wenn Du Probleme hast, dann erz\u00e4hl mir davon, so dass ich helfen kann. Betrachte mich wie einen Elternteil. Deine Eltern k\u00f6nnen jedoch nur Dinge verstehen, die Dir im gegenw\u00e4rtigen Leben n\u00fctzen. Ich achte auf Dinge, die Dir auch in zuk\u00fcnftigen Leben Wohlergehen bringen werden. Ich f\u00fchle mich verantwortlich, sogar f\u00fcr kommende Leben. Ich habe Angst, dass wenn Du irgendwelche Dinge tust, Du nach dem Tod in der H\u00f6lle enden k\u00f6nntest. Wir w\u00fcrden keine Chance mehr haben, uns zu treffen. Du w\u00fcrdest die Chance verpassen, den GREAT MASTER TEACHER von Wat Paknam zu treffen. Du w\u00fcrdest keinen Zugang mehr zum Wissen von DHAMMAKAYA haben. Das sind die Dinge, die mir Sorgen machen \u2013 deshalb halte nichts vor mir geheim.\u201c<\/p>\n<p>Von diesem Tag an hielten ihre StudentInnen also nichts mehr vor der MASTER NONNE zur\u00fcck. Wenn sie etwas Falsches getan hatten, erz\u00e4hlten sie es ihr, so dass sie ihnen Hinweise geben konnte, welches Leid kommen w\u00fcrde, wenn sie mit diesem Verhalten weiter machen w\u00fcrden. Sie erz\u00e4hlte dann nicht nur von dem Leid im gegenw\u00e4rtigen Leben, sondern auch von dem Leid in den zuk\u00fcnftigen Leben. Sie n\u00e4hrte ihre StudentInnen, indem sie ihnen erlaubte, auf dem Weg der Dhamma-Lehre zu wachsen und ihre Sittsamkeit zu meistern.<\/p>\n<p>Auf diese Weise formte die MASTER NONNE ihr Team \u2013 der Startpunkt war eine Gruppe, die Reinheit \u00fcber Alles respektierte, die dazu da war, die Saat der DHAMMAKAYA Tradition \u00fcber die ganze Welt auszustreuen. Mit Massnahmen hinter den Kulissen, die diese jungen Leute beeinflussten, die normalerweise an nichts mehr interessiert waren, als daran, ihre eigene Familie zu gr\u00fcnden, inspirierte die MASTER NONNE sie dazu, sich selbst f\u00fcr das Erhalten des Buddha Wissens hinzugeben. Es kostete sie 10 Jahre, diese Gruppe zu ihrer Zufriedenheit zu trainieren \u2013 ein Team das in jeder Aufgabenstellung ohne interne Konflikte kooperieren konnte.<\/p>\n<p>Die Reinheit des Lebensstils, in der die MASTER NONNE sie trainierte, bestand darin, sich an das zu halten, was Budhha\u2019s eigene Definition des Wortes \u201arein\u2018 beinhaltete. Rein im K\u00f6rper, bedeutet, moralisch zu sein in k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t, sich davon abzuhalten zu T\u00f6ten, zu Stehlen und sexuelles Fehlverhalten zu begehen. \u201aReinheit in der Rede\u2018 handelt davon, sich davon abzuhalten zu L\u00fcgen, mit Worten zu spalten, zu schw\u00f6ren oder nutzloses Zeug zu schw\u00e4tzen. \u201aReinheit des Bewusstseins\u2018 bedeutet frei von der Absicht zu sein, Besitz anderer zu begehren und frei von Rachebed\u00fcrfnissen zu sein, sowie die \u201aRechte Sichtweise\u2018<sup>2\u00a0<\/sup>einzunehmen. Nur auf diese Art kann eine Person wirklich als \u201arein\u2018 betrachtet werden.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>Eine Weltanschauung, die in h\u00f6chste Achtsamkeit versetzt und zu Selbstverbesserung motiviert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE Arjarn war ein Vorbild in Reinheit auf allen Ebenen, der inneren und der \u00e4usseren. Sie war eine Person, die seit ihrer Kindheit Reinheit geliebt hat. Sie erkl\u00e4rte: wir k\u00f6nnen kein ordentliches Bewusstsein haben, wenn wir in einer unordentlichen Umgebung leben. Ein Beispiel ihrer Reinlichkeit ist, dass wenn sie einen Stuhl reinigte, tat sie es mit Achtsamkeit von der Vorderseite zur R\u00fcckseite, von der linken zur rechten Seite, von oben nach unten, selbst die Unterseite nicht auslassend. Alle sakralen Gegenst\u00e4nde mussten jeden Tag sauber gehalten werden. Sie legte besonderen Wert auf Sauberkeit in der K\u00fcche und in den Toiletten, denn wenn der unsauberste und unordentlichste Platz sauber gehalten werden konnte, dann konnte die ganze Umgebung sauber gehalten werden.<\/p>\n<p>Die Art wie die MASTER NONNE sich kleidete, war anders als die jeder anderen Person. Ihre Kleider, obwohl sie einfach und abgetragen wirkten, waren stets fleckenlos sauber. Obwohl ihre Nonnenrobe mehrfach geflickt oder abgenutzt aussah, war sie jedoch nie zerknittert oder schmutzig. Khun Phadet fragte sie einmal, \u201eWie kommt es, dass Deine Bluse abgenutzt und doch sauberer ist, als mein eigenes Hemd, das noch fast neu ist?\u201c Die MASTER NONNE erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p>\u201eIch bin nur eine Bauerntochter. Ich habe nicht viele Kleider, so muss ich jeden Tag meine W\u00e4sche waschen. Der Schmutz auf den Kleidern hat nicht lange genug Zeit sich festzusetzen, weil sie schon wieder\u00a0gewaschen und auf der W\u00e4scheleine sind. Sobald sie trocken sind, nehme ich sie schnell ab und lege sie weg.\u201c<\/p>\n<p>Khun Phadet gestand, dass er bis dahin nie daran gedacht hatte, Putzlappen zu waschen und sie wieder zu verwenden. Er hatte sie immer weggeworfen wenn sie schmutzig waren. Die MASTER NONNE hielt alles sauber genug, so dass man es h\u00e4tte tragen k\u00f6nnen, sogar bis zu den Putzlappen, mit denen der Fussboden gewischt wurde!<\/p>\n<p>Eines Abends, als die MASTER NONNE die StudentInnen w\u00e4hrend 10 Minuten in der Meditation angeleitet hatte, liess sie sie in der Stille weiter meditieren und verschwand in der Toilette. Khun Phadet bemerkte, dass die Toilette nach der Meditation sauberer war als vorher und aus Neugier folgte er ihr das n\u00e4chste Mal, als sie w\u00e4hrend einer Meditationssitzung verschwand. Er fand sie, wie sie die Toilettensch\u00fcssel reinigte und polierte und wie sie den Fussboden in der Toilette wischte, bis er komplett trocken war. Egal wie die Toilette vor ihr verlassen worden war, sie hinterliess sie stets so, dass sie f\u00fcr die n\u00e4chste Person aussah als w\u00e4re sie die Erste, die sie benutzte. Ein Teil ihrer Motivation, mit dem Reinigen der Toilette so sorgf\u00e4ltig zu sein, war das Risiko f\u00fcr eine Person im fortgeschrittenen Alter, auf dem nassen Boden auszurutschen.<\/p>\n<p>Indem sie mit ihrer eigenen Praxis ein Beispiel gab, w\u00fcnschte sie\u00a0sich, dass ihre eigenen StudentInnen in ihre Fussstapfen treten w\u00fcrden, indem sie sich von den Sorgen und Verpflichtungen eines eigenen Hausstandes frei hielten, damit sie sich dem Streben nach Vervollkommnung widmen konnten. Aus diesem Grund ermutigte sie diejenigen ihrer StudentInnen, die noch Single waren, z\u00f6libat\u00e4r zu leben. An den Abenden, wenn sie Meditation unterrichtete, f\u00fcgte sie die Ermutigung f\u00fcr ihre StudentInnen ein, ein Leben in Ehelosigkeit zu f\u00fchren. Was sie unterrichtete war tats\u00e4chlich immer verkn\u00fcpft mit gesundem Verhalten, dem Streben nach Vervollkommnung in diesem Leben und dem n\u00e4chsten. Sie pflegte oft die zu loben, die Single blieben \u2013 indem sie sagte, dass sie frei waren wie ein kleiner Vogel im Himmel, der sich um nichts k\u00fcmmern musste ausser um seine eigenen Fl\u00fcgel und seinen Schwanz. Wenn man sich nicht in eine Beziehung verwickelte oder eine Familie gr\u00fcndete, dann war man auch so frei wie ein Vogel. Sie sagte:<\/p>\n<p>\u201eWenn Du allein lebst, kannst Du mit 100 Baht alles machen, was Dir gef\u00e4llt. In dem Moment, wo Du eine Familie hast, kannst Du nur noch 50 Baht davon erw\u00e4gen zu spenden. Wenn Du 2 Kinder hast, bist Du m\u00f6glicherweise nur noch in der Lage, 12.50 Baht zu geben. Wenn Du 3 oder 4 Kinder hast, bist Du kaum noch in der Lage, etwas f\u00fcr das Buddha Wissen zu spenden. Kinder sehen s\u00fcss aus, wenn sie klein sind, doch es ist schwierig sich klar zu machen, wie st\u00f6rrisch sie sein werden,\u00a0wenn sie \u00e4lter sind. Deshalb ist es g\u00fcnstiger, sich nicht von vornherein in eine Beziehung zu verwickeln. So kann man der Vervollkommnung nachstreben, ohne sich um noch jemand Sorgen machen zu m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Es w\u00e4re ein Leben in Freiheit \u2013 mit einem Minimum an Sorgen und keinem Bedarf, Zeit mit Einschmeicheln bei anderen zu verbringen, was einem erlauben w\u00fcrde, die begrenzte zur Verf\u00fcgung stehende Zeit damit zu verbringen, sein Bewusstsein zu kultivieren und die Reinheit des Bewusstseins aufrecht zu erhalten. Wenn unser Bewusstsein frei ist von den Fanghaken durch \u00e4ussere Leute oder Gegenst\u00e4nde, ist es besser in der Lage, nach innen zu gleiten, um innere Erfahrungen zu machen. Auf diese Weise schaffte es die MASTER NONNE, in all ihren Wachstunden w\u00e4hrend ihres ganzen Lebens Dhamma zu praktizieren. Obwohl sie manchmal an Leute geriet, die entweder ihre Absichten nicht verstanden oder ihr deshalb schmeichelten, blieb sie davon unbewegt, weil ihr Bewusstsein bereits fest im Inneren etabliert war.<\/p>\n<p>Geburtstage waren immer eine beliebte Festlichkeit und der Geburtstag der MASTER NONNE bildete darin keine Ausnahme. Ihre StudentInnen organisierten das Geburtstagsfest gew\u00f6hnlich gem\u00e4ss dem Mondkalender.<sup>3\u00a0<\/sup>1968 fiel ihr Geburtstag auf den 10. Januar. Ungef\u00e4hr 10 \u2013 15 StudentInnen meditierten mit ihr, putzten ihre Unterkunft\u00a0heraus und h\u00f6rten einen Dhamma Vortrag von ihr. Sie lehrte:<\/p>\n<p>\u201eIch liebe Euch alle wie meine eigenen Kinder. Jeder von Euch ist so tugendhaft, strengt sich an in seiner Meditation und tut alles mit Sorgfalt. Eure Meditation macht Fortschritte \u2013 doch weisst Du was, ich w\u00fcrde Dich noch mehr lieben, wenn Du das Rauchen aufgeben w\u00fcrdest!\u201c<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>Der 10. Tag des zunehmenden Mondes im 2. Mondmonat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Worte der MASTER NONNE \u00fcbten eine gewisse Kraft auf sie aus, denn kaum hatte sie gesprochen, warfen alle anwesenden Studenten, unter ihnen auch Khun Phadet, ihren Restbestand an Zigaretten in ihren Spuckbecher und machten in ihrer Gegenwart einen Schwur, dass sie niemals wieder rauchen w\u00fcrden f\u00fcr den Rest ihres Lebens \u2013 das vielleicht beste Geburtstagsgeschenk, das sie zu geben hatten. An diesem Tag, als alle nach Hause gegangen waren ausser Khun Chaiyaboon, gab dieser der MASTER NONNE ein Geschenk, das die vorherigen noch \u00fcbertraf: und zwar machte er einen Schwur in ihrer Anwesenheit, dass er das z\u00f6libat\u00e4re Leben beibehalten w\u00fcrde, f\u00fcr den Rest seines Lebens. Sie h\u00f6rte seinem Eid zu, mit grosser Freude und Stolz \u00fcber ihren Studenten. Sein Beispiel inspirierte sp\u00e4ter viele seiner Freunde, dasselbe zu tun. Und so wurde ihr Geburtstag jedes Jahr zu einer Gelegenheit f\u00fcr die StudentInnen, ihr spirituelles Bestreben in Worte zu fassen, n\u00e4her und n\u00e4her hin zu den Idealen, zu denen die MASTER NONNE sie inspirierte.<\/p>\n<p>Die Studentengruppe bestand aus lauter jungen, begeisterten Leuten, stark Gefestigten in der Lehre des Buddhas. Mit grossem Ehrgeiz waren sie fest\u00fcberzeugte Buddhisten, die parat waren, die Lehren der Buddhas in der Welt zu verbreiten. Die Gruppe schien jeden Tag gr\u00f6sser zu werden. Als die Gruppe anwuchs, erhielt die MASTER NONNE die urspr\u00fcngliche Entschlossenheit und die heilsame Kraft der Tugend der Pioniergruppe aufrecht. Sie lehrte ihre StudentInnen immer neu, enthaltsam zu bleiben und erinnerte sie an die naturgegebenen Belastungen, die ein Familienleben mit sich brachte. Tats\u00e4chlich wollte ihr Student oftmals sein Studium an der Kasetsart Universit\u00e4t abbrechen \u2013 so stark war seine Wahrnehmung von der Dringlichkeit, ordiniert zu werden. Doch die MASTER NONNE liess es nicht zu sondern sagte, dass sie ihm erst erlauben w\u00fcrde zu ordinieren, wenn er sein Studium abgeschlossen h\u00e4tte. Er m\u00fcsse ein Sch\u00fcler des weltlichen und des spirituellen Wissens sein und beide Bereiche dahin f\u00fchren, fruchtbringend f\u00fcr das Gedeihen des Buddha Wissens zu sein. Aufgrund der Armut ihres eigenen Bildungshintergrundes, war sie immer sehr unterst\u00fctzend f\u00fcr alle Arten von Bildungsinitiativen, genau auf dieselbe Weise, wie es auch der GREAT MASTER TEACHER gewesen war. Er hatte die Menschen immer inspiriert, hart zu lernen, obwohl er wusste, dass das h\u00f6chste Ziel im Leben durch Meditation erreicht wurde.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter schloss der Student sein Studium ab und bald danach, am 27. August 1969 \u2013 dem Vollmondtag des 9. Monats im Mondkalender der Thais \u2013 versammelten sich Mitglieder der Dhammaprasit Gruppe in der Schreinhalle des Wat Paknam Tempels, wo der Student in sein M\u00f6nchsleben eintrat und damit seine Absicht vollendete, sein Leben dem Buddha Wissen zu widmen, als M\u00f6nch \u201aVENERABLE DHAMMAJAYO BHIKKU\u2018.<\/p>\n<p>Er besass die volle Kenntnis von der Realit\u00e4t des Lebens \u2013 dass Dinge nicht best\u00e4ndig sind \u2013 dass den Menschen und allen Lebewesen vorbestimmt ist zu sterben und dass es keine wahre Sicherheit in irgendwelchen Dingen gibt. Nach der letztendlichen Wahrheit zu suchen ist das allerh\u00f6chste Ziel aller Kreaturen. VEN. DHAMMAJAYO machte einen feierlichen Schwur bei sich selbst, seine Mission zu erf\u00fcllen, koste es was es wolle, egal welche Selbstaufopferung es verlange, alle Lebewesen dahin zu bringen, die h\u00f6chste Gl\u00fcckseligkeit des Nirvana zu erlangen. Diese Ordination war ein grosser Meilenstein f\u00fcr das Dhammaprasit Haus, das nun einen sehr talentierten Meditationslehrer in seiner Mitte hatte. Die MASTER NONNE war zu dieser Zeit 61 Jahre alt. Die Anzahl der Menschen, die zur Meditation zum Dhammaprasit Haus kam, war so gross, dass an den grossen Zeremonien alles \u00fcberf\u00fcllt war: das Haus, der Balkon und die Gr\u00fcnfl\u00e4che davor. Es gab buchst\u00e4blich nur einen Stehplatz f\u00fcr die Zeremonie des Schenkens von Nahrungsmitteln\u00a0f\u00fcr den Buddha, die an jedem ersten Sonntag im Monat stattfand. Als die Anzahl der StudentInnen im Dhammaprasit Haus den ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Platz \u00fcberstieg, begann die MASTER NONNE die Idee in Betracht zu ziehen, einen von Grund auf neuen Tempel zu bauen. Sie plante f\u00fcr dieses Tempelgeb\u00e4ude alles selbst. Schon seit langer Zeit hatte sie diese Absicht gehabt, doch wartete sie erst, bis ihr Nachfolger ordiniert war. Nach der Ordination brauchte der neue M\u00f6nch doch seinen eigenen Ort, den er als Meditationsschule nutzen konnte. Also brauchte es einen Tempel, zu dem die Menschen kommen konnten, um meditieren zu lernen. Sie strebten an, das Buddhistische Wissen in ferne L\u00e4nder zu verbreiten und das Wachsen der DHAMMAKAYA Meditation f\u00fcr Frieden in alle L\u00e4nder der Erde zu bringen. Es schien sehr klar zu sein, dass das Dhammaprasit Haus den starken und heilsamen Bestrebungen der Mitglieder nicht mehr gerecht wurde, wenn diese ihre Mission erf\u00fcllen sollten. Genau zu diesem Zeitpunkt wusste die MASTER NONNE, dass die richtige Zeit gekommen war, selbst einen eigenen Tempel zu erbauen.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;11 Erbauen des DHAMMAKAYA Tempels&#8221; el_id=&#8221;1508207093602-465c7563-6f2d&#8221;]<strong>Sayam ayavayam janna\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 sayam janna katakatam<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nigganhe niggaharaham\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0pagganhe paggaharaham<\/strong><\/p>\n<p>Die F\u00fchrungsperson muss selbst Kenntnis von Ausgaben und Einnahmen haben und davon, welche Arbeit erledigt ist oder welche noch zu tun ist. Sie m\u00fcssen diejenigen kritisieren, die es wert sind kritisiert zu werden und diejenigen loben, die es wert sind, gelobt zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>J.V. 116<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE hielt Ausschau nach einem 20 Acres grossen St\u00fcck Land, um einen Tempel zu bauen. Eines Tages, als VEN. DHAMMAJAYO meditierte, sah er eine riesige Fl\u00e4che von Reisfeldern nahe am Ufer eines Kanals. Er war in der Lage, den Ort des Landstrichs zu erkennen und dass es in der Provinz Pathumthani war. Er fand heraus, dass es einer sehr alten Landbesitzerin geh\u00f6rte, die tugendhaft genug sein w\u00fcrde zu \u00fcberlegen, sich f\u00fcr den Verwendungszweck, den die Dhammaprasit Gruppe angab, von ihrem Land zu trennen. Die MASTER NONNE delegierte Khun Thawin Watti-rangkul (damals noch nicht als Nonne ordiniert), um die Besitzerin Lady Prayat Paetyapongsa-Visudhathibodee aufzusuchen und mit ihr zu verhandeln und zu sehen, ob sie die Dhammaprasit Meditationsgruppe das Landst\u00fcck kaufen liesse. V\u00f6llig zuf\u00e4llig trafen sie die alte Dame an ihrem Geburtstag an, einem Tag, an dem sie beabsichtigte, die gr\u00f6sste gute Tat ihres Lebens auszuf\u00fchren, um Boonya zu generieren. Als sie sagten, sie wollten ca. 20 Acres Land kaufen, um einen buddhistischen Tempel darauf zu bauen, war diese Lady \u00fcberw\u00e4ltigt und weigerte sich, auch nur irgendeinen Teil ihres Landes zu verkaufen. Sie wollte es ihnen auch nicht zur Miete \u00fcberlassen. Sie sagte, sie w\u00fcrde ihnen stattdessen das ganze Land \u00fcbergeben, was vier Mal mehr war, als das, worum sie gebeten hatten \u2013 und dies war der Start f\u00fcr das DHAMMAKAYA Ausbildungszentrum.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Soon putthajak patipatthamm<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gleich darauf fragte VEN. DHAMMAJAYO die MASTER NONNE nach der Durchf\u00fchrbarkeit, einen Tempel zu bauen, in den Hunderte von Menschen kommen w\u00fcrden und Hunderte von M\u00f6nchen bleiben w\u00fcrden. Die MASTER NONNE fragte Khun Phadet, wie hoch der Geldbetrag sein m\u00fcsste, der n\u00f6tig w\u00e4re, einen solchen Tempel zu errichten. Khun Phadet antwortete, dass dies rund 100 Millionen Baht kosten w\u00fcrde. Die MASTER NONNE meditierte und kam mit einem zufriedenen L\u00e4cheln zur\u00fcck und sagte, dass egal ob die Zahl der Ankommenden Hunderte oder Tausende w\u00e4ren, sie aus ihrem grossen Mitgef\u00fchl heraus in der Lage sein w\u00fcrde, f\u00fcr sie alle zu sorgen.<\/p>\n<p>Stolz zog die MASTER NONNE anschliessend den braunen Briefumschlag hervor, den sie benutzt hatte, um Spenden zu sammeln. Dieses Geld w\u00fcrden sie nun einsetzen, um den Tempel zu bauen. Sie z\u00e4hlten und kamen auf nur 3\u2018200 Baht (ca. USD$ 80). Khun Phadet fragte sie: \u201eWie k\u00f6nnen wir einen Tempel bauen mit nur 3\u2018200 Baht?\u201c Die MASTER NONNE fragte zur\u00fcck: \u201eWenn Du ein Budget von 100 Millionen Baht von der Regierung bekommen w\u00fcrdest, um Menschen zu trainieren, tugendhaft zu sein und ihr Leben f\u00fcr das Buddha Wissen hinzugeben wie Du und das Team, wie viele Menschen w\u00fcrdest Du gewinnen?\u201c Khun Phadet antwortete, dass man nicht einmal sicher sein konnte, auch nur eine einzige gute Person zu trainieren \u2013 auch dann nicht, wenn man 100 Millionen Baht besass. Die MASTER NONNE\u00a0erkl\u00e4rte daraufhin mit einem L\u00e4cheln, dass sie bereits 11 tugendhafte und hingebungsbereite Menschen hatte, was viel mehr wert war als 100 Millionen Baht und sie war sicher, dass sie Erfolg haben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Zu jener Zeit als sie mit dem Tempelbau begannen, waren nur sehr wenige Freiwillige da, die ihr halfen \u2013 doch alle waren solche, die sie zuvor selbst trainiert hatte, von der Zeit an, als sie noch StudentInnen waren. Und diese StudentInnen waren wirklich aussergew\u00f6hnlich, denn normalerweise dachte im Teenageralter niemand daran, ein z\u00f6libat\u00e4res Leben zu f\u00fchren. Normalerweise dachten Teenager einfach \u201awie jung und sch\u00f6n bin ich\u2018, \u201awie h\u00fcbsch\u2018, \u201awie gesund bin ich doch\u2018, \u201aich sollte ausgehen und Spass haben, solange ich in der Bl\u00fcte des Lebens stehe\u2018 \u2013 doch diese Gruppe, die die MASTER NONNE trainiert hatte, interessierte sich mehr und mehr f\u00fcr Meditation und wollte die 8 Lebensprinzipien<sup>2\u00a0<\/sup>f\u00fcr den Rest ihres Lebens einhalte. Und was die Herren betraf, viele von ihnen wollten sich f\u00fcr ihr ganzes Leben ordinieren lassen. Folglich waren ungef\u00e4hr 10 M\u00f6nche oder freiwillige Helfer im Tempel, die der MASTER NONNE halfen, den Tempel aufzubauen. Wie man auf alten Fotos sehen kann, war der Tempel zun\u00e4chst nichts anderes als unwirtliches Land. Doch diese Menschen\u00a0waren so voller Vertrauen in das Buddha Wissen, dass sie dachten, nichts kann ihnen zu schwierig sein. Sie w\u00fcrden einen Weg finden, den Tempel erfolgreich zu machen. Das ist der Grund, weshalb die MASTER NONNE sagte, sie sei eine Multimillion\u00e4rin. Sie war keine Million\u00e4rin im Sinne von westlichen wirtschaftlichen Werten, doch sie war es im Sinne der buddhistischen wirtschaftlichen Werte \u2013 wo es nicht einfach nur um Zahlen geht, sondern wo sogar Glaube und Vertrauen als Aktivposten z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>Die striktere Version von den 5 Lebensprinzipien, die die 3. Regel ver\u00e4nderte zu \u201akeine Sexualit\u00e4t zu leben und hinzuf\u00fcgte, nach dem Mittag nichts mehr zu essen, sich davon abzuhalten, unbescheiden zu sein und in luxuri\u00f6sem Bett zu schlafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Genau zu jener Zeit stellten einige StudentInnen von MASTER NONNE ein Buch mit dem Titel \u201aIn Richtung Gl\u00fcck laufen\u2018 zusammen (Walking Towards Happiness), um diejenigen zu erreichen, die ihnen m\u00f6glicherweise helfen konnten, den neuen Tempel zu bauen. Das Buch brachte Zeugnisse und Erfahrungen von verschiedenen herausragenden StudentInnen der DHAMMAKAYA Tradition, die darin den Grund erkl\u00e4rten weshalb der Tempel gebaut werden m\u00fcsste. Die MASTER NONNE konnte ihre eigene Lebensgeschichte f\u00fcr das Buch nicht selbst schreiben und so erz\u00e4hlte sie diese denjenigen, die sie stellvertretend f\u00fcr sie niederschrieben. Es stellte sich heraus, dass es ein sehr inspirierendes Buch war, das viele seiner LeserInnen anregte, weiterzukommen und mitzuhelfen bei der Arbeit des Tempelaufbaus.<\/p>\n<p>Angef\u00fchrt von MASTER NONNE begann die Dhammaprasist Gruppe mit der Tempelgr\u00fcndung, nachdem sie folgendes Gel\u00f6bnis abgelegt\u00a0hatten:<\/p>\n<p>\u201eWir wollen zu Ehren des Buddhas unser ganzes Fleisch und Blut, K\u00f6rper und MIND, Intelligenz und Reichtum dem Aufbau eines Meditationszentrums weihen, das dem Weg des DHAMMAKAYA folgt.\u201c<\/p>\n<p>Der Temple wurde mit dem ersten feierlichen Spatenstich an der Magha Puja Tag-Zeremonie am 20. Februar 1970 gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Bevor sie mit der Arbeit des Tempelaufbaus begann, berief MASTER NONNE eine Zusammenkunft aller Beteiligten ein, um das voraussichtliche Auftauchen von Problemen bei der Arbeit abzuwenden. Sie erkl\u00e4rte, dass sie darauf bestand, obwohl der Temple gross war und es lange Zeit dauern w\u00fcrde ihn fertigzustellen, dass er den h\u00f6chsten Anspr\u00fcchen entsprechend gebaut w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sie sagte voraus, dass pers\u00f6nliche Konflikte mit Sicherheit ihr h\u00e4ssliches Gesicht zeigen w\u00fcrden, sobald sie f\u00fcr den Tempel zusammenarbeiteten und dass sich jeder, der sich selbst in Konflikten als leicht provozierbar kannte, sofort in den Hintergrund der Gruppe bewegen sollte. Stattdessen sollte jeder, der in einer Konfliktsituation arbeiten konnte ohne w\u00fctend zu werden, nach vorne kommen und nah bei ihr sitzen. Die Situation w\u00fcrde eine Menge Geduld erfordern. Die MASTER NONNE benutzte immer wieder das Motto: \u201eWir m\u00f6gen zwar verschiedener Meinung sein, doch wir m\u00fcssen niemals gegeneinander\u00a0wirken.\u201c (Zum Beispiel k\u00f6nnte jeder seine Meinung ausdr\u00fccken, alle k\u00f6nnten ihre Sichtweisen diskutieren, doch sollte dies nie zu einer Blockade f\u00fchren.) Dies bedeutete, dass egal wie viele Menschen da waren, sie alle in ihrer Bitte vereint waren, das Dreifache Juwel zu erlangen, den Inneren DHAMMAKAYA. Somit wurde Khun Phadet als Verantwortlicher eingesetzt, f\u00fcr das 80 Acres grosse Grundst\u00fcck zu sorgen und ebenfalls alle Bauarbeiten auf diesem Land zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Als Khun Phadet eines Tages die MASTER NONNE dabei antraf, wie sie einen sehr ausgedehnten Wunsch bekr\u00e4ftigte, fragte er sie, was f\u00fcr sie so wichtig sei, dass sie einen derart langen Wunsch machte. Die MASTER NONNE hatte den Wunsch gemacht, dass sie niemals daf\u00fcr verantwortlich sein m\u00f6ge, dass jemand sein Leben verlor, auch in keinem ihrer zuk\u00fcnftigen Leben, nicht einmal das Leben eines so niedrigen Tieres wie eine Ameise oder Termite \u2013 und ebenfalls den Wunsch, dass kein Lebewesen jemals daf\u00fcr verantwortlich sein m\u00f6ge, sie zu t\u00f6ten \u2013 selbst dann nicht, wenn sie allein einer ganzen Armee von Angreifern gegen\u00fcberstehen sollte, so wie einst Buddha in der Nacht seiner Erleuchtung mit Mara\u2019s Armee konfrontiert gewesen war. Khun Phadet hatte den Eindruck, dass die MASTER NONNE ihm eine pers\u00f6nliche Lektion erteilen wollte, denn zu jener Zeit wurde der Tempel von Leuten bedroht, welche die mit Stroh gedeckte Versammlungshalle abbrennen wollten. Tief in Phadet\u2019s MIND war\u00a0die Versuchung, mit diesen St\u00f6renfrieden ein f\u00fcr allemal Schluss zu machen \u2013 doch konfrontiert mit der Ernsthaftigkeit von MASTER NONNE\u2019s Wunsch, nahm diese Warnung vor der Gefahr, die allein schon von einer fehlgeleiteten Absicht ausging, seiner Aggression allen Wind aus den Segeln.<\/p>\n<p>Die Errichtung des Tempels basierte auf 3 Komponenten: die Arbeitsplanung, die Personalplanung und die Finanzplanung. In der Gr\u00fcndungsphase des Tempels war die ganze Arbeitsplanung bereits im Herzen des Abtes, VEN. DHAMMAJAYO. Der Finanzierungs- und Personalplan waren jedoch noch nicht entwickelt. Es existierte nur der Arbeitsplan \u2013 die restliche Planung geschah sp\u00e4ter Schritt f\u00fcr Schritt mit dem Voranschreiten des Projektes.<\/p>\n<p>So unsch\u00e4tzbar hoch auch der Betrag an ben\u00f6tigten Ressourcen und Geld war, so offensichtlich war es jedoch, dass der weitaus \u00fcberragender Faktor die Qualit\u00e4t der Mitarbeiterinnen war, die ben\u00f6tigt wurde, um den Tempel Wat Phra DHAMMAKAYA erfolgreich zu erbauen. Mit den Worten des Abtes:<\/p>\n<p>\u201eDiejenigen Menschen, die diese Arbeit ausf\u00fchren, m\u00fcssen mit Sicherheit Liebende sein, voll Ergebenheit und Hingabebereitschaft bis zu dem Ausmass, dass sie bereit sind, ihr eigenes Leben daf\u00fcr zu riskieren.\u201c<\/p>\n<p>Um den Arbeitsplan zu manifestieren und die Zielsetzung zu bekr\u00e4ftigen, den idealen Platz f\u00fcr das Praktizieren von Meditation und Studieren der Dhamma-Weisheitslehre zu erschaffen, gab der Abt den Auftakt zum Tempelbau mit seinen eigenen H\u00e4nden.<\/p>\n<p>Er machte den Wunsch, dass wenn die Menschen kamen und die treibende Kraft der Tugend im Tempel erlebten, sie ebenfalls inspiriert sein w\u00fcrden, selbst zum Plan des Abtes mit beizutragen. Zu Beginn war der Tempel nur ein 80 Acres grosses offenes Land, bestehend aus Reisfeldern. Es gab keine B\u00e4ume, die Schatten geben konnten, denn der Boden war praktisch unfruchtbar. Der Abt musste eine f\u00fcr Meditation angemessene Umgebung kreieren. B\u00e4ume wurden ben\u00f6tigt, um dem Platz Schatten zu geben und er entwarf ein Netzwerk von Kan\u00e4len, um den Tempel f\u00fcr Meditierende k\u00fchl und angenehm zu machen.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte der Tempel nicht viel Geld. Gleichzeitig schien die Anzahl der unterst\u00fctzenden Leute immer die verf\u00fcgbaren Ressourcen zu \u00fcbertreffen. Nachdem ihnen das Land \u00fcbertragen worden war, lud MASTER NONNE die ganze Dhammaprasit Gruppe ein, den Platz zum ersten Mal zu besichtigen \u2013 denn Viele hatten f\u00fcr den Landerwerb gespendet, ohne ihn je zuvor gesehen zu haben. Als sie das Grundst\u00fcck erblickten, das \u00fcber die gesamte Fl\u00e4che aus nacktem Reisfeld- \u00d6dland bestand, soweit das Auge reichte, konnten Viele sich nicht vorstellen, wie dieses Land jemals in eine grosse\u00a0Tempelanlage umgestaltet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Das Niveau des Landes in den Reisfeldern war drei Meter niedriger als es h\u00e4tte sein d\u00fcrfen. So war es unumg\u00e4nglich, dass die Pioniere ein Kanalbett ausbaggern mussten, um das Land wie \u201aInseln\u2018 \u00fcber den Wasserspiegel der Reisfelder anzuheben. Die Inseln selbst mussten eine Ausdehnung von mindestens sechs Metern haben und brauchten Pfosten, die ihnen das erforderliche Profil gaben. Ein Flussbagger und Freiwillige des Ministeriums f\u00fcr Bodenbew\u00e4sserung wurden f\u00fcr diese Arbeit ben\u00f6tigt. Es wurde dreieinhalb Meter in die Tiefe gegraben und der Baggeraushub aufgeh\u00e4uft, um neue Inseln zu formen. Die bereits bestehenden Kan\u00e4le mussten aufgef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Nachdem auf dem 80 Acres Grundst\u00fcck die Kan\u00e4le ausgehoben waren, lud VEN. DHAMMAJAYO alle Unterst\u00fctzer des Dhammaprasit Hauses ein, im Lastkahn des Bodenbew\u00e4sserungsministeriums eine Besichtigungstour durch die gesamte Anlage zu machen. Als die Gruppe sah, dass die Pl\u00e4ne des Tempels aufgingen, taten sie sich zusammen, um die notwendigen finanziellen Mittel f\u00fcr den Bau der ersten Unterk\u00fcnfte f\u00fcr M\u00f6nche zu beschaffen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Bauzeit des Tempels wohnte die MASTER NONNE noch nicht dort. Trotzdem geh\u00f6rte ihr Besuch im Tempel zu ihrer\u00a0regelm\u00e4ssigen Tagesroutine. Gew\u00f6hnlich stand sie um ca. 3:00 Uhr morgens auf, um zu meditieren, damit sie sp\u00e4ter hilfreich sein konnte bei der Ankunft von Schenkungen und freiwilligen Helferinnen, die so dringend ben\u00f6tigt wurden, damit die Tempelbauarbeiten ausgef\u00fchrt werden konnten. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck meditierte sie dann bist ca. 11 Uhr. Nachdem sie ihr Mittagessen eingenommen hatte, sah man sie einen Eimer, ein Buschmesser und eine Hacke vorbereiten und Laien im Tempel einladen, B\u00e4ume pflanzen zu helfen. Leider gingen viele Generationen von B\u00e4umen ein, weil der Boden des Tempels so sauer war (pH = 4). Es gab nicht viele Baumarten, die diesen S\u00e4uregrad vertrugen. Doch es stellte sich heraus, dass die Weidenakazie (Acacia auriculaeformis Cunn.) in der Lage war, zu \u00fcberleben. Sie war eine Pioniersorte und mit ihren nitratbildenden (salpeterbildenden) Eigenschaften hatte sie die F\u00e4higkeit, die Bodenbeschaffenheit zu verwandeln. Zuerst war diese Akazienart die einzig \u00dcberlebende, w\u00e4hren all die anderen B\u00e4ume eingingen. Doch unter dem Einfluss dieses Baumes verbesserte sich die Bodenqualit\u00e4t ausreichend, was dann erlaubte, dass nun auch andere Arten gepflanzt werden konnten, speziell Eukalyptusb\u00e4ume.<\/p>\n<p>Als sich die Bodenqualit\u00e4t verbessert hatte, pflanzte die MASTER NONNE eine unglaubliche Vielfalt von Baumarten, z.B. Magnolien-Str\u00e4ucher Annonaceae, Spanische Kirsche Mimusops, Kastanienb\u00e4ume Rose\u00a0Chestnut, Magnolienart Ilang Ilang, Enzianart Apocynaceae oder Schmetterlingsbl\u00fctler \/ Sandelholzb\u00e4ume Pterocarpus. Die B\u00e4ume, die wir heute sehen, sind die wenigen, die \u00fcberlebt haben. Immer und immer wieder wurden B\u00e4ume gepflanzt und ersetzt. Einige von ihnen wurden durch die Erstellung von Geb\u00e4uden oder Infrastrukturen begraben. Doch die MASTER NONNE gab niemals auf, sie fuhr fort, neue Arten auszuprobieren, bis sie \u00fcberlebensf\u00e4hige B\u00e4ume fand. Sie freute sich dar\u00fcber, dass all diese B\u00e4ume wilden V\u00f6geln sichere Brutst\u00e4tten bieten konnten. Sie hatte eine grosse Vorliebe f\u00fcr Baumarten. Doch weil es im Tempel so viele freilaufende H\u00fchner und Pfauen gab, wagte sie es nicht, junge Sch\u00f6sslinge auf der Erdebene zu ziehen. Stattdessen konstruierte sie H\u00e4ngevorrichtungen, wo die Sch\u00f6sslinge ausser Reichweite aufbewahrt wurden, bis man sie pflanzen konnte. Wenn n\u00fctzliche B\u00e4ume Samen hervorbrachten, wies sie ihre Mitarbeiterinnen an, diese f\u00fcr sie zum Keimen aufzubewahren.<\/p>\n<p>Manchmal musste der Boden erst eingeebnet werden, um einen Baum zu pflanzen. Oft kam es vor, dass ihre Helferinnen B\u00e4ume umpfl\u00fcgten, die sie erst k\u00fcrzlich gepflanzt hatte, doch sie beschwerte sich nie dar\u00fcber. Sie genoss es einfach, B\u00e4ume zu pflanzen, obwohl sie zum damaligen Zeitpunkt bereits mehr als 60 Jahre alt war. Oftmals gaben junge M\u00e4nner, die ihr zu Hand gingen, vor ihr ersch\u00f6pft auf. Sie hingegen arbeitete unerm\u00fcdlich selbst in der Mittagshitze und ohne\u00a0Schatten. Es gab eine Zeit, in der sie von all der Arbeit physisch so schwach wurde, dass sie nicht einmal mehr die Kraft hatte, aus ihrem Bett aufzustehen \u2013 und allein zu gehen. Aus Angst, dass sie sterben w\u00fcrde, riefen ihre Helferinnen einen Arzt der Chulalongkorn Universit\u00e4t, der ihre Verfassung als Zustand der Unterern\u00e4hrung diagnostizierte!<\/p>\n<p>So war sie gew\u00f6hnlich bis 4 oder 5 Uhr abends damit besch\u00e4ftigt, B\u00e4ume zu pflanzen. Dann erst wusch sie sich und bereitete sich f\u00fcr die Abendrezitation um 8 Uhr vor. Die Meditation endete um 9 oder 10 Uhr, danach begab sie sich zur Ruhe. Dies war ihre Tagesroutine w\u00e4hrend der Bauphase des Tempels.<\/p>\n<p>Jeden Freitag nahm sich VEN. DHAMMAJAYO Zeit, seine Vorlesung und Meditationsleitung f\u00fcr den kommenden Sonntag vorzubereiten. An einem Samstag akzeptierte er keinerlei Einladungen irgendwohin. Er empfing allerh\u00f6chstens G\u00e4ste, falls welche kamen, ansonsten sass er den ganzen restlichen Tag in Meditation. W\u00e4hrenddessen unterrichteten freitags alle \u00fcbrigen M\u00f6nche im Tempel einschliesslich Khun Padet die freiwilligen Helferinnen in Meditation, die \u00fcber das Wochenende gekommen waren, um anschliessend der MASTER NONNE bei den B\u00e4umen pflanzen zu helfen.<\/p>\n<p>Anfangs war das Leben im Tempel \u00fcberaus beschwerlich. Trinkwasser war knapp, da der gesamte Boden des Gebietes \u00e4usserst s\u00e4urehaltig\u00a0war. Um das Grundwasser trinkbar zu machen, musste man es mit Alaun versetzen, damit so die Giftstoffe ausgeschieden wurden. Dann musste es gekocht und der trinkbare Teil sorgf\u00e4ltig abgegossen werden, damit die dicke Schlammschicht auf dem Boden des Gef\u00e4sses zur\u00fcckblieb. Doch solche Schwierigkeiten schafften es keineswegs, die Pioniere zu entmutigen, die vielmehr auf die verdienstvolle Aufgabe fokussiert waren, den neuen Tempel zu erbauen.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit gab es drei M\u00f6nche, vier oder f\u00fcnf ans\u00e4ssige Laien und sieben oder acht angestellte Arbeiter. Die M\u00e4nner wohnten damals im \u201aGr\u00fcnen Haus\u2018 auf der heutigen \u201aTavatimsa\u2018 Anlage und dem \u201aThai Haus\u2018, das damals auf dem Boden der heutigen \u201aCatumaharajika\u2018 Halle steht. Es gab auch eine kleine K\u00fcche auf dem Gebiet der heutigen \u201aYama\u2018 K\u00fcche, doch wie alle\u00a0 \u00fcbrigen Geb\u00e4ude der damaligen Zeit, waren es vorl\u00e4ufige Bauten.<\/p>\n<p>Manchmal waren die Geldmittel sehr knapp. Khun Phadet fragte die MASTER NONNE jeweils: \u201eHaben wir noch etwas Geld \u00fcbrig?\u201c \u201eJa. Wir haben noch ca. THB 1000 ($ 25) zur Verf\u00fcgung.\u201c Er schaute betroffen, doch die MASTER NONNE sah gelassen aus wie immer. \u201eGeh und meditiere\u201c, wies sie ihn an, \u201eund ich werde das Notwendige tun.\u201c<br \/>\nKhun Phadet folgte ihrer Anweisung und dasselbe tat die MASTER NONNE. Sie sass \u00fcber eine lange Zeit in Meditation, von 6 bis 9 Uhr\u00a0abends. Nach der Meditation gestand Khun Phadet der MASTER NONNE, \u201eWenn wir morgen nicht 10\u2018000 THB haben, um die Arbeiter zu bezahlen, dann haben wir mit Sicherheit ein Problem.\u201c<\/p>\n<p>Ruhig wie immer erwiderte die MASTER NONNE seinen Blick und behauptete: \u201eDie notwenigen finanziellen Mittel m\u00fcssten bei Anbruch der Nacht eintreffen.\u201c Sie sah zuversichtlich aus, doch Khun Phadet wusste nichts mehr zu sagen \u2013 also w\u00fcnschte er ihr eine gute Nacht und teilte mit, dass er am n\u00e4chsten Morgen in aller Fr\u00fche wiederk\u00e4me, wegen der L\u00f6hne. Als er die T\u00fcr \u00f6ffnete um zu gehen, fand er einen Mann draussen auf der Treppe sitzen. Gefragt, was ihn veranlasst h\u00e4tte hierher zu kommen, sagte der Mann, sein Vater h\u00e4tte auf seinem Totenbett verf\u00fcgt, dass eine Schenkung von THB 30\u2018000 an diesen Ort gebracht werden solle. Seit 7 Uhr h\u00e4tte er nun gewartet, weil er nicht ins Haus hinein konnte, da alle T\u00fcren geschlossen und die Leute drinnen in der Meditationssitzung waren!<\/p>\n<p>Anfangs lief die Arbeit im Tempel kontinuierlich bei Tag und bei Nacht. Manchmal gab es aufgrund von Erm\u00fcdung Streitereien unter den Arbeitern. Die MASTER NONNE nahm selbst nicht an den Arbeitstreffen teil, doch sie war immer in der N\u00e4he, in den G\u00e4ngen, die Gemeinschaft als Ganzes scharf beobachtend. Wenn sie bemerkte, dass die Gemeinschaft ihre Uneinigkeit nicht in den Griff bekam, rief\u00a0sie die Runde mit einem kurzen Satz: \u201eDie Sitzung wird sich vermutlich noch viel l\u00e4nger hinziehen \u2013 kommt und meditiert stattdessen mit mir!\u201c Nach ein paar Stunden Meditation war bei jedermann die Qualit\u00e4t des Bewusstseins angestiegen. Und nur dann liess sie die Gruppe ihre Sitzung weiterf\u00fchren. Anschliessend verlief diese wesentlich sanfter. Auf diese Art offenbarte die MASTER NONNE trotz ihres Bildungsmangels ihre F\u00e4higkeiten im Management. In allen Bereichen pflegte sie M\u00e4ssigung vorzuleben: ob es sich um Management von Menschen, Pl\u00e4tzen oder Anlageverm\u00f6gen handelte. In keiner ihrer Handlungen war Masslosigkeit zu finden. Daraus entsprang nat\u00fcrlicherweise Einheit, als Nebenprodukt ihres Gegenw\u00e4rtigseins.<\/p>\n<p>In den fr\u00fchen Siebziger Jahren traf Khun Phadet mit einem Eid die Entscheidung f\u00fcr ein lebenslanges Z\u00f6libat, auch wenn seine Ordination noch nicht stattfinden konnte, w\u00e4hrend er immer noch mehr Bauarbeiten zu \u00fcberwachen hatte. Trotzdem hatte die MASTER NONNE ihm geraten, diesen Eid abzulegen, da er zuvor die Ehe in Erw\u00e4gung gezogen hatte, bis er jedoch von seinem Vater zur Vernunft gebracht worden war. Der wies ihn mit folgenden Worten zurecht: \u201eWenn Du heiraten willst, dann mach das, doch beantworte mir innerhalb der n\u00e4chsten 7 Tage die Frage: Was glaubst Du, welche Werte hast Du Deiner zuk\u00fcnftigen Frau und Deinen Kindern weiterzugeben?\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE brachte es f\u00fcr ihn endg\u00fcltig auf den Punkt mit folgendem Hinweis:<br \/>\n\u201ePhadet! Du wirst in einem Laienleben niemals vorw\u00e4rts kommen, weil Du zu gutherzig bist. Du wirst mit den Menschen mitleiden und alles was Du hast hergeben. Wenn Du eine Familie hast, die auf Dich angewiesen ist, werdet ihr alle in Not geraten. Du bist geboren worden, um der Vervollkommnung nach zu streben \u2013 f\u00fcr keinen anderen Weg im Leben! Wenn Du ordinierst, so ist das Dein Weg der Erf\u00fcllung Deiner Lebensaufgabe. Du hast das Potenzial, die Wahrheit von allem, was in den Buddhistischen Schriften steht, zu erkennen und zu wissen.\u201c<\/p>\n<p>Kurz danach, am 19. Dezember 1971 empfing VEN. DATTAJEEVO die Ordination. Alles ging ihm leicht von der Hand, ausser dass er in spezieller Selbstkontrolle \u00fcben musste, die Gesten des Respekts gegen\u00fcber MASTER NONNE, die er ihr die ganze Zeit \u00fcber als Laie erwiesen hatte, jetzt nicht mehr entgegen zu bringen. Er war nun ein M\u00f6nch, der mehr Lebensregeln einhielt als die MASTER NONNE, und so war es nicht l\u00e4nger angebracht f\u00fcr ihn, seine H\u00e4nde in der Geste der Ehrerweisung vor ihr zu erheben, auch wenn er dachte, dass sie es verdiente. Die MASTER NONNE verstand seine Schwierigkeit und brachte ihn zur Achtsamkeit, indem sie sagte: \u201eTu es nicht \u2013 sonst geht das zu meinen Lasten.\u201c<\/p>\n<p>1973 war der Tempelneubau soweit, dass die Aktiv-Gruppe von ihrer alten Basis in das Dhammaprasit Haus umziehen konnte. VEN. DATTAJEEVO war im 2. M\u00f6nchsjahr seit seiner Ordination. Die Tempeleinrichtungen boten nun fast alle notwendigen Annehmlichkeiten f\u00fcr die Unterbringung. Die MASTER NONNE erledigte die Versorgung der M\u00f6nche, indem sie Phra Kru Palad Wanchai Silavanno (damals noch nicht ordiniert) mit Autoladungen voller Bedarfsartikel vom Tempel Watpaknam aus sandte.<\/p>\n<p>Dann ordnete sie an, dass rund um VEN. DATTAJEVO\u2019s Unterkunft Bananenb\u00e4ume gepflanzt wurden, sehr zu dessen Erstaunen. \u201eWozu all diese Bananenb\u00e4ume? Sicher sind sie nicht alle f\u00fcr mich zum Essen gedacht?\u201c, fragte er die MASTER NONNE. Als wenn sie ihn durchschaut h\u00e4tte, antwortete sie: \u201eSie sind f\u00fcr Dich zum Boxen! Jedes Mal, wenn Du w\u00fctend bist, kannst Du sie umboxen anstatt die Leute, die m\u00f6glicherweise der Anlass f\u00fcr Deine Irritation waren. Du kannst jetzt keine Leute mehr boxen, weil Du nun M\u00f6nch bist!\u201c<\/p>\n<p>Von da an rief bereits der Anblick eines Bananenbaumes ein Lachen in ihm hervor und er musste an den Rat der MASTER NONNE denken, die sein blitzschnelles fr\u00fcheres Temperament nur allzu gut kannte.<\/p>\n<p>Als die grundlegende Inneneinrichtung im Tempel vollst\u00e4ndig installiert war, \u00e4usserte VEN. DHAMMAJAYO den Wunsch, Kurse mit theoretischem und praktischem Dhamma-Unterricht anzubieten, n\u00fctzlich f\u00fcr junge Menschen und \u00f6ffentliches Publikum, um deren Bewusstseinsqualit\u00e4t zu steigern und die Tugendhaftigkeit in der Gesellschaft zu f\u00f6rdern. Es war Teil seines Masterplans, einen Grundstock von Tempelpersonal heranzubilden. Tats\u00e4chlich war diese Idee eine Weiterf\u00fchrung von MASTER NONNE\u2019s Herangehensweise, Training anzubieten, so wie sie es ihm selbst kurz nach seiner ersten Ordination vermittelt hatte.<\/p>\n<p>Er beschritt den Weg, das Wissen weiterzutragen und die Meditationspraxis zu st\u00e4rken, indem er damit begann, Kinder und Erwachsene, die in den Tempel kamen, zu wahrhaftig gebildeten Menschen auszubilden. Das bedeutete, sie auf beide Arten zu schulen: in weltlichen Bereichen und im Dhamma-Wissen (die Reine Natur aller Dinge). Der Abt erinnerte an die Wichtigkeit der Verbindung dieser beiden Wissensgebiete, indem er das Motto pr\u00e4gte: \u201eWissen muss Hand-in-Hand gehen mit Tugendhaftigkeit. Der Biochemiker, der seine F\u00e4higkeiten nutzt, um Heroin zu verfeinern oder der Bauer, der Opium aufzieht anstelle von Lebensmittelsaatgut, sind Bespiele von weltlichen Gelehrten, die allerdings nicht die Bedeutsamkeit von Tugendhaftigkeit verstehen. Der Abt begann ein Training zu kreieren,\u00a0das Tugenden in die Herzen der StudentInnen hinein legte, zu einer Zeit bevor sie ihren weltlichen Beruf ergriffen, so dass Tugendhaftigkeit die Basis des Dienstes dieser jungen Leute an der Gesellschaft w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck wurde 1972 zum ersten Mal das Trainingsprogramm (Dhammadayada) \u201eErben des Dhamma-Wissens\u201c durchgef\u00fchrt. Ausgeschrieben war dieses Training in Universit\u00e4tskreisen als ein \u201eSommerkurs f\u00fcr Meditationstraining\u201c. Es war das erste grosse Projekt des Tempels und wurde anschliessend zu einer fixen j\u00e4hrlichen Veranstaltung.<\/p>\n<p>Der erste Kurs bestand aus zwei Gruppen mit einer Teilnehmerzahl von 60 Personen, m\u00e4nnliche Studenten, an die f\u00fcr jeden ein weisser Anzug aus grober Baumwolle mit einem aufgedruckten Dhammadayada Logo abgegeben wurde. Zum damaligen Zeitpunkt hatte der Tempel noch immer keinen nennenswerten Schatten durch B\u00e4ume. Somit waren die Asketen-Schirme (klod), unter denen sie schliefen, dort, wo sie aufgestellt worden waren, der Mittagshitze komplett ausgesetzt. Der Kurs wurde vom Vize-Abt, VEN. DATTAJEEVO selbst geleitet, der ebenfalls in einem Asketen-Schirm neben den Trainees wohnte. Die Trainees durchliefen einen rigorosen zweiw\u00f6chigen Trainingskurs unter der Leitung des Vize-Abts, mit Aufstehen fr\u00fchmorgens um 3:45 Uhr, Befolgen der Acht Lebensregeln und dem Verbringen eines vollen\u00a012-Stunden-Tages in Meditation. Viele der Trainees waren aufgrund dieses Trainingseffektes sehr erfolgreich in ihrer Meditation und viele dieser pionierhaften \u201eErben des Dhamma-Wissens\u201c blieben dabei und sind die M\u00f6nchs\u00e4ltesten des Tempels bis zum heutigen Tag.<\/p>\n<p>Viele, viele Menschen durchliefen das \u201aDhammadayada\u2018 Training wegen des Rufes, den dieser Kurs im Blick auf das DHAMMAKAYA-Training genoss. Dieses Training war es, das so viele der jungen Studenten dazu bewog, Mitglieder des Tempels zu werden. Die Reinheit der Jugend, die durch dieses Training aufrechterhalten wurde, wuchs sich aus zu Stolz und Vertrauen in den Tempel. Die\u00a0 Absolventen gewannen die F\u00e4higkeit, F\u00fchrungspersonen im Verbreiten des Buddha-Wissens zu sein.<\/p>\n<p>Der Abt hielt Ausschau nach Hochschul-Absolventen mit Bachelor-Abschluss, f\u00fcr die Meditation der Schl\u00fcssel im Leben war. Weil die grundlegenden Standards f\u00fcr die Mannschaft hoch waren, folgten in dem Moment, als die Anzahl der Interessierten anstieg, auch solche, die dem Tempel mit Vertrauen und mit Geld Unterst\u00fctzung anboten. Auch junge StudentInnen sagten dem Tempel ihre Unterst\u00fctzung zu. Dies war der Beginn der Buddhistischen Gesellschaft und der Buddhistischen Studiengruppen in den Universit\u00e4ten und Hochschulen.<\/p>\n<p>Die Buddhistischen Gesellschaften integrierten Buddhistisches Wissen in die Ausbildungen junger Menschen in Thailand mittels verschiedener Projekte. Dies war der Hauptpunkt im Plan f\u00fcr das Training der Belegschaft im Tempel. Als die Anzahl der Mitarbeiter anzusteigen begann, nahm auch das Mass an Vertrauen zu und das Ausmass an Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Tempel begann weiter zu wachsen.<\/p>\n<p>Genau wie am Anfang, als die Begeisterung junger Menschen zum Wachstum des Tempels gef\u00fchrt hatte, so waren es wiederum junge Menschen und sind es bis zum heutigen Tag, die die Wichtigkeit der Suche nach Wissen und der korrekten Anwendung in der Umsetzung erkennen und die Lehren des Buddha als Schl\u00fcssel gebrauchen. Betrachtet man die g\u00e4ngige Haltung heutiger Jugendlicher zu ihrem Lebenswandel, dann war das Dhammadayada Training der Wendepunkt im Denken und in der Sichtweise der Thail\u00e4ndischen Jugend. Es f\u00fchrte mehr als Zehntausend junge Menschen w\u00e4hrend fast zwanzig Jahren dazu, die hellen und schillernden Lichter des modernen jugendlichen Lebensstils zu verlassen und sich stattdessen Selbsttraining gem\u00e4ss der Lehren Buddhas anzueignen. Es veranlasste viele starrsinnige StudentInnen, ihre Arbeit in Angriff zu nehmen und die Bewunderung ihrer Eltern zu erwerben.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE erkl\u00e4rte: damit sich Tugenden im Herzen eines Menschen formen, ist es n\u00f6tig, ihm die Qualit\u00e4ten eines Weisen einzutr\u00e4ufeln \u2013 weise in weltlicher und in spiritueller Hinsicht. Jeder der sich nach wahrem Gl\u00fccklichsein im Leben sehnt, muss in Tugend ausgebildet sein, Hand in Hand mit weltlichem Wissen. Die MASTER NONNE dr\u00fcckte den Wunsch aus, dass Trainees als Resultat ihres Trainings eine wichtige Kraft w\u00fcrden, um dabei zu helfen, das Dhamma-Wissen weiter zu geben.<\/p>\n<p>1975 waren die meisten wichtigen Innenausbauten im Tempel fast fertig \u2013 der Meditations- Pavillon und die Kutis, die Unterk\u00fcnfte f\u00fcr M\u00f6nche. Im April \u00fcbersiedelten die MASTER NONNE und VEN. DHAMMAJAYO dauerhaft von Wat Paknam in den Tempel.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war diejenige, die viele der Grundregeln des Tempels niederlegte. Sie hatte ein waches Auge \u00fcber all ihre StudentInnen und ermutigte sie. Diese brauchten Ermutigung, weil der Tempelbau eine Herausforderung war \u2013 und nur diejenigen, die eine klare Berufung in ihrem Bewusstsein vernahmen, waren in der Lage, zu kooperieren.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE reflektierte die wichtigsten Regeln, die f\u00fcr den langfristigen Erfolg des Tempels zu verankern waren, indem sie sich das\u00a0Beispiel des GREAT MASTER TEACHERs von Wat Paknam als Vorlage nahm, und sagte: \u201eAlle meine M\u00f6nche sind jung und unerfahren.\u201c\u00a0 \u00a0 Und dann legte sie folgende Grundregeln fest:<\/p>\n<p>1. Das Tempeltor soll um 6 Uhr abends geschlossen und um 6 Uhr morgens ge\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<p>2. M\u00f6nchen ist strikt untersagt, G\u00e4ste in ihren eigenen Unterk\u00fcnften zu empfangen, besonders wenn es sich um weibliche G\u00e4ste handelt.<\/p>\n<p>Des Weiteren dachte sie dar\u00fcber nach, dass wenn die Anzahl an M\u00f6nchen im Wat Phra DHAMMAKAYA ansteigen werde, die Essensgaben f\u00fcr die M\u00f6nche nicht ausreichend w\u00e4ren und sicher zu wenig f\u00fcr alle TempelbesucherInnen und freiwilligen HelferInnen. Deshalb schlug sie VEN. DHAMMAJAYO vor, dem Beispiel des GREAT MASTER TEACHERs zu folgen und eine Tempelk\u00fcche einzurichten.<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer Natur liebte die MASTER NONNE Sauberkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Ordnung. Es existierte ein ungeschriebener Verhaltens-Code, der sich im Tempel eingeb\u00fcrgert hatte, seit der Zeit des Dhammaprasit Hauses. Diesen Prinzipien nachfolgend ergab sich die separierte Unterbringung in Unterk\u00fcnften des Tempels f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen, f\u00fcr ans\u00e4ssige Laien wie f\u00fcr M\u00f6nche. Die MASTER NONNE bef\u00fcrwortete keinen physischen Kontakt unter\u00a0Tempelmitgliedern, auch nicht unter Gleichgeschlechtlichen. Sie lehrte, dass wenn Du nicht fein wahrnehmend in Deinem \u00e4usseren Verhalten bist, Du nicht erwarten kannst, es in Deiner Meditationspraxis zu sein. Die h\u00f6flichen Tischmanieren, die freundliche Art zu reden, saubere Kleidung, Ordnungsliebe und die traditionellen thail\u00e4ndischen \u201efamilienartigen\u201c Beziehungen, die als Grundlage des Respekts zwischen Tempelmitgliedern galt, formten eine Kultur im Tempel.<\/p>\n<p>Diese Kultur ist eine gewohnheitsm\u00e4ssige Disziplin, um harmonisches Gemeinschaftsleben zu sichern und sie wurde ein Lebensstil, den Neuank\u00f6mmlinge im Tempel mit ihrer Ankunft zu trainieren hatten.<\/p>\n<p>Von TempelbesucherInnen erwartete man dasselbe gute Verhalten und Aufmerksamkeit f\u00fcrs Detail wie von den BewohnerInnen. Aus diesem Grund gab die MASTER NONNE ein Schild in Auftrag, das die Grundregeln des Tempels auf der Aussenseite der Mauer des Tavatimsa Geb\u00e4udes aufzeigte, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p>\u201eDas DHAMMAKAYA Mediationszentrum ist ein heiliger Platz der Tugend f\u00fcr alle Buddhisten. Es ist ein Platz der Ruhe, Sauberkeit, Ordnung und Zur\u00fcckhaltung, im Einklang mit der Buddhistischen Identit\u00e4t. Deshalb sollten BesucherInnen die buddhistische Lebensweise helfen aufrechtzuerhalten, damit diese gedeihen kann. Dazu sollten sie sich\u00a0strikt an folgende Regeln halten, gem\u00e4ss dem Motto: \u201eDer Weise liebt es zu lernen und die Regeln der Disziplin einzuhalten.\u201c<\/p>\n<p>1. Es ist untersagt, auf dem Gel\u00e4nde zu rauchen oder s\u00fcchtig machende Substanzen zu konsumieren.<\/p>\n<p>2. Es ist untersagt, Waren zum Zweck des Handels auf das Gel\u00e4nde zu bringen.<\/p>\n<p>3. Werbung und Prospekte jeglicher Art sind untersagt.<\/p>\n<p>4. Es ist untersagt, Zeitung oder andere Ver\u00f6ffentlichungen zu lesen, die den Frieden im MIND st\u00f6ren.<\/p>\n<p>5. Es ist untersagt, Radio zu h\u00f6ren oder Musikkassetten.<\/p>\n<p>6. Propaganda, Wahlreden oder Kundenwerbung sind untersagt. Es sollen nur wahre und n\u00fctzliche Worte gesprochen werden.<\/p>\n<p>7. Tanz, musikalische Veranstaltungen, Shows, Lotterien oder Spiele jeglicher Art sind untersagt.<\/p>\n<p>8. Es ist untersagt zu flirten, schmusen oder Karten legen\/ wahrsagen.<\/p>\n<p>9. Es ist untersagt, unbefugt Tiere auf Tempelgebiet auszusetzen.<\/p>\n<p>10. Kleidung muss anst\u00e4ndig und bescheiden sein. \u00dcbertriebene Hand- oder Fussgesten, sowie das unsch\u00f6n anzusehende Herumliegen auf Tempelgel\u00e4nde, ist untersagt.<\/p>\n<p>Wat Phra DHAMMAKAYA gewann unter all den anderen Tempeln Thailands mehr und mehr Ansehen wegen seiner guten Disziplin.<\/p>\n<p>Wenn auch die MASTER NONNE diejenige war, die die Regeln des Tempels festsetzte, so war sie zugleich auch die Erste, die sie alle erf\u00fcllte. Als Gr\u00fcnderin des Tempels blieb sie dennoch dem\u00fctig. Sie wies nie darauf hin, dass sie VEN. DHAMMAJYO\u2019s Lehrerin war. Wenn sie die Chance hatte andere zu unterrichten, gab sie sich bescheiden, indem sie zu sagen pflegte:<br \/>\n\u201eAktuell bin ich nur eine Einwohnerin im Tempel. Ich habe dieselben Regeln und Bestimmungen zu befolgen wie du. Ich bin dem Abt gegen\u00fcber in allen Dingen verantwortlich.\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE stellte sich niemals \u201e\u00fcber das Gesetz\u201c, denn sie liebte Disziplin. Sie erhob jeweils ihre H\u00e4nde in der Geste des Respekts, selbst dann wenn sie mit dem geringsten Seniorm\u00f6nch oder Novizen im Tempel sprach \u2013 ungeachtet der Tatsache, dass sie die Lehrerin des Abts und Vize Abts war. Wenn sie Mitglieder traf, war sie immer die Erste, die gr\u00fcsste.<sup>3\u00a0<\/sup>Auf Menschen herabzusehen oder All\u00fcren zu haben\u00a0war fremd f\u00fcr sie. Nachdem sie all ihre Autorit\u00e4t an VEN. DHAMMAJAYO weitergegeben hatte, lebte sie ein einfaches Leben und folgte einer fixen t\u00e4glichen Routine.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>Normalerweise ist es thail\u00e4ndischer Brauch, dass j\u00fcngere Leute die \u00c4lteren zuerst gr\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war entschlossen wenn sie eine Entscheidung traf und nicht daran interessiert, was andere zu ihrer Entscheidung sagen w\u00fcrden. Sie pflegte vorw\u00e4rts zu machen mit Entscheidungen f\u00e4llen, solange sie der Tempeldisziplin (vinaya) und der Tugend (dhamma) nicht widersprachen und sie nicht in einen Konflikt brachten. Sie hatte erkannt, dass Unbest\u00e4ndigkeit zur Natur der Welt geh\u00f6rte, Reichtum zu vermehren oder zu vermindern, ebenso wie Rang, Lob und Klatsch, Gl\u00fcck und Leiden \u2013 denn sogar Buddha war mit der unangenehmen Seite dieser Tatsachen konfrontiert gewesen. Einige r\u00fchmen sogar solche, die durch und durch Gangster waren. Doch die MASTER NONNE traf ihre Entscheidungen auf der Basis dessen was das Beste war, statt danach, was \u00fcblich oder durchaus dienlich war. Sie pflegte zu sagen:<\/p>\n<p>\u201eMein Leben lang traf ich auf sehr einfache Weise meine Entscheidung dar\u00fcber, was ich tun sollte. Ich tue nie etwas, um jemandem zu gefallen, es sei denn um Buddha selbst zu gefallen \u2013 denn Buddha ist mit der F\u00e4higkeit gesegnet, unterscheiden zu k\u00f6nnen zwischen richtig und falsch, angemessen und unangemessen. Demzufolge handle ich gem\u00e4ss dem, was Buddha lehrte \u2013 und wenn irgendwer mich daf\u00fcr\u00a0tadelt, selbst wenn es jedermann in der Stadt tut, bleibe ich von ihrem Protest unbewegt. Ich tue Dinge, um allein Buddha zu gefallen.\u201c<br \/>\nLuang Por Dattajeevo fragte sie: \u201eUnd macht das die Leute nicht manchmal sehr w\u00fctend?\u201c<br \/>\n\u201eNat\u00fcrlich tut es das!\u201c<br \/>\n\u201eUnd was machst Du, wenn sie w\u00fctend auf Dich sind?\u201c<br \/>\n\u201eIch meditiere, gehe kontinuierlich durch das Zentrum des Zentrums, und richte meinen inneren DHAMMAKAYA K\u00f6rper des Lichts auf Buddha\u2018s K\u00f6rper der Erleuchtung im Nirvana aus.\u201c<\/p>\n<p>Aufgrund dessen war die MASTER NONNE nie von modernen oder \u00f6ffentlichen Meinungen beeinflusst \u2013 und dies ist handkehrum der Grund, wieso ihr MIND nie gest\u00f6rt war in seinem unverwandten Stillstand. Auf diese Weise war sie in der Lage, eine ganze Gemeinschaft dahin zu f\u00fchren, die DHAMMAKAYA Tradition in die ganze Welt hinaus zu tragen, ungeachtet zahlloser Hindernisse. Angesichts von Behinderungen pflegte sie weder zu k\u00e4mpfen, noch davon zu rennen, sondern machte damit weiter, so viele gute Taten zu tun wie gew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Es gab jedes Mal viel Vorbereitungsarbeit f\u00fcr den Empfang der Sonntagsversammlung, die auf dem achtzig Acres grossen Areal\u00a0getan werden musste \u2013 ob es das Aufstellen von Abfalleimern oder das Putzen von Toiletten war.<\/p>\n<p>In fr\u00fcheren Zeiten hatte die MASTER NONNE pers\u00f6nlich demonstriert, wie die Toiletten gereinigt werden sollten. Doch inzwischen wurde die angemessene Handhabung der Toilettenreinigung f\u00fcr nachfolgende Generationen in das Textbuch buddhistischer Kultur aufgenommen und allen Neuank\u00f6mmlingen vermittelt, die im Tempel bleiben. Tats\u00e4chlich sind neue BesucherInnen kontinuierlich bis heute beeindruckt von der Sauberkeit der Toiletten in der Tempelanlage. Einige von ihnen haben nie zuvor derart saubere Toiletten in anderen \u00f6ffentlichen Einrichtungen gesehen. Es war der Stolz der freiwilligen Helferinnen, die Toiletten des Tempels zu reinigen, \u201edas Reinigen des himmlischen Hauses\u201c (vimana) &#8211; wie sie es nannten, mit ihrem Geheimnis, dass \u201eje gr\u00fcndlicher Du die Toilettensch\u00fcssel reinigst, desto heller wird dein MIND.\u201c<\/p>\n<p>Die Toiletten, um die sich die MASTER NONNE am meisten k\u00fcmmerte, war der \u201aToilettenblock von zwanzig\u2018, der sich fast gegen\u00fcber ihrer Unterkunft befand. Gew\u00f6hnlich leitete sie die freiwilligen Helferinnen selbst an, lehrte sie \u201aden ganzen U-Bogen zu scheuern\u2018. Ausger\u00fcstet mit Scheuerschwamm und Reinigungspulver putzten sie um die Wette, um die Aufgabe zu absolvieren. Selten war es die Gewohnheit\u00a0der MASTER NONNE, lediglich zu erkl\u00e4ren, wie etwas getan werden sollte; sondern wenn sie Volunteers trainierte, zeigte sie ihnen durch ihr eigenes Beispiel, wie es getan werden sollte. Speziell dann, wenn sie den grossen Stolz sahen, mit dem die MASTER NONNE selbst diese Arbeit verrichtete, waren sie inspiriert, ihrem Beispiel zu folgen. Dar\u00fcber hinaus erkl\u00e4rte die MASTER NONNE ihnen, dass wenn sie in diesem Leben jede Aufgabe nach ihrem besten Verm\u00f6gen erledigten, w\u00fcrde ihr n\u00e4chstes Leben glatt verlaufen, ohne dass sie Aufgaben nochmals tun m\u00fcssten. Dies w\u00e4re der positive Effekt, der in ihren<br \/>\nnachfolgenden Lebenszeiten Fr\u00fcchte tragen werde. Immer wieder gab sie die Anweisung, die Toiletten sorgf\u00e4ltig zu sp\u00fclen, den Boden trocken zu halten und nach Gebrauch den Wasserhahn zu schliessen und das Licht auszuschalten.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE ging sogar so weit, zu demonstrieren, wie die Toilette angemessen benutzt werden sollte. Es mag wenig Master geben, die ihre StudentInnen in solchen Details unterrichteten. In der Toilette startete die MASTER NONNE mit: \u201eWas immer Du tust, Du brauchst Achtsamkeit, um es richtig zu tun.\u201c Sie zeigte, wie die Sch\u00fcssel gesp\u00fclt werden konnte, ohne zu viel Wasser zu verschwenden.<sup>4\u00a0<\/sup>Nach ihren Ausf\u00fchrungen zeigte sie, wie man einen kleinen Eimer mit Wasser f\u00fcllt\u00a0und die Toilettensch\u00fcssel sp\u00fclt. Sie f\u00fcgte hinzu:<br \/>\n\u201cWenn Du fertig bist, dreh den Wasserhahn zu. Wenn Du ihn zu locker schliesst, tropft er. Wenn Du ihn zu fest schliesst, ist die Dichtung bald kaputt. Also, selbst beim Schliessen des Wasserhahns brauchst Du das Masshalten.\u201c<br \/>\nW\u00e4hrend sie ihre Verantwortung zu unterrichten wahrnahm, schien sie es zu geniessen, ihre Praxis der n\u00e4chsten Generation weiterzugeben.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>Im Landesinneren werden Toiletten gesp\u00fclt, indem Wasser mit einer Sch\u00fcssel von Hand aus einem nebenstehenden Beh\u00e4lter entnommen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es sprach sich herum, dass es eine Gruppe von universit\u00e4tsgebildeten M\u00f6nchen gab, die einen grossen Tempel in Pathumthani bauten. Die Nachricht erreichte die amtierenden M\u00f6nchs\u00e4ltesten der Provinz und eines Tages sandten sie einen Inspektor-M\u00f6nch, um herauszufinden, ob der Tempel auf bestem Stand war. Der Inspektor wendete die \u00fcbliche Pr\u00fcfungsstrategie an, nur K\u00fcche und Toiletten zu inspizieren \u2013 denn wie er erkl\u00e4rte, kann man alles \u00fcber den Tempel erfahren, indem man nachsieht, ob diese zwei Orte in Ordnung sind. Er gab aufgrund seiner Inspektion bekannt, dass er annahm, dass der neue Tempel Erfolg haben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>An einem sp\u00e4ten Nachmittag, kam VEN. DATTAJEEVO an der Unterkunft der MASTER NONNE vorbei und sah, wie sie in der N\u00e4he ihrer Behausung D\u00fcnger um einen Baumstamm herum eingrub. Der Vizeabt kam n\u00e4her an sie heran und blieb in einiger Entfernung\u00a0hinter ihr stehen. Es dauerte volle vier oder f\u00fcnf Minuten, bis sie sich zu ihm umdrehte und ihn begr\u00fcsste. \u201eYai!\u201c, fragte er, \u201eJetzt wo Du alt geworden bist, erm\u00fcdet es Dich nicht zu sehr, Dich um so viele B\u00e4ume zu k\u00fcmmern?\u201c \u201eNein! Es erm\u00fcdet mich noch immer nicht. W\u00e4hrend ich arbeite, fahre ich in meinem Zentrum fort zu meditieren \u2013 so werde ich nicht m\u00fcde.\u201c<br \/>\n\u201e\u00dcber was hast Du denn meditiert w\u00e4hrend du gearbeitet hast?\u201c<br \/>\n\u201eW\u00e4hrend ich arbeite beobachte ich das Zentrum meines inneren DHAMMAKAYA &#8211; K\u00f6rper des Lichts und rufe mir die letzten Leben der Buddhas aus der Vergangenheit in Erinnerung, um zu sehen, wie sie der Vervollkommnung nachgingen und nutze diese Betrachtungen, um meine eigenen Defizite zu erkennen, so dass ich mich verbessern kann.\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war jemand, die sich pausenlos trainierte \u2013 sie \u00fcbernahm dieselben Standards, die von den vergangenen Buddhas angewandt wurden, um sich selbst zu trainieren. Nur dann, wenn eine Person in der Lage ist, die Lehren der Buddha\u2019s zu nutzen, um sich selbst zu unterrichten, wird sie f\u00e4hig sein, diese Lehren zu nutzen, um den Rest der Welt zu unterrichten.<\/p>\n<p>1981 wurde der Tempel eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt war er \u201aDhamma Practise Center\u2018 genannt worden. Seit der Einweihung ist der Tempel bekannt als \u201aPhra DHAMMAKAYA Temple\u2018 oder \u201aWat Phra DHAMMAKAYA\u2018.<\/p>\n<p>Mit der Einweihung des Tempels ist die Besucherzahl drastisch gestiegen. Die Arbeit des Tempels, egal ob in Beratungsstellen, pers\u00f6nlichen Trainings oder Bauarbeiten, sie musste Hand-in-Hand getan werden. Die im Wat Phra DHAMMAKAYA residierende Gemeinschaft wurde allm\u00e4hlich gr\u00f6sser, ob bei den M\u00f6nchen, Novizen oder Laien, M\u00e4nnern und Frauen. Die MASTER NONNE nahm gew\u00f6hnlich an den grossen Zeremonien des Tempels teil und im Alter von achtzig Jahren schien sie es zu geniessen, Menschen aus aller Welt ebenfalls teilnehmen zu sehen. Oft rief sie aus:<br \/>\n\u201eNie h\u00e4tte ich gedacht, dass so viele Menschen in unseren Tempel kommen w\u00fcrden. Als VEN. DHAMMAJAYO zum M\u00f6nch ordiniert wurde, erwarteten wir nur zwanzig Acres Tempelland. Nun sind sogar 1\u2018000 Acres voller Menschen.\u201c<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;12 Lebensabend&#8221; el_id=&#8221;1508224934037-7e10d10e-e715&#8243;]<strong>Kosajjam bhayato disva\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0viriyarambanca khemato<\/strong><\/p>\n<p><strong>Araddhaviriya hotha\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0esa buddhanusasani<\/strong><\/p>\n<p>Man sollte die Gefahr in der Faulheit erkennen und dass Strebsamkeit der Ursprung von Gl\u00fccklichsein ist. Man sollte f\u00fcr sich selbst strebsam sein. Das ist die Lehre des Buddhas.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>Cariyapitaka 36<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die kleine Behausung, die 1975 im Tempel f\u00fcr die MASTER NONNE fertiggestellt worden war, befand sich in strategischer Position, wie ein Pf\u00f6rtnerhaus beim Eingang des M\u00f6nchsresidenzgebietes. Gleichzeitig war es auch am n\u00e4chsten zur K\u00fcche. Die Vogelperspektive des achtzig Acres Grundst\u00fccks enth\u00fcllt, dass die Unterkunft der MASTER NONNE ausserdem exakt im geometrischen Zentrum des urspr\u00fcnglichen Landbesitzes des Tempels gelegen war. Umgeben von verschiedenen Arten aromatischer Pflanzen, hatte dieser Bereich seinen eigenen nat\u00fcrlichen Duft. Einem einfachen viereckigen Design folgend, war die Unterkunft aus Zement gemacht und weiss angemalt.<\/p>\n<p>Bis 1990 benutzte die MASTER NONNE ausschliesslich diese Unterkunft. Sp\u00e4ter hielt sie sich nur nachts dort auf und verbrachte den Tag im kleinen B\u00fcro auf der gegen\u00fcberliegenden Strassenseite. In der kleinen Wohnung stand ihr spartanisches Bett nah an der Wand. Es bestand aus einem Rahmen von Edelstahl, auf dem eine dicke Holzplatte lag. Darauf befand sich eine d\u00fcnne Matratze, die mit einem weissen Betttuch bezogen war. Das Bett war gerade hoch genug, dass sie ihre F\u00fcsse flach auf den Boden stellen konnte, wenn sie auf dem Bett sass. Um ihr Bett war soeben Platz genug, dass sie rundum laufen konnte. Es gab keine Klimaanlage in ihrem Raum. Im Inneren der Unterkunft gab es nur ged\u00e4mpftes Licht von oberhalb der T\u00fcre. Ihr Raum war dunkel und nur das Licht der Strassenlampe durchdrang die\u00a0Fenster und tauchte den Raum in Stille und Ruhe f\u00fcr die Meditation.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war diszipliniert in ihren t\u00e4glichen Aktivit\u00e4ten. Sie war sorgf\u00e4ltig mit allem, was sie benutzte. Sie war vorsichtig, wenn sie Leitungswasser benutzte und versuchte es so sparsam wie m\u00f6glich zu verwenden. Wenn sie sanft Gesicht und Mund wusch, gab es keine verschwendeten Wasserspritzer rund um das Becken, das sie immer sauber und gl\u00e4nzend hinterliess.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE blieb aussergew\u00f6hnlich fleissig und gesund auch als Seniorin. Obwohl sie nahezu 83 Jahre alt war, sah sie energievoll, frisch und begeistert aus. Auch wenn sie m\u00fcde war, machte sie tags\u00fcber kein Nickerchen. Sie sch\u00e4tzte das Schweigen und die Ruhe w\u00e4hrend der Meditation. Wenn sie ein Ger\u00e4usch vernahm, fragte sie woher es kam oder \u00f6ffnete einfach ihre Augen.<\/p>\n<p>Normalerweise versuchte sie, alles selbst zu erledigen. Sie f\u00fchlte sich als w\u00fcrde sie zur Last fallen, wenn andere ihr bei pers\u00f6nlichen Aufgaben helfen mussten. Wann immer jemand sie bediente, konnte er ihre Dankbarkeit f\u00fchlen. Sie dr\u00fcckte diese durch ihre Augen aus und mit dem was sie sagte. Selbst wenn ihr Wasser serviert wurde, sagte sie \u201eSadhu!\u201c Gew\u00f6hnlich z\u00f6gerte sie, jemand zu bem\u00fchen. Wenn sie jemandes Haus besuchte, fl\u00fcsterte sie zu ihrer wichtigsten Begleiterin\u00a0Khun Areepan Treeanusorn: \u201eBel\u00e4stigen wir sie?\u201c Areepan antwortete:<br \/>\n\u201eNein, sie wollen mit Dir gemeinsam Boonya (Spirituelle Energie) machen.\u201c<\/p>\n<p>Alle pers\u00f6nlichen Sachen der MASTER NONNE waren auf ordentliche Art und Weise arrangiert, ob gross oder klein. Sie waren immer ordentlich aufgereiht. Selbst wenn sie an einer W\u00e4scheleine voller Putzlappen vorbeikam, nahm sie sich einen Moment Zeit, um sie so zu richten, dass ihre Ecken parallel zueinander waren. Alles, was MASTER NONNE benutzte, wurde entsprechend ihren besten M\u00f6glichkeiten aufger\u00e4umt und gewartet.<\/p>\n<p>Hinter ihrer Unterkunft befand sich ein Ablaufrohr, das Regenwasser in ein grosses Wasserfass aus Steingut ableitete. Das Wasserfass war mit einem Aluminiumdeckel zugedeckt. Der Deckel sollte eigentlich flach sein, doch infolge seines Alters war er in der Mitte durchgebogen und so sammelte sich in der Vertiefung eine Pf\u00fctze an. Die MASTER NONNE wischte sie jedes Mal wenn sie vorbeikam trocken.<sup>1\u00a0<\/sup>Niemals \u00fcbersah sie diese kleinen Sachen.<\/p>\n<p>_________________________<\/p>\n<p><sup>1 <\/sup>Im heissen Klima zieht stehendes Wasser Moskitolarven, Algen und anderes Unhygienische an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gleichwohl h\u00f6rte ihre Vorliebe f\u00fcr Ordnung nicht bei pers\u00f6nlichen Dingen\u00a0auf. Sie lehrte die HelferInnen, sich selbst in Selbstdisziplin zu trainieren, indem sie nicht \u00fcber die Wichtigkeit hinwegsahen, ausgezogene Schuhe vor den Stufen des Pavillons s\u00e4uberlich aufzureihen, Besen und B\u00fcrsten in ein Gestell zu h\u00e4ngen und W\u00e4sche zum Trocknen ordentlich aufzuh\u00e4ngen, sogar dann, wenn es Putzlappen waren. Einmal erkl\u00e4rte sie VEN. DATTAJEEVO folgendes:<\/p>\n<p>\u201eUnser Tempel bietet immer noch Raum f\u00fcr Verbesserungen bez\u00fcglich Ordnung. Wenn die Menschen in unserem Tempel zusammenkommen, speziell an Sonntagen, sollten sie auf das Maximum an positiven Eindr\u00fccken treffen, um diese mit nach Hause zu nehmen. Die meisten M\u00f6nche hier sind frisch ordiniert und demzufolge noch im Selbsttraining. Sie k\u00f6nnen die Gemeinschaft noch nicht viel lehren. Doch ein guter Eindruck auf die Leute kann immerhin erzeugt werden, wenn der Tempel sauber, beschattet und \u00fcppig ist \u2013 ohne dass kleine Details \u00fcbersehen werden. M\u00f6nche k\u00f6nnen sicher stellen, dass sie gute Vorbilder sind in ihrer Begeisterung f\u00fcr Meditation. Alles im Tempel sollte gut organisiert sein, beginnend mit den Schuhen der BesucherInnen. Wenn die Schuhe im Durcheinander sind, werden es \u00fcber kurz oder lang auch Besen, Putzlappen und Abfall sein. Eine solch unordentliche Umgebung wird nicht f\u00f6rderlich sein f\u00fcr die Meditation, besonders nicht f\u00fcr neu Ankommende. Sie brauchen dann eine Stunde, bis ihr MIND beginnt sich zu beruhigen. Sobald sie ihre Augen\u00a0\u00f6ffnen und all die Unordnung sehen, wird jegliche innere Erfahrung, die in der Meditation gewonnen wurde, nur allzu schnell verloren gehen. Wenn jedoch jeder helfen kann in diesen kleinen Details, wird ihr MIND w\u00e4hrend ihres ganzen Aufenthaltes im Tempel ruhigbleiben. Ihr MIND wird automatisch ins Zentrum des K\u00f6rpers gehen. Ich habe das schon ausprobiert und es klappt bei mir \u2013 weil das die Natur des MIND ist. Auch wenn die im Tempel versammelten Menschen m\u00f6glicherweise nicht die Chance haben, eine Rede zu h\u00f6ren, wird doch das Betrachten des ordentlichen Tempels zur Leichtigkeit im MIND f\u00fchren und die k\u00f6nnen sie mit sich nach Hause nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Wat Phra DHAMMAKAYA ist gewachsen bis zum heutigen Tag, weil die MASTER NONNE und die Pioniere des Tempels den Wert von Ordnung erkannten \u2013 was bedeutet, dass sogar neu Ankommende im Tempel Jahre sp\u00e4ter einfache Regeln einhalten konnten, wie z.B. ihre Schuhe auf ordentliche Art und Weise abzustellen ohne verlegen zu werden. Gew\u00f6hnlich gibt es ein Zeichen, das das Schuhgestell kennzeichnet, ein Symbol, wo die Schuhe hingestellt werden sollen und einen freiwilligen Helfer, der f\u00fcr irgendwelche R\u00fcckfragen zur Verf\u00fcgung steht. Hatten die Menschen einmal verstanden, mussten die Regeln im Tempel nicht mehr niedergeschrieben werden, sondern wurden zu einem Teil der Tempelkultur. Viele meistens arrogante Leute wurden fast dem\u00fctig beim Anblick einer ordentlich aufgestellten Schuhreihe, von\u00a0einer Gruppe hinterlassen, die zur Teilnahme an der Morgenrezitation (Chanting) ging.<\/p>\n<p>Auch sp\u00e4ter noch blieb die Tagesroutine der MASTER NONNE fix. Von 4:00 bis 6:00 Uhr morgens pflegte sie allein zu meditieren. Sobald es hell war, arrangierte sie eifrig vielerlei Dinge. Um 6:30 Uhr brachte ihre Betreuerin Khun Areepan jeweils das Fr\u00fchst\u00fcck in ihre Unterkunft. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zog sie einen weissen Strickhut und Schal an, warme Socken und Schuhe und ging auf ihre Inspektionstour im Tempel. Ein Betreuer kam mit einem dreir\u00e4drigen Fahrrad (Tri-shaw) zum kleinen B\u00fcro, um sie abzuholen. Areepan half ihr einzusteigen. Morgens war das Sonnenlicht noch nicht so intensiv. Zun\u00e4chst wurde sie zur Ostseite des Tempels gefahren. Danach setzte sie ihre Tour in den hinteren Teil fort, wo es schattiger war. Der Betreuer, der sie in dem Tri-Shaw bef\u00f6rderte, fuhr ein gem\u00e4ssigtes Tempo.<\/p>\n<p>Auf ihrer Route passierte ihr Tri-Shaw das Tavatimsa Geb\u00e4ude und fuhr weiter Richtung Betonbr\u00fccke und Glockenturm<sup>2<\/sup>, vorbei an einer weiteren Br\u00fccke, bevor sie die Pterocarpus-Baum Aufzucht erreichte. Der Garten war schattig und dicht mit Sandelholzb\u00e4umen bewachsen.<br \/>\nDie MASTER NONNE fand immer viel Unkraut in der Gegend.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>2 <\/sup>Gegenw\u00e4rtig entfernt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnlich bat sie den Tri-shaw-Fahrer, das Rad zu stoppen, damit sie das Unkraut j\u00e4ten konnte. Als sie \u00e4lter wurde, konnte sie das nicht mehr selbst tun. Sie sah einfach von ihrem Sitz aus ihrem Begleiter beim Entfernen des Unkrauts zu. Ihr Fleiss blieb von ihrem Alter unber\u00fchrt. Obwohl sie in all die warmen Kleider geh\u00fcllt war, konnte die MASTER NONNE noch immer nicht widerstehen und aufh\u00f6ren, Unkraut zu entfernen oder einen Sch\u00f6ssling auszugraben, um ihn zu verpflanzen. Sie kam in die K\u00fcche, bat um einen Plastiksack und sagte:<br \/>\n\u201eKleine Sch\u00f6sslinge sind gesunde Triebe. Wenn sie dort gelassen werden, werden die H\u00fchner ihre Knospen herauspicken. Es ist besser, ich nehme sie zum Umpflanzen. Unser Tempel kann immer noch eine Menge mehr gepflanzter B\u00e4ume gebrauchen.\u201c<\/p>\n<p>Wenn sie den Pterocarpus Garten verliess, fuhr sie zum gl\u00e4nzenden Tor des Vordereingangs, das aus wartungsfreiem Edelstahl gemacht war. Das Tor hatte einfache klassische Linien. Die gl\u00e4nzende Oberfl\u00e4che blinkte im warmen Morgensonnenlicht. Die MASTER NONNE hatte sich beschwert, dass das ehemalige Tor alt und rostig geworden war, deshalb hatte der Betreuer eine Spendenaktion f\u00fcr ein neues rostfreies Edelstahltor gemacht. Nachdem klar war, dass die Tempelmauer stark genug gebaut war um tausend Jahre zu \u00fcberdauern, sollte das neue Tor gut genug sein, genauso lang zu halten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die MASTER NONNE an verschiedenen Stellen im Tempel vorbeikam, rief sie sich oft die Namen derjenigen in Erinnerung, die dem Tempel in Dankbarkeit Schenkungen gegeben hatten. Von der Vorder- bis zur R\u00fcckseite des Tempels konnte sie den Namen jedes G\u00f6nners erinnern, der einen Beitrag zu einem Geb\u00e4ude oder einer Einrichtung geleistet hatte.<\/p>\n<p>Am Tempeltor kehrte das Tri-shaw um und fuhr Richtung Rezeptionsgeb\u00e4ude, das damals aus Marmor gebaut war, bis zur Catumaharajika Halle, wo die Arbeiterinnen gew\u00f6hnlich zur Rezitation (Chanting) zusammen kamen. Ein M\u00f6nch f\u00fchrte Aufsicht, begleitete das Rezitieren, registrierte die Namen der ArbeiterInnen, die an der Aktivit\u00e4t teilnahmen und begleitete diejenigen, die den Boden kehrten und wischten. Einige ArbeiterInnen begr\u00fcssten die MASTER NONNE mit der Geste des Respekts, indem sie ihre H\u00e4nde zusammenlegten. Stets beantwortete die MASTER NONNE den Gruss der ArbeiterInnen und oft hielt sie an, um ihnen Ratschl\u00e4ge und Anweisungen zu geben. Meistens gab sie ihnen Hinweise, wie das Tempelgrundst\u00fcck sauber und ordentlich gehalten werden konnte. Sie leitete sie an, wie man abgefallenes Laub sauber zusammenkehrte und stellte sicher, dass sie wussten, dass die Werkzeuge des Tempels nach Gebrauch an ihren richtigen Platz zur\u00fcckgelegt wurden.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE legte Wert darauf, nicht nur die Tempelg\u00e4nger in Tugendhaftigkeit zu unterrichten, sondern sogar die HilfsarbeiterInnen, die im Tempel selbst arbeiteten. Sie sah nicht auf sie herab, als w\u00e4re es unter ihrer W\u00fcrde, etwas \u00fcber die Tugenden zu erfahren. Sie sah sie nicht nur als LohnarbeiterInnen, angestellt um Tag f\u00fcr Tag zu arbeiten, sondern sie wollte ihnen so oft wie m\u00f6glich Gelegenheit geben, \u00fcber Tugenden zu lernen, so dass sie Boonya (Spirituelle Energie) f\u00fcr sich generierten, das sie in alle zuk\u00fcnftigen Leben mitnehmen konnten. Genau aus diesem Grund hatten die Arbeiterinnen im Dhammakya Tempel diesen enormen Respekt f\u00fcr die MASTER NONNE \u2013 was die folgende Unterhaltung veranschaulicht:<\/p>\n<p>\u201eMein liebes M\u00e4dchen! Was denkst Du, w\u00e4hrend Du diesen Baum pflanzest?\u201c \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass der Baum nicht stirbt, so dass der Vizeabt nicht \u00e4rgerlich wird auf uns.\u201c MASTER NONNE fragte dieselbe Frage jemand anderen und bekam zur Antwort: \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass der Baum so schnell wie m\u00f6glich w\u00e4chst, damit wir ihn nicht ersetzen m\u00fcssen.\u201c \u201eUnd was meinst Du?\u201c Sie wandte sich an eine Dritte. \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass dieser Baum nicht sterben wird, sondern schnell w\u00e4chst, damit Passanten in seinem Schatten ausruhen k\u00f6nnen.\u201c Eine Vierte antwortete: \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass jeder, der unter einem Baum sitzt, den ich gepflanzt habe, gut genug meditiert, so dass er unverz\u00fcglich seinen inneren DHAMMAKAYA &#8211; K\u00f6rper des Lichts klar sieht.\u201c \u201eErr! Diese Art W\u00fcnsche solltet ihr machen! Du magst genau\u00a0so viel Energie aufwenden und genau so viel Lohn f\u00fcr das Pflanzen des Baumes bekommen wie der andere, doch Du wirst mehr Boonya erhalten als der andere.\u201c<\/p>\n<p>Was die MASTER NONNE bei dieser Gelegenheit die ArbeiterInnen lehrte, ist sachdienlich f\u00fcr all diejenigen, die nach Vervollkommnung streben; in der Essenz, dass egal was wir auch tun, unser MIND in einem gesunden Zustand erhalten bleiben und dem ungesunden aus dem Weg gehen muss.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE pflegte jeden auf diese Art zu gr\u00fcssen, einschliesslich der Sicherheitsleute rund um den Tempel. Manchmal fragte sie: \u201eHaben wir \u201aSnacks\u2018 f\u00fcr sie?\u201c<\/p>\n<p>Irgendwo anders auf der Welt erhalten HilfsarbeiterInnen gew\u00f6hnlich nicht viel Aufmerksamkeit von ihren Arbeitgebern. Wenn die MASTER NONNE sie nicht pers\u00f6nlich begleitete, sprach sie mit dem leitenden M\u00f6nch, wie z.B. mit Ven. Jhanabhinno, Supervisor des Departements f\u00fcr Bau und Wartung. Denn auch die Arbeiterinnen wurden als Teil der Tempelgemeinschaft angesehen.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes brachte die Tri-shaw die MASTER NONNE in das Gebiet der M\u00f6nchsresidenz, wo Aussenstehenden das Eintreten normalerweise\u00a0nicht erlaubt war. Im Inneren waren zwanzig kleine Unterk\u00fcnfte. Diese waren stabil gebaut &#8211; jede von ihnen war als Unterkunft f\u00fcr einen einzelnen Unterrichtsm\u00f6nch vorgesehen. Es lebten fast nur Senior M\u00f6nche in diesem Gebiet, die Pioniere des Tempels. Jede dieser Behausungen war durch einen kleinen Fussweg mit der Strasse verbunden. Von hier aus setzte die MASTER NONNE ihren Weg fort zum Meditations-Research Workshop<sup>3<\/sup>. Der Strasse folgend kehrte sie zum B\u00fcrogeb\u00e4ude \u201aPurohita\u2018 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>3 <\/sup>Akarn bhavana<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war voll auf der H\u00f6he wenn sie sich in ihrer Tri-shaw auf Inspektionstour begab. Als Gr\u00fcnderin des Tempels erinnerte sie alles, was sie im Tempel sah, an ihre grosse Hingabe und ihre ausserordentlichen Anstrengungen, die sie gewidmet hatte, damit sich das Leben eines jeden zum Dhamma (Reine Natur) erheben konnte. Wenn die MASTER NONNE etwas Unordentliches sah, musste sie extra Zeit aufwenden und Energie, um daran zu arbeiten. Sie leitete andere an, sich um die Angelegenheiten zu k\u00fcmmern. Sie war dennoch stolz, dass sie ihr Bestes versucht hatte, f\u00fcr das Eigentum des Tempels Sorge zu tragen, dem Verm\u00e4chtnis von Buddha, so dass die neue Generation fortfahren konnte, es anzuwenden, zum Nutzen aller. Sie pflegte zu sagen:<\/p>\n<p>\u201eAlles was wir getan haben, m\u00fcssen wir weiterf\u00fchren und betreuen. Es ist notwendig, einen Verwalter zu haben. Ich habe diesen Tempel gestartet. Es ist noch immer meine Aufgabe, Folgemassnahmen zu ergreifen und gut f\u00fcr ihn zu sorgen. Ich habe alles getan. In Zukunft, wenn der Abt und ich gegangen sind, ist das Einzige, das zuk\u00fcnftige Generationen zu tun haben, damit weiterzumachen, diesem Platz gut Sorge zu tragen.\u201c<\/p>\n<p>Es beanspruchte die MASTER NONNE ungef\u00e4hr eine Stunde, ihre Runde zu absolvieren. Meistens war sie ungef\u00e4hr um 9 Uhr wieder zur\u00fcck im B\u00fcro. Manchmal brauchte die Inspektion von Purohita mehr Zeit als erwartet. Sie \u00fcberpr\u00fcfte das Geb\u00e4ude innen und aussen. Manchmal machte sie eine Pause, um mit M\u00f6nchen oder Laien zu sprechen. Sie besuchte dieses B\u00fcrogeb\u00e4ude h\u00e4ufig, speziell dann wenn sie etwas vorgefunden hatte, das falsch lief im Tempel. Sie informierte die MitarbeiterInnen dort \u00fcber jede Schwierigkeit, die sie entdeckt hatte, so dass sie diesbez\u00fcglich etwas tun konnten.<\/p>\n<p>Von Purohita kehrte sie um ca. 9 Uhr wieder heim in ihre Unterkunft. Es war sp\u00e4t am Morgen, doch die Umgebung um den Fahrweg herum war noch immer frisch und angenehm. Beim alten Geb\u00e4ude f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit sprach sie mit Ven. Suvijjabho, der dieses Geb\u00e4ude betreute, wie sie all die unordentlichen Pl\u00e4tze im Tempel handhabte.<\/p>\n<p>\u201eVenerabele Sir! Du weisst, ich habe immer noch mit denen zu tun, die all die Unordnung verursachen. Weisst Du wann andere Menschen in Pension gehen? Ich bin schon 83 Jahre alt, doch ich muss noch immer weiter machen\u201c.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE gab die Dinge offen zu, wenn sie mit ihrem Studenten M\u00f6nch redete.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu ihren Tempeltouren hatte die MASTER NONNE eine andere Lieblingsaktivit\u00e4t: sie \u00fcberpr\u00fcfte die K\u00fcche und das umgebende Gebiet in Gehdistanz. Da sie glaubte, dass eine Armee nur marschiert, wenn ihr Magen ges\u00e4ttigt ist, galt ihre besondere Aufmerksamkeit der K\u00fcche. In Bezug auf die K\u00fcche machte sie oft den Wunsch:<\/p>\n<p>\u201eM\u00f6gen meine Boonya-Taten (Spirituelle Energie erzeugende Taten) mir helfen, in der Lage zu sein, s\u00e4mtliche Mitarbeiterinnen zu ern\u00e4hren, egal wie viele es sind. M\u00f6ge ich die Mittel haben, sie zu unterst\u00fctzen. Wenn es Hundert sind, m\u00f6ge ich f\u00e4hig sein Hundert zu verpflegen. Wenn es eine Million ist, m\u00f6ge ich f\u00e4hig sein, eine Million zu verpflegen.\u201c<\/p>\n<p>Es war normal, dass die MASTER NONNE ein- bis zweimal pro Tag die K\u00fcche besuchte \u2013 aus dem einfachen Grund, weil der Abt sie darum gebeten hatte, sie zu betreuen. Egal um was der Abt sie bat, sie tat immer ihr Bestm\u00f6gliches.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war das lebendige Beispiel von Perfektion in beiden Bereichen, in der subtilen Arbeit der Meditation und in der groben Arbeit des Tempelunterhalts und der Verpflegung. Sie war das unvorhersehbare Ereignis in der K\u00fcche, das sicherstellte, dass Teller und Bestecke korrekt aufbewahrt wurden. Sie unterrichtete jeden, das Geschirr auf dem Abtropfgestell in ordentlichen Reihen aufzustellen, auf eine Art, die jeden neu Ankommenden im Tempel beeindruckte.<\/p>\n<p>Wenn sie in der K\u00fcche ankam, begutachtete sie die Arbeitsbereiche zu Fuss und lehrte:<br \/>\n\u201eAlle Gegenst\u00e4nde m\u00fcssen sorgf\u00e4ltig geordnet sein. Nur wenn wir selbst Tugenden gemeistert haben, werden wir in der Lage sein, andere darin zu unterrichten. Wenn wir alles sauber und ordentlich machen, werden wir im n\u00e4chsten Leben nur saubere und ordentliche Dinge antreffen.\u201c<\/p>\n<p>K\u00fcchenware wurde gewissenhaft sortiert und eingeordnet, egal was es war. Das Geschirr von M\u00f6nchen und Laien wurde getrennt aufbewahrt.Der Blick der MASTER NONNE war scharf und schnell. Mit einem einzigen Blick konnte sie sogar kleinste Stellen von Schmutz und Unordentlichkeit aufsp\u00fcren. Gew\u00f6hnliche Leute mussten mehrmals hinsehen, um das zu bemerken, was sie mit einem einzigen Blick entdeckte.<\/p>\n<p>In der Yama K\u00fcche wurden Gegenst\u00e4nde in h\u00fcfthohen Edelstahlschr\u00e4nken aufbewahrt. Sie waren innerhalb und ausserhalb der Esshalle aufgereiht. Die MASTER NONNE erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p>\u201eFr\u00fcher benutzten wir offene Holzregale, doch ein streunender Hund kam vorbei und erleichterte sich \u00fcber den Utensilien. Darum habe ich sie von den Laien ersetzen lassen mit verschliessbaren Edelstahlschr\u00e4nken.\u201c<\/p>\n<p>Seit so viele Schr\u00e4nke da waren, kam es vor, dass eine oder mehrere T\u00fcren nicht richtig geschlossen waren. Die MASTER NONNE inspizierte stets die Schr\u00e4nke um zu sehen, ob einige T\u00fcren offen waren. Sie warnte die K\u00fcchenangestellten bez\u00fcglich der Schr\u00e4nke:<br \/>\n\u201eWenn Du die T\u00fcren offen l\u00e4sst, brechen sie am Ende in ihren Scharnieren ab. Achte darauf, dass alle Schrankt\u00fcren richtig geschlossen sind, sonst bauen Sch\u00e4dlinge innen ihr Nest. Das endet damit, dass wir verschmutzte Gegenst\u00e4nde f\u00fcr unser Essen verwenden. Sei sorgf\u00e4ltig wenn Du die T\u00fcren \u00f6ffnest und schliessest. Vergewissere Dich, dass sie dicht geschlossen sind.\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE f\u00fcgte hinzu, dass T\u00fcren schlagen und Schubladen zuknallen dazu f\u00fchrt, dass diese vorzeitig verschleissen. Wenn sie Kratzer auf Edelstahlschr\u00e4nken fand, zitierte sie alle Mitarbeiterinnen in die K\u00fcche, damit sie aussagten, und wies sie an,\u00a0vorsichtiger zu sein und solche Sch\u00e4den in Zukunft zu verhindern. Metallenen Gegenst\u00e4nden sollte nicht erlaubt sein, die Arbeitsoberfl\u00e4che des Schrankes abzunutzen \u2013 sie sollten angehoben werden anstatt sie dar\u00fcber zu schleifen. Vor Gebrauch sollte ein sch\u00fctzendes St\u00fcck Stoff unter ein Schneidebrett gelegt werden. Nahrungsmittel sollten anderswo vorbereitet werden, nicht auf der Schrankoberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE war ein lebendiges Beispiel, wie tempeleigener Besitz gebraucht und gepflegt werden sollte. Sie sagte immer wieder: \u201eGibst Du Dein Geld verschwenderisch aus, wirst Du zum Sklaven des Geldes. Indem Du Elektrizit\u00e4t vergeudest, wirst Du zu einem Sklaven der Elektrizit\u00e4t. Gebrauchst Du Wasser verschwenderisch, wirst Du ein Sklave des Wassers werden.\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE \u00fcbersah nichts. Sie gab ihr Bestes, um alles Tempeleigentum zu sch\u00fctzen, indem sie sich daran hielt, was Buddha in seiner Lehrrede gesagt hatte. Um kontinuierlichen Reichtum einer Sippe<sup>4\u00a0<\/sup>zu sichern, sollte man nach verlorenem Eigentum suchen, kaputtes Eigentum reparieren, sich auf M\u00e4ssigung im Ausgabenbereich verstehen und gewissenlose Menschen nicht in Stellungen platzieren, wo sie Verantwortung f\u00fcr Ressourcen haben.<\/p>\n<p>_______________________<\/p>\n<p><sup>4 <\/sup>A.ii.249<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE bewahrte Achtsamkeit und Vorsicht wenn sie Ressourcen gebrauchte, egal welche. Sie demonstrierte ihr Know-how und unterwies zus\u00e4tzlich kontinuierlich und unerm\u00fcdlich die anderen in ihrem Umfeld.<\/p>\n<p>Wenn M\u00f6nche ihre Mahlzeiten beendet hatten, galt es als gl\u00fccksverheissend f\u00fcr Laien, wenn sie deren Reste zu sich nahmen. Die Utensilien der M\u00f6nche wurden separat von denen der Laien gewaschen und getrocknet. Um sie zu trocknen, wurden sie auf ordentliche Weise auf die Abtropfgestelle aus Edelstahl platziert. Alles wurde sorgf\u00e4ltig nach Artikeln sortiert. Nach dem Trocknen wurden die Gegenst\u00e4nde sofort in die Schr\u00e4nke wegger\u00e4umt. MASTER NONNE verbrachte viel Zeit damit, ihre wachsende Gemeinde zu orientieren, ohne jegliches Anzeichen von Widerwillen. Doch irgendwie zeigte sie ihre Sorge im Blick auf die neue Generation als sie sagte:<\/p>\n<p>\u201eGl\u00fccklicherweise lebe ich so lange. Ich bin nicht sicher, ob die n\u00e4chste Generation in der Lage sein wird, es aufrecht zu erhalten, wenn ich gegangen bin.\u201c<\/p>\n<p>Neben dem Hervorheben von Sauberkeit, Disziplin und guter Wartung des Tempeleigentums warnte die MASTER NONNE auch vor unn\u00f6tigem L\u00e4rmmachen, insbesondere durch Schw\u00e4tzen oder Ungeschicklichkeit. Sie ermahnte diejenigen, die zu viel L\u00e4rm machten auf der Stelle.\u00a0Jedes Mal, wenn MASTER NONNE in die K\u00fcche kam, waren alle Mitarbeiterinnen still und konzentrierten sich auf ihre Aufgaben. Sie wurden vorsichtiger und achtsamer w\u00e4hrend sie arbeiteten. Sie verbesserten sich in vielfacher Weise.<\/p>\n<p>Die K\u00fcche war unterteilt in die Vorder-<sup>5<\/sup> und R\u00fcckseite.<sup>6\u00a0<\/sup>Ein grosses gleitendes Edelstahltor teilte sie. Nahe dem Tor war ein Ort in der Vorderk\u00fcche, wo Zutaten und Rohmaterialien wie Zwiebeln,\u00a0 Knoblauch, Gem\u00fcse\u00a0 und Fr\u00fcchte aufbewahrt wurden. Wenn die MASTER NONNE sah, dass irgendein Nahrungsmittel auf den Boden gefallen war, hob sie es sofort auf, bevor es zum Abfall gelangte. Sie erkl\u00e4rte:<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen vorsichtig sein, wenn wir die aus Vertrauen geschenkten Lebensmittel benutzen oder verbrauchen. Benutze sie nicht sorglos, weil die Spenderinnen einen Wunsch gemacht haben mit den Gaben, die sie geschenkt haben. Ansonsten werden wir in zuk\u00fcnftigen Leben in ihrer Schuld stehen.\u201c<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>5 <\/sup>K\u00fcchen-Vorderseite: \u201aYama\u2018 wurde f\u00fcr kleinere Mengen an Nahrungszubereitung f\u00fcr Unterrichtsm\u00f6nche gebraucht.<\/p>\n<p><sup>6 <\/sup>K\u00fcchen-R\u00fcckseite: wurde f\u00fcr grosse Mengen von Nahrungsproduktion f\u00fcr die tausendk\u00f6pfige Gemeinschaft und Versammlung genutzt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Tempel kann nur bestehen aufgrund von Schenkungen. Jeder Cent z\u00e4hlt. Spenderinnen haben Knochenarbeit geleistet, um Geld\u00a0zu verdienen und dem Tempel zur Verf\u00fcgung zu stellen \u2013 all das aus dem Wunsch heraus, dass die Schenkung Spirituelle Energie (Boonya) generiert, um ihr Lebensschicksal zu verbessern. Sie haben wiederholt ihre W\u00fcnsche dazu gemacht und erwarten, dass der Tempel die Gaben auf eine Weise einsetzt, die das Maximum an Nutzen bringt. Dies ist der Grund, weshalb Angestellte des Tempels besonders verantwortungsvoll mit Artikeln umgehen sollen, die aufgrund von Vertrauen gegeben worden sind.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE wurde oft im vorderen Teil des \u201aYama\u2018 Essraumes gesehen, wo sie Gruppen von Laien unterrichtete, die zu ihren F\u00fcssen sassen. Im Allgemeinen gab es drei Arten von BesucherInnen, die kamen, um die MASTER NONNE zu sehen. Die erste Gruppe waren solche, die kamen, um sie um spirituelle Hilfe zu bitten. Die zweite Gruppe waren solche, die kamen, um ihr zu danken f\u00fcr ihre erfolgreiche Hilfe. Die dritte Gruppe waren StudentInnen, die sie regelm\u00e4ssig besuchten. Letztere kamen mit Gaben oder einfach nur, um sie zu begr\u00fcssen. Viele von ihren StudentInnen liebten es einfach, im Raum zu sitzen und zuzuh\u00f6ren, wenn sie anderen Menschen Wegleitung gab.<\/p>\n<p>Normalerweise traf die MASTER NONNE ihre BesucherInnen jeden Sonntagnachmittag im Yama Geb\u00e4ude und manchmal auch zur Mittagszeit an Wochentagen. BesucherInnen meditierten mit ihr\u00a0in der Tusita Halle vor der Zeremonie zur Freilassung von Fischen an jedem 3. Samstag im Monat. BesucherInnen entstammten jeder Gesellschaftsschicht und reichten von Eltern mit Kleinkindern bis zu Alten in Rollst\u00fchlen. Die MASTER NONNE konnte mit jedem einen Weg der Anpassung finden. Sie hiess jeden willkommen und sprach zu jedem mit Freundlichkeit, ungeachtet ihres sozialen Status, ihrer Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit oder ihres Alters. Ihre spirituelle F\u00fchrung war einfach und voll guter W\u00fcnsche. Ihre Worte passten zu dem, was ihre BesucherInnen zu h\u00f6ren begehrten oder dachten, als wenn sie deren Gedanken lesen k\u00f6nnte. Die MASTER NONNE riet jedem, Spirituelle Energie (Boonya) zu generieren und sich von falschem Tun fernzuhalten.<\/p>\n<p>\u201eAls Mensch geboren zu sein, bedeutet wirklich ein Gl\u00fcck. Ihr alle solltet lernen, wie man Spirituelle Energie (Boonya) generiert und grossz\u00fcgig ist. Nach dem Tod nehmen wir nichts mit uns ausser unserer Boonya Energie und demerit.\u201c<\/p>\n<p>Oft, wenn ein paar neue BesucherInnen zu ihr kamen, sagte die MASTER NONNE:<br \/>\n\u201eEs ist gut, dass Du jetzt in den Tempel kommst. Wenn Du nicht jetzt hierher kommst, wirst Du eventuell mit den F\u00fcssen zuerst in den Tempel getragen.\u201c<sup>7<\/sup><\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><sup>7 <\/sup>Die meisten Thai haben ihre Bestattungszeremonie in einem buddhistischen Tempel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE hatte ein spezielles Mitgef\u00fchl f\u00fcr Kinder, sie liebkoste sie sanft mit ihren H\u00e4nden. Manchmal lud sie die Eltern ein, sie ihre Kinder adoptieren zu lassen \u2013 um ihre \u201aPatin\u2018 zu sein. Sie sagte: \u201eEinige Kinder haben viel Spirituelle Energie (Boonya) aus fr\u00fcheren Leben. Eltern finden es m\u00f6glicherweise schwierig, ihnen ausreichend spirituelle Unterst\u00fctzung zu geben. Ich biete an, etwas von der Verantwortung f\u00fcr das spirituelle Wachstum der Kinder zu \u00fcbernehmen.\u201c Einige Kinder weinten, wenn sie h\u00f6rten, dass die MASTER NONNE sie adoptiert hatte. Dann l\u00e4chelte sie freundlich und f\u00fcgte hinzu: \u201eIch adoptiere Dich nur mit Deinem Namen, aber Deine Eltern werden Dich weiterhin grossziehen wie bisher.\u201c<\/p>\n<p>Wenn junge M\u00e4nner kamen um sie zu sehen, fragte die MASTER NONNE: \u201eBist Du schon jemals zum M\u00f6nch ernannt worden?\u201c Wenn nicht, riet sie: \u201eAls ein Mann solltest Du die Erfahrung der Ordination haben. Ansonsten bleibst Du unreif. Du solltest ordiniert sein und f\u00fcr die Dauer einer buddhistischen Regenzeit bleiben, bevor Du das M\u00f6nchsgewand wieder ablegst.\u201c<\/p>\n<p>Einige BesucherInnen kamen mit Fotos von ihren verstorbenen Eltern, Geschwistern oder Verwandten. Sie baten die MASTER NONNE um Hilfe f\u00fcr ihre Lieben in der spirituellen Welt. Ein junger Mann brachte ein sehr altes Foto von seinem Vater mit und sagte: \u201eMASTER NONNE, ich\u00a0w\u00fcrde Dich gern bitten, herauszufinden, wo mein verstorbener Vater sich jetzt befindet. Er starb als ich jung war. Ich mache mir Sorgen, wie es ihm jetzt geht.\u201c Er \u00fcberreichte ihr das Foto seines Vaters mit dessen Namen und anderen Details und bat darum, das Foto sp\u00e4ter zur\u00fcck zu erhalten. Eine Woche sp\u00e4ter kam er, um sie wieder zu sehen und bat sie um das Foto. Areepan gab das Foto an MASTER NONNE weiter. Als sie es erhielt, blickte sie nochmals auf das Bild und sagte, dass sie bereits geholfen habe.<\/p>\n<p>Eines Tages kam eine Besucherin mit einer Eigentumsurkunde von einem Grundst\u00fcck. Nachdem sie sie auf den Tisch der MASTER NONNE gelegt hatte, erz\u00e4hlte sie: \u201eIch habe gerade finanzielle Probleme. Ich w\u00fcrde Dich gern bitten mir zu helfen, indem Du einen Wunsch machst, dass jemand das Land kauft. Wenn ich es verkaufen k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich meine Schulden begleichen und eine Schenkung machen.\u201c Die MASTER NONNE antwortete schlicht: \u201eIch werde helfen.\u201c Sp\u00e4ter kam diese Frau zur\u00fcck mit einer Schenkung im Briefumschlag. Auf der Vorderseite des Umschlages waren folgende Worte geschrieben: \u201eIch kam und bat Dich um Hilfe, mein Land zu verkaufen. Nachdem ich es jetzt verkaufen konnte, m\u00f6chten meine Familienangeh\u00f6rigen und ich Dir gern unsere \u00e4usserste Wertsch\u00e4tzung und Dankbarkeit aussprechen. Wir machen ausserdem eine Spende in H\u00f6he von \u2026 f\u00fcr die Kathina Zeremonie. In Respekt, Deine\u2026.\u201c<\/p>\n<p>Durch Mundpropaganda kamen viele Leute mit ihren Eigentumsurkunden zur MASTER NONNE. Diese war bereit, ihnen allen zu helfen und so gab es manche Geschichte von Wundern rund um sie. Viele Menschen kamen mit Sorgen zu ihr \u2013 oder wenn sie leidvolle Zeiten durchlebten. Eine Dame kam mit einem Bild zu ihr, klagend, \u201eMeine Mutter befindet sich im Endstadium einer Krebserkrankung.\u201c Die MASTER NONNE sah auf das Bild und fl\u00fcsterte:<\/p>\n<p>\u201eEs ist schwierig, von Krebs zu genesen. Sag Deiner Mutter, dass sie meditieren, rezitieren und grossz\u00fcgig geben soll, so dass sie im Inneren Spirituelle Energie (Boonya) generiert. Wenn sie nicht selbst rezitieren\u00a0 kann, kannst Du es f\u00fcr sie tun und sie h\u00f6rt zu.\u201c<br \/>\nZum Schluss f\u00fcgte sie hinzu:<br \/>\n\u201eWenn es unm\u00f6glich ist ihr zu helfen, w\u00e4hrend sie lebt, so ist es doch m\u00f6glich ihr zu helfen nach ihrem Tod.\u201c<br \/>\nZiemlich oft sagte sie, dass diejenigen, die an Krebs erkrankten, wenig Chancen hatten zu \u00fcberleben. Dann legte sie ihre H\u00e4nde zusammen in der Geste der Sammlung und machte den Wunsch:<br \/>\n\u201eM\u00f6gen ich und andere von dieser Erkrankung verschont bleiben. M\u00f6ge sie von dieser Welt verschwinden.\u201c<\/p>\n<p>Einige BesucherInnen kamen in Eile zu ihr. \u201eMASTER NONNE! Meine Mutter hat heute eine Herzoperation. Sie ist betagt und ich habe Angst, dass sie in Gefahr schwebt. Ich bin hier, um Dich zu bitten, sie zu retten, durch die Kraft von Spiritueller Energie (Boonya).\u201c<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE antwortete: \u201eLass Deine Mutter nur an gute Taten denken. Es gibt sowohl physische wie auch spirituelle Faktoren. Der Doktor kann die physischen Faktoren ausbessern. Doch spirituell muss Deine Mutter an ihre Boonya Kraft denken, an die guten Taten, die sie in der Vergangenheit getan hat und auch ich werde helfen.\u201c<\/p>\n<p>Aufgemuntert verabschiedete sich die Dame sofort, um ihre Mutter im Spital zu sehen.<\/p>\n<p>Einige Menschen wurden von ihren engsten Freunden oder Verwandten betrogen. Sie kamen und baten die MASTER NONNE um ihre Hilfe und F\u00fchrung. Diese h\u00f6rte ihrem Bericht zu und antwortete:<br \/>\n\u201eDu kannst ihnen glauben, doch vertraue ihnen nicht.\u201c<\/p>\n<p>Einige der BesucherInnen kamen mit k\u00f6rperlichen Beschwerden. Da war eine Dame mittleren Alters, die der MASTER NONNE erz\u00e4hlte: \u201eIch litt unter R\u00fcckenschmerzen. Ich suchte so lange Zeit nach Heilung bei verschieden ber\u00fchmten \u00c4rzten, doch alles half nichts. Schlussendlich\u00a0kam ich zu Dir und Du schlugst mit Deinen H\u00e4nden auf meinen R\u00fccken. Als ich nach Hause kam, war der Schmerz weg. Jetzt bin ich hier um Dich zu bitten wieder zu helfen, indem Du meine Arme massierst.\u201c Die MASTER NONNE lachte ein bisschen und sagte ihr, dass sie sich nicht auskannte mit Massage. Vor vielen anderen BesucherInnen, bewegte sie sich einfach nah an die MASTER NONNE heran, drehte ihr den R\u00fccken zu und bat inst\u00e4ndig: \u201cKannst Du mich nicht einfach ber\u00fchren?\u201c Die MASTER NONNE kicherte leise in sich hinein und dr\u00fcckte sanft die Schultern der Dame w\u00e4hrend sie sagte: \u201eBitte werde gesund!\u201c Die Dame war so gl\u00fccklich, sie verneigte sich vor ihr und verliess voller Freude den Raum.<\/p>\n<p>Mit allen m\u00f6glichen verschiedenen Typen von BesucherInnen traf die MASTER NONNE zusammen und redete mit jedem von ihnen aufrichtig und freundlich. Jeder verliess den Raum mit neuer Hoffnung und moralisch gest\u00e4rkt. MASTER NONNE leitete sie an, nur an gute Taten und Dinge zu denken, denn sie w\u00fcrden den Erfolg in jemandes Leben hervorbringen. Sie pflegte sie zu segnen: \u201eM\u00f6gest Du die Erf\u00fcllung Deiner guten W\u00fcnsche erleben durch die Kraft Deiner Spirituellen Energie (Boonya).<\/p>\n<p>Ihre Augen zeigten Mitgef\u00fchl und Dankbarkeit auch f\u00fcr winzig kleine Spenden, die man ihr machte. Manchmal wenn Menschen sie mit ihren\u00a0H\u00e4nden in der Geste des Respekts gr\u00fcssten, hielt sie einfach ihre H\u00e4nde in den ihren und liess liebende G\u00fcte und W\u00e4rme zu ihnen fliessen. Ihre Augen reflektierten ihr Mitgef\u00fchl, ihre Aufrichtigkeit und W\u00e4rme aus dem Inneren ihres MIND, womit sie das Herz eines Jeden ber\u00fchrte. Sie war die Art von Seniorin, der jedermann nah sein wollte.<\/p>\n<p>Der heisse Kr\u00e4utertee, der neben der MASTER NONNE platziert worden war, blieb viele Male stehen und wurde kalt. Oftmals musste sie damit fortfahren, ihren BesucherInnen Anleitung zu geben, obwohl sie so m\u00fcde war \u2013 dennoch hielt sie durch, ihre Aufgabe mit einem freudigen L\u00e4cheln erf\u00fcllend. Das war die Aufgabe als F\u00fchrungsperson f\u00fcr viele Menschen auf dem Dhamma Weg. Sie zeigte niemals Anzeichen von M\u00fcdigkeit und verliess nie vorzeitig den Raum.<\/p>\n<p>Einige BesucherInnen kamen auch werktags zur Audienz der MASTER NONNE. Diese Menschen befanden sich gew\u00f6hnlich in Notfallsituationen. Sie kamen und warteten sogar in der K\u00fcche oder auf dem Gehweg. Die MASTER NONNE ignorierte niemals jemanden, sie war stets bereit zu helfen und Anleitung zu geben. Einmal war da eine junge Frau, die herbeieilte, um sie zu sehen, w\u00e4hrend sie gerade die Strasse zu ihrem B\u00fcro \u00fcberquerte. Die MASTER NONNE fragte sie freundlich: \u201eWas ist los?\u201c \u201eH\u00e4ttest Du Zeit f\u00fcr mich? K\u00f6nnten wir in der Tusita Halle miteinander reden?\u201c fragte sie mit sorgenvollen Augen.\u00a0Obwohl sie selbst nicht bei Kr\u00e4ften war, lief die MASTER NONNE zur Tusita Halle und h\u00f6rte ihr zu. Sie weinte, als sie ihre Geschichte erz\u00e4hlte. Die MASTER NONNE h\u00f6rte ihr lange Zeit zu und sagte dann zu ihr:<\/p>\n<p>\u201eEs ist hart als Mensch geboren zu sein. Unser gegenw\u00e4rtiges Leben ist von vergangenem Karma beeintr\u00e4chtigt, von dem, was wir uns selbst angetan haben in vergangenen Leben. Demzufolge musst Du geduldig sein und weiterhin gute Taten tun. Bitte sei geduldig. Wir leben nicht so lange und wir m\u00fcssen alle sterben.\u201c<\/p>\n<p>Die Frau f\u00fcgte an, dass es eine buddhistische Nonne g\u00e4be, die ihr erz\u00e4hlt h\u00e4tte, dass sie in ihrem letzten Leben ein Affe gewesen sei. Die MASTER NONNE antwortete schnell:<\/p>\n<p>\u201eEs ist egal was wir im letzten Leben gewesen sind. Doch jetzt sind wir Mensch und wir m\u00fcssen uns beeilen, Gutes zu tun, um Spirituelle Energie (Boonya) zu sammeln. Du solltest Deinen Studienabschluss machen und einen Job finden, damit Du Dich selbst ern\u00e4hren kannst, so dass Du nicht auf andere angewiesen bist. Ich selbst kann kein Wort lesen. Doch ich kann einen Tempel bauen, um anderen zu helfen. Ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Bevor ich in den Wat Paknam Tempel ging, begann ich als Dienstm\u00e4dchen, das f\u00fcr die anderen arbeitet. Ich musste kehren, den Boden wischen, Kleider b\u00fcgeln und viele andere\u00a0Hausarbeiten erledigen \u2013 aber ich gab niemals auf. Wir m\u00fcssen durchhalten, egal was andere \u00fcber uns sagen.\u201c<br \/>\nAuf diese Art gab sie ihr eine Menge Ermutigung, um ihr Leben aufzuhellen.<\/p>\n<p>Im Tusita Pavillon unterrichtete die MASTER NONNE Meditation und leitete jeden dritten Samstag im Monat die Zeremonie zur Freilassung von Fischen. Sie gab in kurzen bedeutungsvollen S\u00e4tzen Anleitung zur Meditation. F\u00fcr jede Meditationssitzung brauchte sie f\u00fcnfzehn oder dreissig Minuten. Nachdem sie die Augen geschlossen hatte, startete sie mit folgenden Worten:<\/p>\n<p>\u201eLasst uns sitzen um zu meditieren. Ich werde euch f\u00fchren und euch allen helfen. Halte Deine Aufmerksamkeit auf Deiner Meditation. Denk jetzt an Dein Boonya und die guten Taten, die wir angesammelt haben. Denk an all deine Spirituelle Energie (Boonya) vom Befreien der Fische.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Meditation pflegte sie zu sagen:<br \/>\n\u201eWiederhole einfach die Worte \u201aSamma Arahang\u2018, wir gewinnen Boonya durch\u2019s Meditieren. Es ist nicht einfach, den DHAMMAKAYA &#8211; K\u00f6rper des Lichts zu erreichen, weil unser MIND um die ganze Welt wandert. Wir m\u00fcssen unseren MIND zur\u00fcckbringen, in das Zentrum unseres K\u00f6rpers, zwei Finger breit oberhalb des Nabels. Denke an gar nichts.\u00a0Wenn unser MIND still geworden ist, wird es hell im Inneren. Stopp die Gedanken. Halte den MIND ruhig und still. Visualisiere den klaren Buddha. Sei fleissig im Meditieren. Wir werden ihn im n\u00e4chsten Leben erlangen, wenn nicht in diesem. Wir bauen eine Gemeinschaft auf. Um Dhamma zu erreichen, ist es notwendig mit Ausdauer zu praktizieren.\u201c Und die MASTER NONNE beendete jede Sitzung mit diesen Worten:<\/p>\n<p>\u201eZum Schluss, mit aller Spirituellen Energie (Boonya) durch die Meditation, mache W\u00fcnsche f\u00fcr Gl\u00fcck, gute Gesundheit, Reichtum, Schutz auf Reisen, Freiheit von Gefahren, dass sch\u00e4dliche Menschen auf Distanz bleiben und dass Du innere Erfahrung gewinnst in der Meditation\u2026 jetzt, lasst uns eine Pause machen. Ich m\u00f6chte mich an Deiner Boonya Energie mit erfreuen. M\u00f6gt ihr alle viel Boonya haben und erf\u00fcllt sein mit all den guten Dingen, die Du Dir w\u00fcnschst, durch die Kraft von Boonya. Viel Gl\u00fcck Euch allen!\u201c<\/p>\n<p>Dann antworteten die BesucherInnen laut \u201eSadhu!\u201c Falls irgendeiner der BesucherInnen in seiner Meditation eingeschlafen war, sagte die MASTER NONNE:<\/p>\n<p>\u201eIch vermeide es, w\u00e4hrend der Meditation einzuschlafen. Wenn ich mich schl\u00e4frig f\u00fchle, gehe ich und benetze mein Gesicht mit Wasser. Ich komme zur\u00fcck um zu meditieren, wenn die Schl\u00e4frigkeit verflogen\u00a0\u00a0ist. Menschen, die w\u00e4hrend der Meditation einschlafen, k\u00f6nnen keine innere Erfahrung erlangen.\u201c<\/p>\n<p>Die Meditation war so wichtig f\u00fcr sie und sie liebte es zu meditieren. Was das Flirten und Schmusen zwischen Paaren auf Tempelgrund betraf, war die MASTER NONNE besonders strikt. Als sie einmal mit VEN. DATTAJEEVO das Tempelgebiet inspizierte &#8211; zu dieser Zeit gab es keine Laien Bewohnerinnen im Tempel &#8211; sah sie ein Arbeiter Teenager P\u00e4rchen sich gegenseitig spielerisch mit Erde bewerfen. Nach der Erde begannen sie sich mit St\u00f6cken zu necken. Die MASTER NONNE beobachtete das und erw\u00e4hnte gegen\u00fcber dem Vizeabt:<\/p>\n<p>\u201eLass nicht zu, dass Paare miteinander so herumspielen, sonst wird das Auswirkungen f\u00fcr den ganzen Tempel haben. Vom Bewerfen mit Erde beginnend haben sie nun angefangen, sich gegenseitig mit St\u00f6cken zu necken. Von den St\u00f6cken werden sie dazu \u00fcbergehen, mit ihren H\u00e4nden frech zu werden. Nach dem gegenseitigen sich Fangen mit den H\u00e4nden, werden sie bald mit dem ganzen K\u00f6rper auf dem anderen sein. N\u00e4chstes Mal wenn Du diese Art von Verhalten siehst, entlasse sie beide, ansonsten wirst Du in kurzer Zeit erleben, dass Ehebruch auf Tempelgebiet stattfindet.\u201c<\/p>\n<p>Es wurde vorausgesetzt, dass Wat Phra DHAMMAKAYA ein Heiligtum\u00a0\u00a0f\u00fcr Meditation war. Meditation konnte ausschliesslich aufgebaut werden auf einem Fundament von Reinheit in K\u00f6rper, Sprache und MIND, plus einer zutr\u00e4glichen Umgebung. Sobald Ger\u00fcchte von Ehebruch auf Tempelgebiet zu spriessen beg\u00e4nnen, w\u00fcrde der MIND der Menschen verst\u00f6rt, die in den Tempel kamen. Die Harmonie in der Tempelgemeinschaft w\u00fcrde irreparabel gesch\u00e4digt \u2013 und dies war der Hauptgrund, weshalb die MASTER NONNE in dieser Hinsicht extrem strikt war.<\/p>\n<p>Sie hielt sogar die niedrigen \u00c4ste der B\u00e4ume beschnitten, so dass es keinen versteckten Platz f\u00fcr geheime Intimit\u00e4ten geben konnte. In dieser Angelegenheit war die MASTER NONNE sehr streng. Wenn Damen in das Gebiet kamen, um einen M\u00f6nch zu sehen, mussten sie eine weibliche Begleitperson finden, die mit ihnen ging, wenn keine m\u00e4nnliche Begleitung verf\u00fcgbar war.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE sah die Nachteile einen Ehepartner zu haben ebenso voraus, wie die Vorteile des z\u00f6libat\u00e4ren Lebens. Sie hatte immer den Wunsch gemacht, dass sie Single bleiben und in einer tugendhaften Familie mit der richtigen Sichtweise wiedergeboren w\u00fcrde. Auf diesem Gebiet war die MASTER NONNE Autodidaktin, seit sie jung gewesen war. Sie verfocht stets die Vorteile des z\u00f6libat\u00e4ren Lebens. Viele ihrer Unterst\u00fctzer blieben ihr ganzes Leben lang Single,\u00a0weil sie immer wieder sagte:<\/p>\n<p>\u201eEs ist gut nicht zu heiraten. Du bist Single wie ich. Diejenigen, die ein Single Leben f\u00fchren, sind wie unbelastete kleine V\u00f6gel, die \u00fcberall hinfliegen k\u00f6nnen. Verheiratete sind besch\u00e4ftigt, sie haben ihre Familien zu ern\u00e4hren und f\u00fcr sie zu sorgen.\u201c<\/p>\n<p>Wahlweise tadelte sie eine Single-Frau mit der Warnung: \u201eMach M\u00e4nnern keine sch\u00f6nen Augen!\u201c oder \u201eHast Du jemandem sch\u00f6ne Augen gemacht? M\u00e4nner und Frauen kennen einander \u00fcber ihre Augen. Wenn sie einander ansehen, schalten sie einen Kurzschluss durch ihre Augen und das ist der Moment, in dem sie unwiderruflich intim werden.\u201c<\/p>\n<p>Der Tempel Wat Phra DHAMMAKAYA hat viele Regeln und Bestimmungen unter M\u00f6nchen, m\u00e4nnlichem Personal und weiblichem Personal und Laien, die das Praktizieren des z\u00f6libat\u00e4ren Lebensstils unterst\u00fctzen. Niemand kann Regeln erzwingen betreffend M\u00e4nnern und Frauen, die einander anschauen \u2013 somit muss jeder die Verantwortung f\u00fcr sich selbst \u00fcbernehmen. Augenblicke sind auch eine Art Kommunikation, da \u201adie Augen das Fenster zu unserer Seele sind\u2018. Ein einziger Blick kann mehr besagen als tausend Worte. Die MASTER NONNE empfahl ihren StudentInnen stets, das z\u00f6libat\u00e4re\u00a0Leben wertzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Am Ende des Tages, bevor sie zu Bett ging, machte die MASTER NONNE ihre \u201aHausaufgaben\u2018. Ihre Hausaufgabe war es, denen zu helfen, die sie besucht und einen Antrag an sie gestellt hatten. Areepan brachte die Fotos und Details von denen, die um ihre Hilfe gebeten hatten. Sie inspizierte die Bilder und lies sich die Botschaften im Detail vorlesen. Sie h\u00f6rte den Gesuchen aufmerksam zu, vom ersten bis zum letzten. Wenn sie irgendwelche Zweifel hatte was die Information betraf, fragte sie Areepan. Anschliessend trat die MASTER NONNE in ihre Meditation ein, in Schweigen, um den Menschen zu helfen. Sie fragte nach mehr Details w\u00e4hrend sie meditierte. Denjenigen, die in Schwierigkeiten waren und zur MASTER NONNE kamen, um Hilfe anzufragen, denen half sie in Unvoreingenommenheit, Aufrichtigkeit und Entschlossenheit. Sie diskriminierte niemanden. Es spielte keine Rolle, ob die Person eine neue Besucherin war oder eine vertraute Sch\u00fclerin. Die MASTER NONNE gab ihr Bestes um zu helfen, ob sie jemand kannte oder nicht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sie in der Stille der Dunkelheit auf ihrem Bett lag, murmelte sie mit leiser Stimme, ihre H\u00e4nden in der Geste des Respekts an ihrer Stirn, und machte den Wunsch \u201ef\u00fcr diejenigen, die zu mir kamen und mich um Hilfe baten: \u201eM\u00f6gen sie erf\u00fcllt sein durch die Gnade von Boonya (Spirituelle Energie)!\u201d Nach einer Pause, ihre H\u00e4nde erneut\u00a0in der Geste des Respekts zusammenlegend, sagte sie: \u201eM\u00f6gen alle W\u00fcnsche derjenigen, die zu mir kamen und mich um Hilfe baten, erf\u00fcllt sein.\u201c<\/p>\n<p>Eines Morgens im November 1987, als VEN. DHAMMAJAYO sein Fr\u00fchst\u00fcck einnahm, erschien die MASTER NONNE dem\u00fctig in seiner Gegenwart, mit den H\u00e4nden in der Geste des Respekts. Sie sagte: \u201eVenerable Sir! Ich habe \u00fcber etwas nun zwei oder drei Jahre nachgedacht. Ich w\u00fcrde gern eine Kathina Zeremonie anf\u00fchren. Ich bin nun achtzig und soviel ich weiss k\u00f6nnte dies meine letzte Chance sein. Bitte lass mich die Kathina Zeremonie anf\u00fchren!\u201c<\/p>\n<p>Als er die Absicht und Demut der MASTER NONNE sah, sagte Luang Phaw: \u201cLeg los, Yai, mit meinem Segen! Ich bin gl\u00fccklich f\u00fcr Dich, dass Du die Kathina Zeremonie 1988 leiten wirst.\u201c<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter kam die MASTER NONNE zu ihm zur\u00fcck und sagte, dass sie es nicht mehr tun wolle. Sie erkl\u00e4rte: \u201eEs ist nicht recht, wenn ich es tue, \u2026 gegen die Bestimmungen. Normalerweise muss es eine Person von ausserhalb des Tempels sein, die die Kathina Zeremonie leitet.\u201c Tats\u00e4chlich war bis zu jener Zeit der Leiter der Kathina Zeremonie immer ein Laie gewesen, ein Spender von ausserhalb des Tempels.<\/p>\n<p>\u201eWirklich, Yai! Du bist die Gr\u00fcnderin des Tempels! Wenn Du die Leiterin dieser Kathina Zeremonie bist, wird jeder begeistert sein. Geh los und sei die Kathina Leiterin. Jeder wird gl\u00fccklich sein f\u00fcr Dich!\u201c Erst dann antwortete die MASTER NONNE mit dem Wort: \u201aSadhu\u2018!<\/p>\n<p>Von dieser Zeit an ermutigte die MASTER NONNE andere wo auch immer sie hinging, sich an \u201aihrem\u2018 Kathina mit Schenkungen zu beteiligen. Sie hatte ihre Laienbegleiter, die sie in jede Provinz fuhren, um all ihre alten Freunde zu treffen, vom hohen Norden bis in den tiefen S\u00fcden. Sie ermutigte jeden, den sie traf. Jeder wollte an ihrer Kathina Schenkung teilhaben, weil man von ihrem Erreichen des Dhamma wusste, dass es sehr subtil war, und dass es mit Sicherheit etwas Spezielles war, Boonya von dieser Kathina Zeremonie zu erlangen. Wenn sie nun draussen war und in ihrer Tri-Shaw unterwegs, hielt sie bei jedem an, bei dem sie vorbeikam, und ermutigte ihn, das Kathina Boonya (Spirituelle Energie) mit ihr zu teilen.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE arbeitete hart im Ermutigen anderer, sich an ihrem Boonya als leitende Spenderin zu beteiligen. Ihr Herz war die ganze Zeit \u00fcber erf\u00fcllt mit Boonya. Einmal sagte sie zu den M\u00f6nchen im Tempel. \u201eVenerable Sirs! Bitte hilft mir, es den Laien mitzuteilen. Als Mensch sollten wir im vollsten Umfang Grossz\u00fcgigkeit praktizieren. Wir alle werden sterben und alles was wir mitnehmen k\u00f6nnen, ist Boonya und Demerit, von dem, was wir getan haben, bevor wir sterben. Bitte helft mir, es anderen weiter zu sagen.\u201c<\/p>\n<p>Also leitete die MASTER NONNE im folgenden Jahr am 6. November 1988 die Kathina Zeremonie im Tempel. An diesem Tag war der Tempel bis auf den letzten Stehplatz ausgef\u00fcllt, allein mit Mitgliedern der Gemeinschaft, die gekommen waren, um ihr alles Gute zu w\u00fcnschen. Dies war nicht das einzige Mal f\u00fcr sie, denn sie leitete Kathina nachfolgend noch viele Male und ebenso weitere Zeremonien zur Schenkung von M\u00f6nchsroben. Insgesamt war die MASTER NONNE weiterhin noch zehnmal Pr\u00e4sidentin der Kathina Zeremonie und zwanzigmal f\u00fcr die Zeremonie zur Schenkung von M\u00f6nchsroben.<\/p>\n<p>Als VEN. DHAMMAJAYO 1994 verk\u00fcndete, dass er dem GREAT MASTER TEACHER Wat Paknam Ehre erweisen wollte mit der Gie\u00dfung einer Statue aus solidem Gold, rief die MASTER NONNE aus:<\/p>\n<p>\u201eSadhu!\u201c Dass ich mich selbst unerm\u00fcdlich eingesetzt habe, StudentInnen in der DHAMMAKAYA Tradition zu trainieren, so dass der Tempel w\u00e4hrend der letzten zwanzig Jahre aufgebaut werden konnte, sogar bis zum Punkt des gelegentlichen Kollapses aufgrund von Ersch\u00f6pfung \u2013 geschah alles aus meiner Verehrung heraus f\u00fcr den GREAT MASTER TEACHER Wat Paknam. Jedoch war all die Ehrerweisung etwas, das ich f\u00fcr mich behalten habe. Immer wollte ich ein offenes Zeichen meiner Ergebenheit setzen. So freue ich mich mit dir \u00fcber Deine Absicht, sein Bild in solidem Gold zu giessen. Ich werde\u00a0helfen, alle in der Vervollkommnung bereits Erfahrenen zusammen zu bringen, damit sie helfen, dies zu vollenden.\u201c<\/p>\n<p>Und so geschah es, dass VEN. DHAMMAJAYO, die MASTER NONNE und die Sch\u00fclergemeinschaft des GREAT MASTER TEACHERs Wat Paknam sich in ganz Thailand miteinander verbanden, um ihrer Verehrung des GREAT MASTER TEACHERs mit der Gie\u00dfung seiner Statue aus einer ganzen Tonne soliden Goldes Ausdruck zu verleihen. Die Zeremonie am 25. Februar 1994 wurde vom gegenw\u00e4rtigen Abt des Tempels Wat Paknam H.E. Somdej Phra Maha Rajamangalacharn geleitet.<\/p>\n<p>Kurz danach, als VEN. DHAMMAJAYO die Gelegenheit pr\u00e4sentierte, das Geb\u00e4ude des Maha DHAMMAKAYA Cetiya zu erbauen, als einen Fokus des Vertrauens f\u00fcr alle Buddhisten in der ganzen Welt, war die MASTER NONNE erregt \u00fcber diese Aussicht und gab ihre volle Unterst\u00fctzung, auch wenn ihre Gesundheit nicht mehr so stark war. Obwohl sie das Gef\u00fchl hatte, dass dies eine grosse Aufgabe war, die dem Abt m\u00f6glicherweise Versp\u00e4tung einbringen k\u00f6nnte f\u00fcr seine Forschungsarbeit im DHAMMAKAYA Wissen, realisierte sie doch die Wichtigkeit dieses Projektes f\u00fcr die Buddhistische Aufgabe in der Welt.<\/p>\n<p>Zu der Zeit war das tausend Acres grosse Gebiet, auf dem der Cetiya erbaut werden sollte, noch ein leeres St\u00fcck Land. Das Dhamma\u00a0Gel\u00e4nde wurde nur f\u00fcr Zeremonien wie z.B. das Magha Puja Fest genutzt und zum Geben der morgendlichen Essensgaben. Als der Dhamma Boden zur Erbauung des Cetiyas vorbereitet wurde, war das Feld voller Erdh\u00fcgel. Eine rote Flagge in einer Fahnenstange markierte genau die Stelle, wo das Zentrum des Cetiyas einmal sein w\u00fcrde, wenn alles fertig war.<\/p>\n<p>Erwartungsvoll inspizierte die MASTER NONNE die Landschaft. Eines Tages, als die Hitze der Sonne am Abend abgenommen hatte, ging sie dorthin und verneigte sich vor der grossen weissen Buddha Statue, die in dem Feld platziert war mit folgendem Wunsch:<\/p>\n<p>\u201eVenerable Sir! Bitte hilf mir, Spenden f\u00fcr die n\u00e4chste Zeremonie der Schenkung von M\u00f6nchsroben zu finden. M\u00f6gen wir eine grosse Anzahl von SpenderInnen finden, die helfen, den Cetiya zu erbauen. M\u00f6ge ich gesund sein. Ich f\u00fchle mich so schwach jetzt.\u201c<\/p>\n<p>Als dann die Gr\u00fcndungspfeiler in die Erde hinein gelassen wurden, klagte die MASTER NONNE oft:<br \/>\n\u201eSie graben \u00fcberall. Wann werden sie mit dem Bau des Cetiyas beginnen? Ich weiss nicht, ob ich die Fertigstellung des Cetiyas noch erleben werde.\u201c<\/p>\n<p>Und sie fuhr fort:<br \/>\n\u201eM\u00f6gen wir viele Spendenbeitr\u00e4ge erhalten, damit der Cetiya schnell vollendet werden kann. Ich habe eine Menge Budhha Reliquien von Master Nonne Thongsuk bekommen. Die habe ich mit vielen anderen Leuten VEN. DHAMMAJAYO geschenkt. Er hat gesagt, dass er diese Reliquien im Cetiya platzieren w\u00fcrde. Ich weiss nicht, wann der Bau fertig ist. Ich weiss nicht ob ich die Zeit \u00fcberstehe und die Vollendung erlebe. M\u00f6gen wir eine Menge von Beitr\u00e4gen erhalten, damit der Bau schnell abgeschlossen werden kann!\u201d<\/p>\n<p>Am 22. April 2000, dem ersten grossen Einweihungstag des Cetiays, war die MASTER NONNE Augenzeugin der Versammlung von M\u00f6nchen, Novizen und Laien aus jedem Teil Thailands und von ausserhalb. Das Dhamma Feld war voller safrangelber Farbe durch die M\u00f6nchsroben und weisser Farbe durch die Kleider der Laien. Sie hatte nicht mehr die Kraft zu laufen. Manchmal schien es so, als w\u00e4re ihre Sorge \u00fcber die Fertigstellung des Bauwerks das Ding, das sie in ihren letzten Jahren in Schwung hielt.<\/p>\n<p>Im Grossen und Ganzen war die MASTER NONNE gesund f\u00fcr ihr Alter. Sie war energievoll, auch wenn sie schon dreiundachtzig Jahre alt war. Ihr R\u00fccken war gerade, ihre Augen und Ohren waren wach. Auch ihre Haut war frisch. Sie hatte praktisch keine Anzeichen von\u00a0altersbedingter Vergesslichkeit. Hinter ihrer gesunden Erscheinung hatte sie jedoch geringf\u00fcgige altersgem\u00e4sse Erkrankungen, wie z.B. Schwindel und h\u00e4ufiger Gang zur Toilette. Sie litt auch unter Muskelschmerzen und Steifheit. Es war schwierig f\u00fcr sie, ihre Arme anzuheben und mit gekreuzten Beinen oder seitw\u00e4rts zu sitzen. H\u00e4ufig bekam sie einen Schwindelanfall. Sie sagte, Der Doktor h\u00e4tte ihr erkl\u00e4rt, dass dies mit ihrem Blutvolumen zu tun h\u00e4tte. Sie nahm Kr\u00e4utermedizin wenn der Schwindel kam und musste ihre H\u00e4nde und F\u00fcsse massieren lassen, wenn sie sich hinlegte. Gelegentlich erhielt sie auch traditionelle Thaimassage.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde es notwendig, noch sorgf\u00e4ltiger auf ihre Gesundheit zu achten. Ihr gerader R\u00fccken begann sich zu beugen und ihre Beine wurden taub, wenn sie meditierte. Es war f\u00fcr sie nicht mehr so leicht wie fr\u00fcher, mit \u00fcberkreuzten Beinen zu sitzen. Sie warnte die jungen Leute.<\/p>\n<p>\u201eAls junger Mensch weisst Du nicht wie es sich anf\u00fchlt, wenn die Beine taub werden oder die H\u00fcfte schmerzt. Wenn Du alt bist, wirst Du es wissen. Als ich jung war, konnte ich tags\u00fcber sechs Stunden am St\u00fcck meditieren und sechs Stunden in der Nacht. Als junger Mensch, tu was Du tun solltest jetzt, denn m\u00f6glicherweise bist Du nicht mehr dazu in der Lage, wenn Du alt wirst.\u201c<\/p>\n<p>Als sie noch \u00e4lter war, \u00e4nderte die MASTER NONNE einfach ihre Meditationsposition vom Sitzen mit gekreuzten Beinen zum Liegen, dem Alter ihres physischen K\u00f6rpers entsprechend. Ihre innere Vision blieb jedoch scharf, trotz des Wechsels ihrer K\u00f6rperhaltung.<\/p>\n<p>Obwohl es f\u00fcr jeden physischen K\u00f6rper unvermeidlich ist, sich zu verschlechtern, liess sich die MASTER NONNE dadurch nicht im Reinigen ihres MIND behindern. Sie mochte zwar nicht in der Lage sein zu sitzen und f\u00fcr lange Zeit zu meditieren, doch sie konnte gleichwohl meditieren w\u00e4hrend sie sich hinlegte. \u201eIch kann nun nicht mehr f\u00fcr eine lange Zeit sitzen und meditieren. Deshalb lege ich mich hin um zu meditieren und an meine Boonya Taten zu denken.<\/p>\n<p>Entsprechend ihrer grossen Geduld hielt sie ihr normales Programm ein und traf sich jeden Sonntag mit ihren BesucherInnen ausser in Notf\u00e4llen, was selten vorkam. Sie fragte immer: \u201eWie lange haben die BesucherInnen auf mich gewartet? Ich will nicht, dass sie entt\u00e4uscht sind. Wenigstens sollte ich auftauchen, damit sie mich sehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, nachdem die MASTER NONNE begonnen hatte zuzunehmen, sah sie st\u00e4ndig frisch aus. Diejenigen, die um sie waren, erlebten ihre W\u00e4rme und ihr L\u00e4cheln, doch ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich.<\/p>\n<p>Bald darauf, als die MASTER NONNE noch \u00e4lter war, musste sie ihre t\u00e4gliche Inspektionstour mit der Tri-shaw absagen, wenn sie Schw\u00e4cheanf\u00e4lle hatte. An guten Tagen machte sie ihre Inspektion wie zuvor. Sie sagte: \u201eIch liebe es mit der Tri-shaw zu fahren. Es sch\u00fcttelt nicht so wie in anderen Fahrzeugen.\u201c Sie liebte die Tri-shaw, weil diese sie \u00fcberall hinbringen konnte, wo auch immer sie hin wollte, selbst an Ecken oder in Gebiete, die nicht mit Strassen zug\u00e4nglich waren. Als sie \u00e4lter wurde, ersetzte man ihr Tri-shaw mit einem elektrischen caddy car, das nur auf gr\u00f6sseren Strassen fahren konnte. So hatte sie keine Gelegenheit mehr, wie in der Vergangenheit bestimmte Stellen aufzusuchen.<\/p>\n<p>Die MASTER NONNE begann Schwindel zu bekommen wenn es regnete. Da ihre Unterkunft von vielen B\u00e4umen umgeben war, war es sehr feucht in ihrem Raum. Vor\u00fcbergehend zog sie in das Tavatimsa Geb\u00e4ude, das als Arbeitsplatz f\u00fcr die Audio-Abteilung zum Einsatz kam. Darin befand sich eine Menge Studioausr\u00fcstung, doch es gab gen\u00fcgend Platz, die MASTER NONNE dort unterzubringen. So lebte sie vor\u00fcbergehend im Tavatimsa Geb\u00e4ude. Unterdessen taten die beiden \u00c4bte alles in ihrer Macht stehende, um ihr zu helfen, inklusive eine neue Unterkunft f\u00fcr sie zu bauen. 1990 zog sie um, in das Dhammabarn Kuti, ein Platz, der so gew\u00e4hlt war, dass sie aus der feuchten Umgebung des achtzig-Acres Tempelgebietes heraus kam.<\/p>\n<p>Diese neue Unterkunft f\u00fcr die MASTER NONNE war auf dem 1000-Acres Grundst\u00fcck gebaut, zwischen der Pariyatti Dhamma Schule und Meditation Village. Sie war aus dem Wunsch ihrer StudentInnen heraus entstanden, die MASTER NONNE f\u00fcr ihre letzten Jahre so gesund wie m\u00f6glich unterzubringen.<\/p>\n<p>Das Dhammabarn Kuti war entworfen worden, um die MASTER NONNE w\u00e4hrend ihrer Altersjahre zu beherbergen und ihr t\u00e4gliches Leben und ihre Aktivit\u00e4ten zu erleichtern. Es umfasste zwei einst\u00f6ckige Zementgeb\u00e4ude, die durch einen \u00fcberdachten Fussweg f\u00fcr k\u00f6rperliche Bewegung miteinander verbunden waren. Der Eingang hatte eine rollstuhlg\u00e4ngige Rampe und davor befand sich ein Parkplatz. Die Unterkunft war von einem Zaun umgeben und mit einem Staubecken, um die Privatsph\u00e4re zu sch\u00fctzen. Vor dem Haus befand sich ein Teich mit einer Freitreppe, so dass die MASTER NONNE Fische freilassen oder f\u00fcttern konnte. Es gab eine Fahrbahn, um das ganze Gel\u00e4nde herum mit G\u00e4rten und eine Gr\u00fcnfl\u00e4che rund um das Kuti selbst. Der Garten war mit aromatischen Pflanzen best\u00fcckt.<\/p>\n<p>Dhammabarn Kuti war nah bei den M\u00f6nchen und Novizen der Pariyatti Dhamma School. Gruppen von M\u00f6nchen und Novizen kamen regelm\u00e4ssig an ihrem neuem Zuhause vorbei. Die MASTER NONNE konnte sie von ihrem Zimmer aus sehen oder ihnen sogar Essen geben. 1996 wurde ihre Ersch\u00f6pfung erkennbarer. Manchmal sah sie aus, als ob sie bewusstlos w\u00fcrde. In den Jahren 1996-97 verbrachte sie die meiste Zeit im Spital, vor allem von September bis November 1997. Sie blieb \u00fcber Nacht im Spital f\u00fcr k\u00f6rperliche Check-ups. Ihre Spitalbesuche wurden nicht bekannt gegeben, damit sie nicht von BesucherInnen erm\u00fcdet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Als die MASTER NONNE gesundete und zur\u00fcck ins Dhammabarn Kuti im Tempel gebracht wurde, waren manche Leute erstaunt, dass sie immer noch sagte: \u201eIch will nach Hause gehen.\u201c<\/p>\n<p>\u00c4usserlich sah die MASTER NONNE aus wie wenn sie gesund, frisch und fr\u00f6hlich w\u00e4re \u2013 doch ihre Betreuerin Areepan musste mehrmals am Tag an sie appellieren: \u201eBitte bleib gesund und bleib am Leben bis zum Fest f\u00fcr den DHAMMAKAYA Cetiya!\u201c Nach dem ersten Fest spornte Areepan sie an, sie m\u00f6ge gesund und am Leben bleiben bis zum dritten Fest f\u00fcr den DHAMMAKAYA Cetiya.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;13 Ableben und Bestattung&#8221; el_id=&#8221;1508233515309-4a2bf47d-ab82&#8243;]\u201eWir sind schon jetzt in unseren alten Tagen. Denke nicht, Du seist noch jung. Ich habe schon in meiner Jugend an mich als einen \u201aalten\u2018 Menschen gedacht \u2013 um mir selbst einen Sinn von Dringlichkeit zu geben f\u00fcr mein Streben nach Vervollkommnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><strong>(MASTER NONNE, 24. M\u00e4rz 1981)<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war lange her seit die MASTER NONNE zuletzt im Spital gewesen war. Das vorherige Mal am 22. November 1997. Sogar dieses Mal, als sie am 6. September 2000 vom Kasemrat Hospital in Bangkok aufgenommen worden war, erwartete jeder, dass die MASTER NONNE sich erholen w\u00fcrde und in K\u00fcrze zur\u00fcck im Tempel w\u00e4re.<\/p>\n<p>Doch am 9. September war sie immer noch in der Intensivpflege. Sie lag mit geschlossen Augen da \u2013 immer noch gut aussehend, trotz alldem was die Doktoren sagten. Jeder hoffte auf eine Art von Wunder. Ihr bestes weisses Gewand war aus dem Tempel geholt worden \u2013 eines von denen, das sie nur am ersten Sonntag des Monats und f\u00fcr grosse Festlichkeiten benutzte. Ebenso ein Set feiner M\u00f6nchsroben wurde gebracht, zusammen mit ihrer gr\u00f6ssten Kristallkugel, die rund zehn Zentimeter Durchmesser hatte \u2013 letztere beabsichtigte die MASTER NONNE der M\u00f6nchsgemeinschaft zu schenken. Die Geschenke waren ihr gebracht worden, damit sie ihre W\u00fcnsche machen konnte, bevor sie dem Abt als Gaben \u00fcberreicht wurden. Es zeigte sich keine spezielle Emotion auf ihre Gesicht.<\/p>\n<p>In dieser Nacht war die MASTER NONNE noch immer stabil, und eine spezielle Tasche wurde zu den Geschenken hinzugef\u00fcgt \u2013 eine Tasche, die alle Banknoten enthielt, die sie durch Spenden gesammelt hatte. Sie sagte ihrer Betreuerin, dass diese dem Abt \u00fcbergeben werden\u00a0sollte. In der Tasche waren B\u00fcndel von hellbraunen Briefumschl\u00e4gen, die zusammengebunden waren. Jeder Umschlag enthielt Banknoten, die ordentlich sortiert waren. Es war immer schon ihre Gewohnheit gewesen, Banknoten zu falten und zu gl\u00e4tten, und sie entsprechend der Bezeichnung mit Gummib\u00e4ndern zu gruppieren.<\/p>\n<p>Dies war die letzte Boonya Aktion der MASTER NONNE, denn um 3:00 Uhr morgens entschlief sie friedlich im Alter von 92 Jahren. In der Morgend\u00e4mmerung des 10. September 2000 wurde das Zimmer komplett ruhig. Diejenigen, die anwesend waren, reflektierten das in ihrer Grabesinschrift: \u201eIch habe mein Leben lang Elend \u00fcberwunden. Wenn wir leben, m\u00fcssen wir weiter machen. Wir ruhen aus, wenn wir sterben. Wenn wir r\u00fcckf\u00e4llig werden, werden wir von Mara besiegt.\u201c<\/p>\n<p>Am Abend kamen VEN. DATTAJEEVO, Senior M\u00f6nche und Khun Tavorn mit einem Sarg, der auf Anordnung des Abtes hergestellt worden war. In Ehrerweisung f\u00fcr ihre Boonya-Taten (Spirituelle Energie) war er in besonderem Design aus 5 cm dickem massiven Teakholz geschnitzt. Die \u00e4ussere Oberfl\u00e4che war komplett mit goldenen Bl\u00e4ttchen beklebt. Das Geh\u00e4use innen war in einer 3 cm Schicht mit feinstem Sandelholz get\u00e4felt. Der K\u00f6rper der MASTER NONNE wurde zun\u00e4chst in ihre weisse Robe gekleidet \u2013 dem Symbol des Z\u00f6libats. Ihr Gesicht zeigte ein leichtes L\u00e4cheln. Dann wurde er in dreiundvierzig\u00a0Schichten eines feinen weissen Stoffes gewickelt und gesamthaft mit Jasmin\u00f6l bespr\u00fcht. W\u00e4hrend des ganzen Prozesses wurden ihr zu Ehren Budhha-Verse rezitiert (chanting). Anschliesend legte man ihren K\u00f6rper in den Holzsarg hinein und bespr\u00fchte ihn erneut mit Jasmin\u00f6l. Danach wurde der Sarg geschlossen und versiegelt. Weiter wurde der Holzsarg von einem dekorativen Sarg ummantelt, der aus massivem Silber und Gold gemacht war. Im Inneren des goldenen Sargs waren Silber Pl\u00e4ttchen zusammengewoben zu einer Box. Das \u00c4ussere des Sargs war aus echten d\u00fcnnen Goldpl\u00e4ttchen gefertigt, die von einem traditionellen Goldschmied miteinander verwoben worden waren. Sp\u00e4ter kamen die StudentInnen zusammen, um der MASTER NONNE eine aus massiven Goldf\u00e4den gewobene Bestattungs-Umh\u00fcllung zu schenken, genannt \u201eMaha Suwanna Ratana Bhusa\u201c. Diese wurde um den goldenen Sarg drapiert. Die Enden dieses goldenen Stoffes waren mit verschiedenartigen wertvollen Steinen verziert. Die Umh\u00fcllung war bestickt mit den Worten; \u201eIn Erinnerung an Maharatana Upasika Chandra Khonnokyoong\u201c. Alles war in h\u00f6chster Qualit\u00e4t angefertigt mit Liebe und Respekt f\u00fcr die MASTER NONNE, die eine grosse Lehrerin f\u00fcr Ihre StudentInnen gewesen war. Sie verdiente es im h\u00f6chsten Mass, denn f\u00fcr ihre eigenen Lehrer hatte sie selbst immer gr\u00f6sste Dankbarkeit gezeigt.<\/p>\n<p>Vom 17. September 2000 bis 2. Februar 2001 wurde ein t\u00e4gliches Abhidhamma Bestattungs-Chanting arrangiert. Die Senior M\u00f6nche\u00a0und F\u00fchrende von M\u00f6nchsgemeinschaften verschiedenster Tempel aus dem ganzen Land kamen, um das Abhidhamma zu rezitieren. Jeden Wochentag waren Hundert M\u00f6nche und an den Sonntagen zweihundert M\u00f6nche mit Tausenden von Laien anwesend.<\/p>\n<p>Am 3. Februar 2002 wurde die letzte Bestattungs-Zeremonie f\u00fcr die MASTER NONNE gehalten, in \u00dcbereinstimmung mit ihrem Wunsch, kremiert zu werden.<\/p>\n<p>Es kamen Senior M\u00f6nche angereist aus 30\u2018000 buddhistischen Tempeln von ganz Thailand, und Senior M\u00f6nche von zwanzig verschiedenen L\u00e4ndern aus der ganzen Welt \u2013 ein Total von 100\u2018000 M\u00f6nchen, die in der finalen Kremations-Zeremonie anwesend waren, dazu 100\u2018000 Laien. Dies war die gr\u00f6sste Versammlung von M\u00f6nchen \u00fcberhaupt, die jemals in der Buddhistischen Geschichte verzeichnet wurde.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;14 Nachwort&#8221; el_id=&#8221;1508314282864-ef297ece-326b&#8221;]\u201eH\u00f6re meinen Worten sorgf\u00e4ltig zu. Als Mensch geboren zu sein ist das gr\u00f6sste Gl\u00fcck \u00fcberhaupt. Keine andere Form von Geburt \u00fcbersteigt die menschliche Geburt. Leben geht so schnell vorbei \u2013 Tage und N\u00e4chte werden schnell zu Jahren. Leben wartet nicht auf uns. Nachdem wir menschliche Geburt erreicht haben, m\u00fcssen wir das Gesunde kultivieren, Grossz\u00fcgigkeit praktizieren und gute Taten tun. Wir k\u00f6nnen nicht das Geringste mit uns nehmen von diesem Leben, ausser dem Energiebetrag unserer gesunden und dem unserer ungesunden Taten, den wir w\u00e4hrend unseres Lebens angesammelt haben. Wir sollten sicher stellen, dass wir ausschliesslich Gesundes ansammeln, so dass\u00a0dies alles ist, was wir mit uns nehmen. Auf diese Art werden wir den Reichtum haben, in jedem Leben nach Vollkommenheit zu streben. Nur f\u00f6rderliche Taten zu tun und allem nicht f\u00f6rderlichen aus dem Weg zu gehen, wird uns ausschliesslich die Fr\u00fcchte der guten Taten zufliessen lassen, die wir aus unserer Willenskraft heraus getan haben. Wir k\u00f6nnen nicht an dem R\u00fcckfluss von etwas Schlechtem leiden, das wir nie getan haben. Wenn wir sterben, lassen wir das Schlechte, das wir nie getan haben zur\u00fcck, doch das Gute, das wir getan haben, nehmen wir mit uns.<\/p>\n<p>Nach Vollkommenheit streben ist keine einfache Sache. Du brauchst Geduld und es ist notwendig, Hindernisse zu \u00fcberwinden. Ich habe mein Leben lang mit meinen bestm\u00f6glichen F\u00e4higkeiten gek\u00e4mpft. Nun danke ich euch allen und sage euch Lebewohl. M\u00f6gen euch allen, die ihr mich auf meinem spirituellen Weg begleitet habt, grosse Mengen an Boonya (Spirituelle Energie) zufliessen. Wir werden uns alle wieder treffen auf dem Weg.<\/p>\n<p>M\u00f6gt ihr alle mit Reichtum ausgestattet sein, in diesem und jedem zuk\u00fcnftigen Leben. M\u00f6gt ihr ausreichenden Reichtum besitzen, um unaufh\u00f6rlich Grossz\u00fcgigkeit zu kultivieren. M\u00f6get ihr alle kristallklare innere Erleuchtung erlangen, und unverz\u00fcglich den DHAMMAKAYA &#8211; K\u00f6rper des Lichts erreichen. Wann immer Du keine\u00a0L\u00f6sung f\u00fcr ein Problem findest, stell sicher, dass Du \u00fcber dieses Problem meditiert hast und dann wirst Du eine L\u00f6sung finden. M\u00f6gt ihr alle f\u00fcr immer gl\u00fccklich sein. M\u00f6gt ihr alle ein langes Leben haben, um dem Guten nachzustreben. M\u00f6ge jeder Wunsch von Dir sich erf\u00fcllen durch die Heilkr\u00e4fte all der Grossz\u00fcgigkeit, die Du kultiviert hast. M\u00f6gen wir uns alle wieder treffen auf dem Spirituellen Weg in jeder zuk\u00fcnftigen Lebenszeit. Doch jetzt ist es Zeit f\u00fcr mich, von Euch allen zu gehen\u2026\u201c<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;DHAMMAKAYA BASIS-MEDITATION&#8221; el_id=&#8221;1508314512571-25e1bec9-7b64&#8243;]Beginne, indem Du Deine Sitzposition anpasst. Wenn Du auf dem Boden sitzt, dann sitze mit gekreuzten Beinen, das rechte Bein \u00fcber dem linken, die rechte Hand \u00fcber der linken Hand, die Innenfl\u00e4che nach oben, lass Deinen rechten Zeigefinger behutsam Deinen linken Daumen ber\u00fchren. Lege beide H\u00e4nde bequem in Deinen Schoss, Deinen Kopf und R\u00fccken aufgerichtet. Wenn Du Dich unwohl f\u00fchlst in dieser Position, kannst Du auf einem Stuhl oder Sofa platznehmen. Pass Deine Position an, bis Du Dich komplett wohl f\u00fchlst, so dass Dein Blut frei zirkulieren und Dein Atem nat\u00fcrlich flie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Schlie\u00dfe Deine Augen behutsam, als ob Du einschlafen wolltest. Presse Deine Augenlider nicht zusammen und schlie\u00dfe sie nicht mit Nachdruck. Schlie\u00dfe sie nur sachte, statt fest. Sitze da mit einem L\u00e4cheln auf Deinem Gesicht. Als N\u00e4chstes nimm einen tiefen Atemzug. Atme ein paar Mal ein und aus. Atme tief ein, bis Du f\u00fchlst wie die Luft durch Deine Lungen hindurch flie\u00dft und die Mitte Deines Bauches erreicht. Dann atme langsam durch Deine Nase wieder aus. Wenn Du einatmest, stell Dir vor, dass jede Zelle in Deinem K\u00f6rper das Gef\u00fchl von Gl\u00fccklichsein und Freude voll in sich aufnimmt und wenn Du ausatmest, atmen all Deine Sorgen und negativen Gef\u00fchle aus. Nimm Dir einen Moment, um all Deine Verantwortlichkeiten gehen zu lassen, die verbunden sind mit Deiner Arbeit, Deinen Lieben, Deiner Familie, Deiner Ausbildung oder mit sonst irgendetwas.<\/p>\n<p>Lass alles gehen. Lass Dein Bewusstsein freudig sein, gel\u00f6st und frei von allen Sorgen. Und jetzt atme normal. L\u00f6se jeden Muskel in Deinem K\u00f6rper. Beginne mit dem L\u00f6sen am obersten Punkt des Kopfes bis hinunter zu Deiner Stirn. L\u00f6se die Muskeln in Deinem Gesicht, den Augenlidern, dem Nacken und den Muskeln in Deinen Schultern, Armen und weiter hinab bis zu deinen Fingerspitzen. L\u00f6se die Muskeln in Deinem R\u00fccken, Brustkorb, Bauch, Beinen, bis hin zu den Zehenspitzen. Lass jeden Teil Deines K\u00f6rpers relaxen. Lass keinen Teil Deines K\u00f6rpers mehr zusammengezogen, fest oder angespannt sein.<\/p>\n<p>Fahre fort, zu l\u00f6sen, bis Du f\u00fchlst, dass jeder Teil Deines K\u00f6rpers, jede Zelle in Deinem K\u00f6rper komplett relaxt ist. Du bist nun in einem Stadium der v\u00f6lligen Gel\u00f6stheit, wobei Du eine Leere, Durchl\u00e4ssigkeit und Leichtigkeit sp\u00fcren kannst. Jetzt erlaube Deinem MIND freudevoll, heiter, klar, rein und hell zu werden. Relax und lass los. Leere Deinen MIND.<\/p>\n<p>Mach Deinen MIND klar, rein und frei von allen Gedanken. Stell Dir vor, Du sitzest allein in einem weiten offenen Raum, der voll von Freiheit und Frieden ist, so als h\u00e4ttest Du nie zuvor irgendeine Anhaftung im Leben, nie irgendein Problem gehabt und nie vorher irgendjemand gekannt. Dann stell Dir vor, dass Dein K\u00f6rper keine Organe hat. Nimm an, dass er eine R\u00f6hre ist, eine H\u00f6hle, ein Hohlraum, wie ein aufgeblasener Ballon oder wie ein diamantener Zylinder, hell und klar. Lass ihn wie einen offenen Raum sein, innen leer und hohl. M\u00f6glicherweise f\u00fchlst Du wie Dein K\u00f6rper leichter und leichter wird, als w\u00e4re er schwerelos, schrittweise wegschmelzend und eins werdend mit der Atmosph\u00e4re, die Dich umgibt.<\/p>\n<p>Lass Dich dieses Gef\u00fchl des Friedens genie\u00dfen. Bringe nun Deinen MIND dazu, auf das Zentrum Deines K\u00f6rpers zu fokussieren, in die Mitte Deines Bauches, zwei Finger breit oberhalb des Nabels. F\u00fcr Beginnende: Mach Dir nicht zu viel Sorgen \u00fcber den exakten Punkt\u00a0des Zentrums vom K\u00f6rper. Halte einfach nur Deinen MIND sanft und behutsam in der Mitte Deines Bauches. Die Art, wie Du Deinen MIND im Zentrum des K\u00f6rpers fokussierst, ist vergleichbar mit der Leichtigkeit und Sanftheit, mit der eine Vogelfeder vom Himmel schwebt und die ruhige Oberfl\u00e4che des Wassers ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Stell Dir die sanfte Ber\u00fchrung der Vogelfeder vor, wenn sie die Wasseroberfl\u00e4che ber\u00fchrt. Fokussiere Deinen MIND im Zentrum Deines K\u00f6rpers mit demselben Gef\u00fchl. Erhalte das Gef\u00fchl von Ruhe und Gel\u00f6stheit in Deinem K\u00f6rper und MIND kontinuierlich aufrecht, w\u00e4hrend du Deinen MIND auf das Zentrum des K\u00f6rpers in der Mitte Deines Bauches fokussierst. Nachdem Du den Startpunkt f\u00fcr das Fokussieren Deines MIND gefunden hast, stelle Dir sanft das neutrale Meditationsobjekt in Dir vor, damit der MIND etwas hat, worauf er fokussieren kann und nicht umherwandert. Du kannst Dir einen Diamanten vorstellen, einen lupenreinen Diamanten in der Gr\u00f6\u00dfe, die Du magst. Lass ihn so rund sein wie eine klare, reine Kristallkugel und so hell wie die Mittagssonne und so k\u00fchl und bes\u00e4nftigend wie das Mondlicht in einer Vollmondnacht.<\/p>\n<p>Um Dir dieses Objekt vorzustellen, musst Du die Methode kennen. Stell Dir das Objekt langsam vor, mit Leichtigkeit. Relax. Halte es einfach. So wie wenn Du an einen Fu\u00dfball denkst, einen Tennisball,\u00a0einen Tischtennisball oder irgendetwas Vertrautes. Zwinge Deinen MIND nicht, an das Objekt zu denken bis zu dem Punkt, dass Du Dich angespannt f\u00fchlst. Bem\u00fche Dich nicht zu fest. Sonst starrst du darauf. Das ist die falsche Methode. Stelle Dir das Objekt behutsam vor und relax. Es macht nichts, wenn es nicht klar ist. Sei zufrieden, egal wie klar es ist. Halte Deinen MIND ruhig, lass ihn stoppen und still sein. Denke kontinuierlich an diesen Diamanten, der so rund ist, wie eine klare, reine Kristallkugel. Lass Deinen MIND nicht wandern. Falls Du an etwas anderes denkst, halte deinen MIND, indem Du das Mantra rezitierst.<\/p>\n<p>Rezitiere das Mantra in Deinem MIND sanft, als wenn der sanfte Klang aus dem Zentrum der klaren Kristallkugel in der Mitte Deines Bauches kommen w\u00fcrde. Rezitiere das Mantra: \u201aSamma Arahang, Samma Arahang, Samma Arahang\u2018, was bedeutet: \u201areinigen des MIND\u2018 \u2013 um zu helfen, dich vom Leiden im Leben zu befreien, oder gebrauche ein anderes Wort, wie z.B. \u201aklar und hell\u2018. Rezitiere das Mantra kontinuierlich, w\u00e4hrend Du Dir gleichzeitig die helle Kristallkugel vorstellst, behutsam und angenehm. Fokussiere Deinen MIND und sei still im Zentrum der reinen Helligkeit. Halte Deinen MIND, indem Du Dir ein helles Objekt vorstellst und gleichzeitig das Mantra kontinuierlich rezitierst, sanft und angenehm, bis Dein MIND still ist.<\/p>\n<p>Wenn Dein MIND komplett still ist, wird er von selbst mit Rezitieren des Mantras \u201eSamma Arahang\u201c oder \u201eklar und hell\u201c aufh\u00f6ren, so als wenn Du vergessen w\u00fcrdest, es zu wiederholen. Oder als ob Du f\u00fchltest, dass Du es einfach nicht l\u00e4nger rezitieren m\u00f6chtest. Oder Du willst einfach nur still sein, und der MIND wandert nicht umher und denkt \u00fcber nichts nach. Und nur das Bild der hellen Kristallkugel erscheint klar im Zentrum Deines K\u00f6rpers. Wenn Du Dich so f\u00fchlst, musst Du nicht zur\u00fcck gehen und das Wort erneut rezitieren. Lass Deine Wahrnehmung die Vision der hellen Kristallkugel erhalten, behutsam und angenehm. Das ist alles was Du tun musst von diesem Punkt an, mit einem stillen MIND, sanft, behutsam, konstant und kontinuierlich. Tu nichts weiter als nur das.<\/p>\n<p>Wenn Du irgendeine innere Erfahrung machst, die sich von Deinem Meditationsobjekt unterscheidet, reg Dich nicht auf. Lass Deinen MIND neutral bleiben, als h\u00e4ttest Du eine Menge fr\u00fchere Erfahrungen im Leben. Beobachte die auftauchenden Erfahrungen mit einem ruhigen MIND. Relax. Frag nicht, wie das passiert. Beobachte einfach, nur beobachten, sonst wird sich Dein MIND vom Zentrum des K\u00f6rpers wegbewegen und Deine innere Erfahrung wird verschwinden. Beobachte sie mit einem ruhigen MIND, sei neutral. Bald darauf wird Dein MIND vollkommen fokussiert sein, rein, still, das Nichts f\u00fchlend. Dieser Moment ist sehr wichtig, also \u00fcbergehe ihn nicht. Schenk ihm Beachtung, denn die Erfahrung im Inneren wird weiter voranschreiten.<\/p>\n<p>Du musst nichts weiter tun als in diesem Zustand zu bleiben. Deine Rolle zu diesem Zeitpunkt ist die eines Beobachters. Bleib einfach dabei zu beobachten und zu relaxen. Denke an nichts. Tu all das, nur das und nichts anderes.<\/p>\n<p>Wenn Du das korrekt ausf\u00fchrst, einfach, angenehm, wird Dein MIND mit Leichtigkeit still werden, anstrengungslos. Wenn Du ein Analytiker w\u00e4rest und w\u00fcrdest analysieren, Deine inneren Erfahrungen kommentieren, dann w\u00fcrde Dein MIND nicht ruhig bleiben und Deine gute Erfahrung w\u00fcrde wegrutschen.<\/p>\n<p>So halte Dich einfach nur an diese Anleitungen. Schlussendlich wird Dein MIND verfeinert sein und komplett im Zentrum des K\u00f6rpers versunken. Und der MIND wird nach innen f\u00fchren, eintreten in Klarheit, Reinheit, Helligkeit, wahres Gl\u00fccklichsein und wahres inneres Wissen &#8211; das ist die Weisheit von innen, die tiefer und tiefer innen liegt.<\/p>\n<p>Und Du wirst das erreichen, was in Dir ist, das Universelle, dasselbe f\u00fcr jeden in dieser Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;HINWEISE ZUR MEDITATIONSTECHNIK\u00a0&#8221; el_id=&#8221;1508314685953-1462e01b-16af&#8221;]1.Vermeide Druck: Setze niemals Druck auf in Deiner Meditation. Presse Deine geschlossenen Augen nicht zusammen in der Annahme, dass Du dann das Meditationsobjekt schneller sehen w\u00fcrdest. Spanne weder Deine Arme noch Deinen Bauch oder K\u00f6rper an, denn jede Art der Spannung wird dazu f\u00fchren, dass der MIND sich vom Zentrum des K\u00f6rpers in den angespannten Bereich verlagert.<\/p>\n<p>2.Sehne Dich nicht danach, etwas zu sehen: Du solltest die Neutralit\u00e4t des MIND stets aufrecht erhalten. Lass Deinen MIND nicht von deinem Meditationsobjekt und Deinem Mantra abgelenkt sein. Mach Dir keine Sorgen dar\u00fcber, wann das Meditationsobjekt auftauchen wird. Das Bild erscheint von selbst, wenn die richtige Zeit gekommen ist, genau wie die Sonne zu ihrer eigenen Zeit auf- und untergeht.<\/p>\n<p>3.Mach Dir keine Sorgen um deinen Atem: In dieser Technik startet das Meditieren mit der Visualisierung eines hellen Objektes [aloka kasina]. Wenn man solange meditiert hat, bis das Auftauchen der Dhamma Kugel erreicht ist, macht man in der Meditation weiter und durchl\u00e4uft den verfeinerten menschlichen K\u00f6rper (Astralk\u00f6rper), den Engelk\u00f6rper, den formhaften Brahma K\u00f6rper den formlosen Brahmak\u00f6rper, bis man den Dhamma K\u00f6rper (oder DHAMMAKAYA) erreicht. Erst dann ist man soweit ausger\u00fcstet, seine Meditation zum inneren Einblick zu lenken [vipassana]. Also besteht keine Notwendigkeit, in irgendeiner Phase die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken.<\/p>\n<p>4.Halte Deinen MIND kontinuierlich im Zentrum Deines K\u00f6rpers: Selbst nachdem Du Dein offizielles Sitzen beendet hast, halte Deinen MIND permanent im Zentrum des K\u00f6rpers fokussiert. Egal ob Du stehst, l\u00e4ufst, sitzest oder liegst. Erlaub Deinem MIND zu keiner Zeit, aus dem Zentrum des K\u00f6rpers herauszugleiten. Mach weiter, indem Du f\u00fcr Dich das Mantra \u201aSamma Arahang\u2018 wiederholst, w\u00e4hrend Du die Kristallkugel im Zentrum Deines K\u00f6rpers visualisierst.<\/p>\n<p>5.Bring alle Objekte, die im MIND auftauchen, ins Zentrum Deines K\u00f6rpers:<br \/>\nEgal was im MIND auftaucht, bring es sanft ins Zentrum des K\u00f6rpers. Wenn das Objekt verschwindet, ist es nicht n\u00f6tig, herumzuwandern und es zu suchen. Mach einfach weiter damit, deine Aufmerksamkeit im Zentrum des K\u00f6rpers zu halten, w\u00e4hrend Du f\u00fcr Dich das Mantra wiederholst. Wenn der MIND noch friedvoller wird, erscheint schlussendlich ein neues Meditationsobjekt.<\/p>\n<p>Diese Basis-Meditationsbeschreibung f\u00fchrt in eine Vertiefung des Gl\u00fccklichseins im Leben. Wenn man das Praktizieren nicht vernachl\u00e4ssigt, sondern das Meditieren regelm\u00e4\u00dfig kultiviert, bis zu dem Punkt, dass die Dhamma Kugel erreicht ist, sollte man versuchen, diese Kugel im Zentrum des K\u00f6rpers f\u00fcrs restliche Leben zu behalten, und dabei sein Leben auf gewissenhafte Art f\u00fchren. Sie wird ein Zufluchtsort im Leben sein und in diesem wie im Leben danach Gl\u00fccklichsein hervorrufen.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;NUTZEN DER MEDITATION &#8211; ZUSAMMENFASSUNG&#8221; el_id=&#8221;1508314918185-21e335ef-d3ba&#8221;]<strong>1.Pers\u00f6nlicher Nutzen f\u00fcr den Meditierenden<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 Der MIND: der MIND wird sich frei und leicht f\u00fchlen \u2013 ruhig und friedlich. Die Erinnerungsf\u00e4higkeit wird sich verbessern.<\/p>\n<p>\u2022 Die Pers\u00f6nlichkeit: Selbstvertrauen wird sich verst\u00e4rken. Die wahre Natur der Ruhe wird zum Vorschein kommen. Wut wird sich vermindern und allein das Gef\u00fchl von Freundlichkeit gegen\u00fcber anderen wird zur\u00fcckbleiben.<\/p>\n<p>\u2022 Der Alltag: wird durch die neu gefundene Abwesenheit von Stress eine Qualit\u00e4tssteigerung erfahren. Die\u00a0Arbeits &#8211; oder Studienresultate werden wesentlich erfolgreicher sein. Der Meditierende kann Gesundheit genie\u00dfen, sowohl im K\u00f6rper als auch im MIND.<\/p>\n<p>\u2022 Ethische Werte und Entscheidungsfindung: Das richtige Verst\u00e4ndnis von dem, was gut und was schlecht ist, wird in der betreffenden Situation klar erkannt werden. Wichtige Entscheidungen werden weniger Sorgen bereiten, da der Meditierende die Wirkungen seiner Handlungen kennt. Der Meditierende kann auf verletzende Handlungen und Entscheidungen verzichten und stattdessen zufrieden und zuversichtlich sein mit der Wahl, die er getroffen hat.<\/p>\n<p><strong>2. Nutzen f\u00fcr die Familie des Meditierenden<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 Frieden und Erfolg: das Familienleben wird harmonischer werden, durch wachsenden gegenseitigen Respekt und R\u00fccksichtnahme untereinander. Eltern werden f\u00e4higer sein, die Familie erfolgreich zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u2022 Kooperation: Familienmitglieder werden begeisterter ihre Verpflichtungen \u00fcbernehmen und in der gemeinsamen Probleml\u00f6sungsfindung kooperieren.<\/p>\n<p><strong>3. Nationaler Nutzen<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 Friedliche Gesellschaft: die gravierendsten sozialen Probleme entspringen einem ungesunden MIND. Wenn jeder lernt zu meditieren und friedlich zu leben, werden sich gesellschaftsinterne Probleme wie Kriminalit\u00e4t und Drogenmissbrauch vermindern.<\/p>\n<p>\u2022 Respekt: Der Respekt f\u00fcr andere wird ansteigen, allein schon durch das Einhalten einer Routine in Mediation und Befolgen ethischer Lebensregeln. Ehrlichkeit wird das Misstrauen in der Gemeinschaft verkleinern.<\/p>\n<p>\u2022 Eine f\u00fcrsorgliche Gesellschaft: Als Resultat der Meditation kann das friedliche Leben umfassender genossen werden und die Bereitschaft, sich an sozialer Arbeit zu beteiligen, wird sich ausweiten.<\/p>\n<p><strong>4. Spiritueller Nutzen<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 Das Verstehen von Ewigkeit: alle Menschen, ob mit oder ohne Glauben, k\u00f6nnen das Verst\u00e4ndnis ihrer eigenen Spiritualit\u00e4t durch Meditation vertiefen. Meditierende jeglicher Glaubensrichtung k\u00f6nnen durch das Praktizieren von Meditation ihren eigenen Glauben tiefer erforschen, insbesondere den Bezug zur Ewigkeit in ihrer gew\u00e4hlten Glaubensrichtung.<\/p>\n<p>\u2022 Inspiration: In der eigenen spirituellen Tradition wird die Inspiration gest\u00e4rkt, da der Meditierende das tiefe Gl\u00fccklichsein realisiert, das durch die Meditation gefunden werden kann.<\/p>\n<p>\u2022 Verl\u00e4ngerung des Fortbestehens von spirituellen Traditionen: die eigene spirituelle Tradition des Meditierenden wird aufrechterhalten, da die Neuen ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ethische Lebensf\u00fchrung und Selbstdisziplin gewinnen.<\/p>\n<p>[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Read | Download [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8221;1 Vorwort&#8221; el_id=&#8221;1507964156503-e86895d7-dbec&#8221;]Die meisten Menschen sind in ihrem Leben pausenlos mit Sinnesfreuden besch\u00e4ftigt, verbringen den ganzen Tag damit, an die Verlockungen von Essen, Sinneslust und Macht zu denken. 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